FDP-Debatte Dreikönigstreffen mit oder ohne Brüderle?

Am 6. Januar trifft sich die FDP traditionell zum Dreikönigstreffen. Personaldebatten finden bereits im Vorfeld statt: Mehrere Politiker äußern sich in Zeitungsinterviews zur Rednerliste - und ihrer Lücke.
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Die FDP-Spitze inklusive Fraktionschef Rainer Brüderle (l.). Quelle: dpa

Die FDP-Spitze inklusive Fraktionschef Rainer Brüderle (l.).

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Berlin/AugsburgKurz vor dem traditionellen Dreikönigstreffen der FDP rumort es bei den Liberalen. Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum warf der Parteispitze vor, sie habe es nicht vermocht, die FDP aus dem Tief herauszuholen.

„Die FDP ist in einer Existenzkrise. Die ist nicht hoffnungslos, aber es muss jetzt energisch an Inhalten gearbeitet werden, sonst gehen die Wahlen in Schleswig-Holstein im Frühjahr verloren“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. In Schleswig-Holstein wird am 6. Mai der Landtag gewählt.

Zur parteiinternen Debatte darüber, dass Fraktionschef Rainer Brüderle nicht beim Dreikönigstreffen sprechen soll, sagte Baum: „Ich würde Wolfgang Kubicki sprechen lassen, der hat in Schleswig-Holstein den nächsten Wahlkampf zu führen.“

Obwohl die FDP in den Umfragen seit Monaten nur noch bei zwei bis drei Prozent liegt, hält Baum die schwarz-gelbe Regierung für stabil. Über Außenminister Guido Westerwelle sagte er: „Die Umfragen sagen, dass er der Partei im Moment nichts nützt.“

Thüringens FDP-Generalsekretär Patrik Kurth forderte die Parteiführung auf, Brüderle, „einen der stärksten Redner der FDP“, beim Dreikönigstreffen auftreten zu lassen. Jetzt müssten die Liberalen zeigen, was sie können, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“. Dafür sollte die FDP „aus allen Rohren schießen“. Das Dreigestirn Parteichef, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender könne beim Dreikönigstreffen zeigen, wie gut es zusammenspielen könne.

Als Redner vorgesehen sind Parteichef Philipp Rösler, der neue Generalsekretär Patrick Döring, Parteivize Birgit Homburger und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.Bislang ist vorgesehen, dass Brüderle - aus Sicht vieler Liberaler der eigentlich starke Mann in der FDP - nicht am 6. Januar redet. Er soll am Vortag beim FDP-Landesparteitag in Stuttgart sprechen, der traditionell dem Dreikönigstreffen vorgeschaltet ist.

Wegen der internen Querelen und schlechten Umfragewerte sind der FDP nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ im zu Ende gehenden Jahr auch viele Mitglieder davon gelaufen. Die Mitgliederzahl sei nach einer Umfrage der Zeitung um mehr als 5.000 auf 63.416 gefallen. Mit rund 7,5 Prozent sei dies der stärkste Einbruch seit 15 Jahren.

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7 Kommentare zu "FDP-Debatte: Dreikönigstreffen mit oder ohne Brüderle?"

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  • Den grünen Ungeist kann die derzeitige FDP gar nicht bekämpfen, denn sie hat ihn selbst in sich durch die Übernahme der ganzen Ost-Kader

  • Warum hat die FDP so ihre demokratischen und vor allem liberalen Wurzeln verloren?
    Man sollte sich mal mit der FDP befassen seit der Deutschen Einheit.
    dazu mal folgendes:
    Die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) war eine gleichgeschaltete Blockpartei in der DDR. Sie wurde 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet und unterstützte die Politik der SED. 1990 ging sie in der gesamtdeutschen FDP auf.
    Die NDPD war im weitesten Sinne der Vorläufer der NPD. Aus der NDPD ging die spätere NPD hervor

  • Ich hatte Weihnachten einen Wunschzettel geschrieben, was ich mir vom FDP-Weihnachtsmann wünsche. Siehe hier:
    http://www.science-skeptical.de/blog/wunschzettel-an-den-fdp-weihnachtsmann/006433/
    Dazu habe ich mir die Worte von Manfred Güllner zu eigen gemacht, der im Cicero schrieb: "sie sich als Gegenpol zum ideologiefixierten energiepolitischen Dilettantismus eines Norbert Röttgen positioniert [..] indem sie den „grünen“ Ungeist in der Republik bekämpft." Aber wie es aussieht, werden wohl meine Wünsche nicht erfüllt werden.

  • Warum gibt man dieser Chaostruppe aus völlig unfähigen und ungeeigneten Ministern schon wieder eine solche Medienaufmerksamkeit? Wen interessiert es, wer da spricht und wer nicht darf. Es reicht eine Kurze Meldung am 7.1., wie sich der Verein weiter zerlegt hat.

  • Arme FDP, wenn Brüderle schon die große Hoffnung ist. Aber sein Fehlen wird eine Lücke reissen, die seinen Platz voll ausfüllen wird.

  • egal welche Luftnummer da nicht dabei ist, die FDP sollte sich ehrlicherweise mit der CDU vereinen - alles andere ist nur Marketing (aehnlich Persil und Ajax, ist alles von Henkel)

  • Was will die FDP noch auf ihrem Kasperletheater am 6. Januar erreichen.

    Die FDP ist wieder unter die 2% in Umfragen gerutscht und die Tage der FDP sind ohnehin gezählt.

    Die FDP ist eine Partei ohne Zukunft. Mutiert zu einem Auffanglager gescheiterter Politikerkarrieren. Man sieht es schon allein daran, dass sie keine andere Sorgen hat, als über solche Themen zu referieren. Das geht an der Realität vorbei.

    "Liebe FDP, es ist aus! Und das ist gut so!"

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