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FDP-Forderung Berliner Flughafen soll nicht mehr „Willy Brandt“ heißen

Die FDP dringt darauf, das Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen auf die Tagesordnung des Bundestages zu setzen. Nicht nur mögliche Mehrkosten treiben die Liberalen um, auch der Name für den Airport.
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Mit dem Werbeplakat

Mit dem Werbeplakat "Willy Brandt begrüßt die Welt" wird für die Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) geworben. Wegen der Pannenserie wurden die Plakate wieder abgehängt.

(Foto: dpa)

BerlinDer Haushaltsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Jürgen Koppelin, hat sich angesichts der erneuten  Verzögerung beim Berliner Großflughafen dafür ausgesprochen, den Airport nicht mehr nach dem früheren SPD-Bundeskanzler Willy Brandt zu nennen. „Im Übrigen wäre es ratsam, erst mal auf den Namen „Willy Brandt“ für den Flughafen zu verzichten, um den guten Namen nicht auch noch zu beschädigen“, sagte der schleswig-holsteinische Abgeordnete in Berlin.

Koppelin hält es zudem für unabdingbar, dass das neuste Debakel um den Flughafen Berlin–Brandenburg „dringend“ im Haushaltsausschuss des Bundestages beraten werde. „Es ist zu befürchten, dass nun langfristig erneute finanzielle Mittel vom Bund verlangt werden“, sagte der FDP-Politiker. Dem werde sich die FDP-Bundestagsfraktion widersetzen. Die Verantwortung liege vor allem bei den Ländern Berlin und Brandenburg. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe als Aufsichtsratsvorsitzender in seiner Aufsichtspflicht „gröblich“ versagt. „Alle Aussagen, die er vor dem Haushaltsausschuss des Bundestages gemacht hat, waren heiße Luft“, sagte Koppelin. Nichts davon habe gestimmt.

Jetzt den Aufsichtsratsvorsitz an den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) weiterzureichen, zeige zudem, dass die beiden Hauptverantwortlichen „nichts begriffen“ hätten. „Ein Aufsichtsratsvorsitzender sollte nicht gleichzeitig aktiver Politiker sein, sondern jemand, der sich in diesem Chaos voll auf die Aufgabe konzentrieren kann“, sagte Koppelin. Jetzt müssten im Haushaltsausschuss die Fakten auf den Tisch. Dabei sei Platzeck nicht die Lösung, sondern auch ein Teil des Problems. „Er hat zu keiner Zeit entscheidend zur Abwendung der Katastrophe Verantwortung übernommen.“

Im Bundesfinanzministerium gibt es ebenfalls Vorbehalte gegen Platzeck als neuen Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft. Stattdessen solle ein unabhängiger Experte aus der Wirtschaft Chef des Gremiums werden. Entsprechende Informationen der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurden am Mittwoch in Ministeriumskreisen bestätigt.

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7 Kommentare zu "FDP-Forderung: Berliner Flughafen soll nicht mehr „Willy Brandt“ heißen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Auch in der BRD war Fahnenfluch während des WW2 starfbar. Deshalb nannte sich Herbert Frahm "Willy Brandt".

  • Man sollte den Flughafen "Luftbrücke" nennen. Pass zur Geschichte und passt dazu, dass man kein Ende sieht.

  • Der Name des Menschen der sich "Willy Brandt " nannte war Herbert Ernst Karl Frahm.
    Willy Brandt war nix weiter als ein "Künstlername " eines nicht ganz so talentierten "Künstlers "
    Insofern hat sogar dieser Flughafen was besseres verdient !

  • Was bildet sich diese (lt. Umfrage) 2%-Partei eigentlich ein? Sie möchte lautstark mitmischen und ist bald nur noch in den Annalen der deutschen Geschichte zu finden. Vielleicht sollte der Flughafen "Niebel-Airport" heißen, damit alle Passagiere zollfrei schmuggeln können.

  • Also Willy Brandt-Flughafen ist tatsächlich eine Riesenbeleidigung für Willy Brandt.
    Man sollte ihn doch umbenennen in Wowereit-Flughafen

  • @K_Tastrophe: Ich schlage "Otto Groschenbügel" vor? Man kennt ihn nicht? Dann googelt mal!

  • Tja, Herr Koppelin, wie soll er dann heißen? "Philipp Rösler"?

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