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FDP blockt Koalitionsangebot ab „Die Kritik der AfD hat sich in nichts aufgelöst“

Der Versuch der Euro-Gegner AfD, sich Union und FDP anzunähern, ist kläglich gescheitert. Führende Koalitionspolitiker wiesen die Gedankenspiele von AfD-Chef Lucke energisch zurück. Die SPD sprach von Träumerei.
30.05.2013 Update: 30.05.2013 - 15:48 Uhr
AfD-Chef Bernd Lucke. Quelle: Reuters

AfD-Chef Bernd Lucke.

(Foto: Reuters)

Berlin Die FDP hat das Angebot der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" zu einer Zusammenarbeit mit Schwarz-Gelb nach der Bundestagswahl zurückgewiesen. "Das ist eine Verzweiflungstat einer immer unbedeutender werdenden Gruppierung, um erneut Aufmerksamkeit zu erregen", sagte Präsidiumsmitglied Wolfgang Kubicki am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Angebot sei auch sinnlos, da die AfD nicht in den nächsten Bundestag einziehen werde, fügte der schleswig-holsteinische Fraktionschef hinzu.

Von anderer Seite hieß es aus dem FDP-Bundesvorstand, das Ansinnen der AfD sei nichts weiter als Wichtigtuerei. Es zeige ein "substanzloses Politikverständnis", sagte ein Mitglied zu Reuters. "Wie will die AfD eine Regierung stützen, die den Euro stabilisiert?"

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, wertete die Gedankenspiele des AfD-Chefs Bernd Lucke über eine Zusammenarbeit mit Union und FDP als Beleg für die inhaltliche Leere der Partei. „Die Positionen der AfD schmelzen dahin wie Schnee in der Sonne“, sagte Handelsblatt Online. Am Anfang habe die Wiedereinführung der D-Mark gestanden, dann der Rausschmiss Italiens aus der Euro-Zone. Mittlerweile sei davon nur noch die Forderung nach einer Kontrolle der Schuldentragfähigkeit der Euroländer durch ein unabhängiges Expertengremium übrig.

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    „Die Kritik der AfD an der Stabilisierungspolitik der Bundesregierung hat sich damit schrittweise in nichts aufgelöst“, sagte Wissing weiter. „Mit seinem weitgehenden Einschwenken auf den politischen Kurs von Union und FDP zeigt Herr Lucke, dass die AfD keine Alternative für Deutschland parat hat.“ Wer wolle, dass die FDP regiere, müsse FDP wählen, so Wissing.

    Lucke: AfD will auch bei Wahlniederlage weitermachen
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