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FDP-Chef sucht Schuld für verpassten Wahlsieg in Bayern Westerwelle attackiert Stoiber

Aus Sicht des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle liegt die Schuld für den verpassten Wahlsieg von Schwarz-Gelb in Schleswig-Holstein bei dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber.

HB BERLIN. Stoiber habe mit seinem monatelangen Sperrfeuer auf CDU und FDP dafür gesorgt, dass sich der große Vorsprung der Union in den letzten Monaten vor der Landtagswahl verringert habe, sagte Westerwelle der "Bild"-Zeitung laut Vorabbericht aus der Mittwochausgabe. "Wenn Herr Kollege Stoiber sich mehr an Rot-Grün statt an Angela Merkel und der FDP abarbeiten würde, wären wir dem Regierungswechsel längst ein gutes Stück näher." Westerwelle forderte den CSU-Vorsitzenden auf, seine politischen Geschütze neu auszurichten und zusammen mit CDU und FDP an der Ablösung von Rot-Grün mitzuarbeiten. "Wer als Stichwortgeber von Rot-Grün nicht teamfähig ist, wird zum Ballast an Bord."

Nach dem knappen Wahlausgang in Schleswig-Holstein hatte Stoiber Stimmenverluste der FDP dafür verantwortlich gemacht, dass die Union nach der Bundestagswahl 2002 erneut trotz ihrer Zugewinne die Regierung nicht übernehmen könne. Auch im Vorstand der CDU wurde Teilnehmern zufolge Unmut über die FDP geäußert. Die CDU hatte bei der Landtagswahl am Sonntag um fünf Punkte zugelegt und war nach 17 Jahren wieder stärkste Kraft vor der SPD geworden. Sie kam nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis auf 40,2 % der Stimmen. Zusammen mit der FDP, die auf 6,6 % abrutschte, verfehlte die CDU aber die absolute Mehrheit im Landtag um einen Sitz. Die SPD, die starke Einbußen hinnehmen musste, könnte zusammen mit den Grünen eine Minderheitsregierung bilden, die von der Partei der dänischen Minderheit - dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) - geduldet würde.

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