Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

FDP-Politiker beleidigt Stuttgart-21-Gegner „Gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“

Auf seiner Facebook-Seite hat der Stuttgarter FDP-Politiker Michael Marquardt kräftig gegen Stuttgart-21-Gegner ausgeteilt. Trotz Kritik hält er an seinen Aussagen fest - und verteidigt seinen Kommentar.
77 Kommentare
Gegner von Bundeskanzlerin Merkel demonstrieren auf dem Marktplatz in Stuttgart bei einer Wahlkampfverantaltung zur Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl. Quelle: dpa

Gegner von Bundeskanzlerin Merkel demonstrieren auf dem Marktplatz in Stuttgart bei einer Wahlkampfverantaltung zur Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl.

(Foto: dpa)

DüsseldorfKurz vor der entscheidenden Stichwahl um den Stuttgarter Oberbürgermeister hat der stellvertretende Vorsitzende der Stuttgarter FDP, Michael Marquardt, mit beleidigenden Äußerungen über Stuttgart-21-Gegner für Aufsehen gesorgt.

Auf seiner Facebook-Seite beschimpfte Michael Marquardt Demonstranten, die eine Kundgebung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Stuttgarter Marktplatz mit Zwischenrufen gestört hatten. Er bezeichnete die Stuttgart-21 Gegner als „alte gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“ und „nach altem Schweiß stinkende, rumbrüllende Männer“.

Gegenüber Handelsblatt Online verteidigte Marquardt seine Äußerungen. „Ich habe die Veranstaltung wie beschrieben erlebt, wurde beschimpft, abgedrängt, beim Applaudieren beleidigt und angepöbelt“, sagte der FDP-Politiker.

Er sei sehr entsetzt über das, was sich beim Besuch der Bundeskanzlerin abgespielt habe. Dies sei eine Schande für Stuttgart. Sprechchöre mit „Merkel-Schlampe“ oder noch schlimmeren Parolen hätten mit dem Demonstrationsrecht nichts zu tun.

Vielleicht habe er in seiner Empörung etwas zu harte Formulierungen verwendet. Die Stuttgart 21-Gegner hätten aber nicht das Monopol auf Empörung, so Marquardt. Als Konsequenz werde er in Zukunft nicht mehr direkt aus einem emotional aufgewühlten Zustand heraus auf Facebook posten. Allerdings werde er sein aktuelles Posting nicht löschen. „Die Aussage habe ich getätigt und stehe auch dazu“, erklärte Marquardt.

Brexit 2019
Viele Facebook-Nutzer kommentierten unter der Gürtellinie
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: FDP-Politiker beleidigt Stuttgart-21-Gegner - „Gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“

77 Kommentare zu "FDP-Politiker beleidigt Stuttgart-21-Gegner: „Gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Stuttgarter: Ball flach halten! Wer sich Stuttgarter nennt, müsste auch wissen das "wo" im Schwäbischen üblich ist! Egal, ob richtig oder falsch. Du bist jedenfalls kein Stuttgarter > Also halt Dich raus!

  • Der Mann hat Recht! Vermutlich fühlen sich jetzt die Richtigen angegriffen!

  • Also ich kann mir nicht helfen, diese Kommentare, die den ungehobelten Kerl noch unterstützen sind sowas von unter der Gürtellinie. Auf den Bilderreihen konnte ich keine ungepflegten Menschen erkennen. Diese Leute haben ihre Wut zurecht ausgedrückt. Was bitte macht eine Bundeskanzlerin bei einer Veranstaltung zur OB-Wajl, das hat es ja noch nie gegeben. Den Schweiß konnte er nur in seiner unmittelbaren Umgebung gerochen haben und da war er unter Seinesgleichen, Strobel, Schuster,Merkel, Turner u. s. w..
    Die Kleidung der Demonstranten stinkt bestimmt weniger wie die feinen Anzüge der achso rechten Leute, die schon ziehmlich nach Angstschweiß stinken wenn der achso parteilose Turner nicht OB wird. Wie soll man das der schmiergeldzahlenden Lobby verkaufen. Wer zahlt übrigens diesen schmierigen Auftritt, bestimmt mit die Demonstranten

  • Was macht Herr Marquardt in der Politik? Wenn er über Frisuren sprechen möchte, sollte er Friseur werden.

  • Ich als Demonstrantin bin schon von allen möglichen Befürwortern angemacht worden - die waren oft betrunken und haben auch nicht so besonders gut und gepflegt ausgesehen. Also, was soll das ganze Gequake. Einmal hat mich ein junger betrunkener Mann angepöbelt (es waren auch noch andere dabei) - ich habe mich mit ihm ganz normal unterhalten, und am Ende wäre er mir fast um den Hals gefallen, und wir haben unsere jeweilige Meinung deshalb t rotzdem nicht verändert. Also, es gibt so viele Geschichten zu erzählen, schöne und weniger schöne - aber das gegenseitige persönliche Beschimpfen ist primitiv.

  • Dezent verändert steht der Inhalt Ihres Beitrages dem Marquards wenig nach.Sie sind schon ein Herzchen;da wird bei uns die Innenstadt zerstört,Züge entgleisen,der Hbf ist zum Sicherheitsrisiko (Hallendach)zerstört worden,der Bahnbetrieb langfristig eingeschränkt-alles schon im Zuge der "Vorbereitenden Baumaßnahmen"für S21-und wir sollen wohl als Claqueure die Turner-Merkel Show begleiten.Wer da noch in Ruhe seine wohlverdiente Rente verzehrt und jetzt nicht aufbegehrt,wenn Merkel und Turner vom "Zukunftsprojekt S21" schwadronieren ist entweder bequem oder von den S21-Werbeflyern besoffen.Machen Sie sich bitte erst mal kundig was die Bahn hier so vor sich hinmurkst,was bei Realisierung dieses volkswirschaftlich völlig unsinnigen "bestgeplanten Leuchtturmprojektes S21 " droht.bevor Sie die älteren Widerständigen unisono als frustrierte Altrevoluzzer abmeiern.

  • Es gibt in diesem Land ein Recht zu demonstrieren, aber es gibt keine Pflicht, die Demos immer gutzuheißen. Und diesem Urteil unterliegen leider die K21-Kämpfer schon seit Monaten und Jahren, in dem sie diese Stadt mit ihren Demos nerven. Wir haben es jetzt verstanden! Und es sind nicht alles idealistische Barrikadenkämpferinnen, die für die Demokratie eintreten, sondern es sind auch viele schlimme Kleidersack-Muttis und garstige Ruhestands-Egozentriker dabei. Sie waren leider gerade beschäftigt mit Ausbildung oder Urlaub in St. Tropez, als man ab Mitte der 60er demonstriert hat für mehr Bildung oder gegen den Schah. Und jetzt naht das Endliche und plötzlich möchte man einmal, einmal dabei sein und Idealismus spielen. Das Haus ist bezahlt, die Rente wird überwiesen und der Tag ist lang. Bevors fad wird, gibt es ja in Stuttgart den Eisenbahn-Karneval. Als ehrenamtlicher Helfer in einem Pflegeheim in der Stadt habe ich übrigens von den Berufsdemonstranten da noch keinen helfen sehen. Aber Rumbrüllen und sich in Scharen kultisch Recht geben hat ja auch was.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Achso Xpeten, wenn K21 Anhänger beleidigen ist das in Ordnung. Aber wehe ein Befürworter des Projekts sagt etwas....Herr Marquardt spricht nur sein Empfinden aus. Und sind mir mal ehrlich, er hat recht ;-)

  • Der Herr Michael Marquardt ist, laut seiner Facebookseite, Generalagent bei der Württembergischen Versicherung in Stuttgart. Ob das dort so gut ankommt?

Alle Kommentare lesen