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Familienministerin Giffey will mehr Ostdeutsche in deutschen Vorständen

Franziska Giffey sieht nicht nur die mangelnde Frauenquote in Unternehmensvorständen als Problem – sondern auch die regionale Zugehörigkeit.
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Die Familienministerin ist selbst gebürtige Brandenburgerin. Quelle: dpa
Franziska Giffey

Die Familienministerin ist selbst gebürtige Brandenburgerin.

(Foto: dpa)

BerlinFamilienministerin Franziska Giffey wünscht sich mehr Ostdeutsche in Unternehmensvorständen. „Viele regt es auf, dass in Vorständen großer Unternehmen Frauen nur zu sechs Prozent vertreten sind. Mindestens genauso skandalös ist es jedoch, dass nur zwei Prozent der Vorstände aus ostdeutschen Ländern stammen“, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). In Behörden sei das ähnlich.

„Es gibt ein Ungleichgewicht in den Führungsetagen des Landes. Ostdeutsche können wir auf der obersten und in den mittleren Führungsebenen mit der Lupe suchen“, beklagte Giffey, selbst gebürtige Brandenburgerin. „Damit fangen viele Probleme an, die wir seit Jahren beklagen. Der Osten muss mitgedacht werden, er muss endlich eine stärkere Rolle spielen.“

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Familienministerin: Giffey will mehr Ostdeutsche in deutschen Vorständen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Giffey macht wieder einen für Sie typischen Vorschlag. Sie macht ja auch keine normalen Gesetze sondern ausdrücklich nur gute Gesetze und schreibt dies auch gleich mit in neue Gesetze rein, statt die Bewertung den Wählerinnen und Wählern zu überlassen.

    Dieser Vorschlag ist gleich in mehrerer Hinsicht unerträglich. Frau Giffey kann nach fast 30 Jahren nicht mal sinnvoll definieren, was ein Ostdeutscher ist. Hebt Sie auf den Wohnort ab, könnte der nur temporär sein, hebt Sie auf den Geburtsort ab, kann sich auch jemand, der direkt nach seiner Geburt in Dresden nun schon 25 Jahre in Hamburg lebt, als Ostdeutscher definieren. Und egal wie Sie es zu definieren gedenkt, es wäre in jedem Fall anmassend, völlig willkürlich und vor allem irrelevant.

    Ausserdem muss man schon gedanklich noch im Sozialismus des letzten Jahrhunderts verharren, wenn man als Bundesministerin allen erstes suggeriert, der Staat könnte so etwas in unserer globalisierten Unternehmenswelt regeln, am besten noch wie üblich mit Quoten. Da kann es doch wohl selbst mit nur einem Hauch von gesundem Menschenverstand nur um Qualifikation gehen. Regionale Zugehörigkeit in Deutschland ist als Kriterium für die Zugehörigkeit zu einem Vorstand oder einer Geschäftsführung im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung ganz offensichtlich ungeeignet und schlichter Unfug.

    Solche Vorschläge aus der SPD zeigen leider immer wieder, dass selbst Bundesminister der SPD nicht mal ansatzweise verstanden haben, in welcher Situation sich unser Land befindet und worauf es jetzt dringend ankommt, selbst ihr Spitzenpersonal veharrt mental im letzten Jahrhundert. Das ist sehr schade, weil die SPD als Volkspartei, die sie derzeit leider nicht mehr ist, dringend zur Stabilisierung unserer Demokratie gebraucht würde.

    Angsichts der Qualität des Personals und solcher Vorschläge muss man sich allerdings wundern, dass in aktuellen Umfragen auf Bundesebene noch 14 % für die SPD herauskommen.