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Feinstaub-Debatte Fakten der Lungenärzte zu Stickoxiden inkorrekt

Laut Recherchen der „taz“ enthalten die Daten der Lungenärzte einige Fehler. Zuvor hatten ihnen bereits internationale Experten widersprochen.
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Der europäische Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) basiert auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel Quelle: dpa
Röntgenbild Lunge

Der europäische Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) basiert auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel

(Foto: dpa)

Berlin Eine breite öffentliche Debatte war ihnen sicher. In einer vor gut drei Wochen veröffentlichten Stellungnahme hatte eine Gruppe von Lungenspezialisten rund um den Ex-Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Dieter Köhler, den gesundheitlichen Nutzen der Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide infrage gestellt.

Während Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) davor warnte, diesen Äußerungen zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sogleich eine Überprüfung der europäischen Grenzwerte. Kein Wunder: sind diese doch die Grundlage für mögliche Fahrverbote in deutschen Städten.

Jetzt hat sich nach Recherchen der Berliner Tagezeitung „taz“ herausgestellt: Die Stellungnahme der Lungenärzte enthält mehrere Zahlen- und Rechenfehler. Köhler räumte mittlerweile Fehler ein, erklärte aber, dass sich an der Grundaussage nichts ändere.

Prompter Widerspruch

Genau die aber wurde von anderen Medizinern längst widerlegt. Christian Witt, Professor für Pneumologie an der Charité, erklärte, Luftschadstoffe gehörten zu den bestuntersuchten Substanzen. Seit 30 Jahren werde ihre Wirkung erforscht, die schädliche Wirkung sei belegt. Zuvor hatten bereits internationale Lungenfachärzte den Medizinern rund um Köhler widersprochen.

Der europäische Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) basiert auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Der Wert ist so gewählt, dass selbst für chronisch Kranke negative Effekte ausgeschlossen werden können.

Für die Belastung mit Stickstoffdioxid sind vor allem ältere Dieselfahrzeuge verantwortlich. Die meisten Städte schaffen es, den seit 2010 gelten Grenzwert einzuhalten. An großen Verkehrsknotenpunkten ist die Belastung aber noch immer ein Problem. Die Regierung glaubt, dass sie dennoch überwiegend Fahrverbote vermeiden kann.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission, die geplante Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes zur Vermeidung von Fahrverboten in deutschen Städten zu billigen. Es sei ein positives Zeichen, dass die Kommission offenbar der Einschätzung der Koalition folge, dass Fahrverbote in Gebieten, in denen der Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel nicht überschritten werde, in der Regel nicht erforderlich seien, sagte Bartol der „Rheinischen Post“.

Hier würden bereits andere Maßnahmen wie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs helfen.

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1 Kommentar zu "Feinstaub-Debatte: Fakten der Lungenärzte zu Stickoxiden inkorrekt"

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  • Was für ein fataler Rechenfehler. Das geht gar nicht. Wir haben die Gefahr des Klimawandels und der daraus resultierenden Wetterextreme und das Wohl unserer Bevölkerung nicht zu unterschätzen. Das bestätigte kürzlich erst der WEF Davos. Und Elektromobilität wird wesentlich - vor allem, wenn sie konsequent emissionsfrei funktionieren würde. Solange wir schwarzen Strom aus den Kohlekraftwerken tanken müssen, rauchem die Schornsteine weiter. Darum jetzt Handeln und Innovationen nutzen. Die Neueste und Erneuerbareste aller erneuerbaren Energien heisst "Neutrino-Energy " selbstladend aus dem höchst energiereichen nichtsichtbaren solaren und kosmischen Strahlenspektrum. Die Berliner Neutrino Energy Group bietet Patente und Lizenzen für eine revolutionäre Technologie, die alle Modelle der Batteriezelltechnik überholt in Sachen Reichweite und Effizienz. "Neutrino-Energy " ist selbstladend aus dem höchst energiereichen nichtsichtbaren solaren und kosmischen Strahlenspektrum. Es wird kabellose, selbstladende Telefone, Haushaltsgeräte und Autos mit unendlicher Reichweite geben die emisssionsfreier Neutrino-Energy unsere Umwelt nicht mehr belasten.

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