Falls die GroKo scheitert FDP-Chef Lindner bietet Union Hilfe bei Minderheitsregierung an

Wenn die GroKo nicht zustanden kommen sollte, will Lindner eine Minderheitsregierung mittragen – obwohl der FDP-Chef glaubt, dass diese nur kurz halten würde.
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FDP-Chef Lindner bietet Union Hilfe bei Minderheitsregierung an Quelle: dpa
Christian Lindner

Falls die GroKo scheitert, will der FDP-Chef eine Minderheitsregierung unterstützen.

(Foto: dpa)

BerlinDer FDP-Vorsitzende Christian Lindner bietet der Union an, im Falle eines Scheiterns der Großen Koalition eine Minderheitsregierung zu unterstützen. „Wir sind eine konstruktive und staatstragende Partei“, sagte Lindner dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht vom Freitag.

Unterstützung sei etwa beim Abbau von Bürokratie und der Entlastung der Bürger denkbar sowie bei der Beschleunigung der Digitalisierung, einem modernen Einwanderungsrecht oder Bildungsreformen. Die FDP-Fraktion werde „von Sachfrage zu Sachfrage“ neu entscheiden. Lindner äußerte allerdings die Einschätzung, dass eine Minderheitsregierung nur wenige Monate halten würde.

Nachdem Sondierungsgespräche mit FDP und Grünen gescheitert waren, einigte sich die Union mit der SPD auf eine erneute Große Koalition. Über den Koalitionsvertrag stimmen nun die SPD-Mitglieder ab. Das Ergebnis soll am 4. März vorliegen. Für den Fall, dass das Bündnisvorhaben platzt, hatte Lindner eine Neuauflage der Jamaika-Gespräche bereits ausgeschlossen.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Falls die GroKo scheitert: FDP-Chef Lindner bietet Union Hilfe bei Minderheitsregierung an"

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  • Eine Minderheitsregierung hätte den Vorteil, dass sich diese sämtliche neuen Gesetze, mit denen sie die Wähler drangsalieren will, von der Mehrheit der demokratisch gewählten Abgeordneten freigeben lassen muss.

    Eine Minderheitsregierung hätte den weiteren Vorteil, dass sie sich ihre Minister von der Mehrheit der demokratisch gewählten Abgeordneten freigeben lassen muss, also auch Spezialisten, unabhängig vom Parteibuch berufen kann.

    Eine Minderheitsregierung hätte den Nachteil, dass Lobbyisten nicht mehr nur eine Handvoll Parteichefs und Fraktionsführer beeinflussen, sondern jetzt mindestens 355 demokratisch gewählte Abgeordnete überzeugen muss.

  • @ Herr Carlos Santos
    16.02.2018, 10:07 Uhr

    Wenn Neuwahlen auch nur annähernd so ausgehen würden, wie die derzeitigen Umfragen, wäre eine Regierungsbildung danach bestimmt nicht einfacher. Eine Groko, die ja keine mehr wäre, ist dann nicht möglich. Allenfalls mit den Grünen. Frau Merkel wird versuchen Neuwahlen zu vermeiden. Sie wären ihr politisches Ende.

  • Herr Lindner bastelt noch an seinem "Untersuchungsausschuss" gegen Frau Merkel betreffs der Grenzöffnung . Bis dahin muss Frau Merkel noch im Amt bleiben . Dabei will er helfen .

  • FALLS DIE GROKO SCHEITERT
    FDP-Chef Lindner bietet Union Hilfe bei Minderheitsregierung an
    Wenn die GroKo nicht zustanden kommen sollte, will Lindner eine Minderheitsregierung mittragen – obwohl der FDP-Chef glaubt, dass diese nur kurz halten würde.

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    Die Fehler der Europäer ist schon immer gewesen daß diese den UNKRAUT NIE MIT WURZELN HERAUS AUS DER ERDE ZOGEN sondern immer nur oberhalb abgezupft haben.

    NEUWAHLEN MÜSSEN HER ... ODER IST DEUTSCHE DEMOKRATIE NICHT GENAUSO WIE ANDERE DEMOKRATIEN ???

  • Lindner ist ein windiger Typ, unterwegs in eigener Sache. Ob sein Handeln auch einer inneren Überzeugung folgt, auch wenn es "nur" Rache an Merkels ist weiß nur er selber. Dennoch, im Augenblick ist die Einmannshow Lindner die einzige Hoffnung das hochverräterische Kartell der Feinde Deutschlands. zu stoppen.

  • Hat irgendjemand Herrn Lindner gefragt, ob eine Beteilugung seiner Person (erst ist ja die Partei in Personalunion) an einer möglichen Minderheitsregierung gewollt ist? Immer diese öffentlichkeitswirksamen Antworten auf nicht gestellte FRagen. Nach seinem "staatstragenden" Auftritt Ende November wäre Frau Merkel gut beraten, diese Minderheitsregierung besser allein oder ggf. mit den Grünen zu probieren...

  • Staatstragend? Lachhaft! Wenn sich die CDU derzeit auf die FDP verlassen würde, wäre sie verraten und verkauft. Herr Lindner wollte nur mal wieder was von sich in den Medien hören. Es war die letzten Wochen zu ruhig um ihn, das verkraftet sein Ego nicht.

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