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Fernpendler sind die Verlierer Institut: Gut verdienende Familien profitieren von Unions-Plänen

Die von der Union geplante Steuerreform entlastet nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft vor allem gut verdienende Familien. Fernpendler seien dagegen die Verlierer einer Einkommensteuer-Reform, wie sie die Union für 2007 plant.

HB BERLIN. Familien mit geringen Einkommen profitierten wenig, errechnete das Institut für die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Danach wird ein lediger Pendler, der 80 Kilometer zur Arbeit fährt und 70 000 Euro verdient, um 87 Euro im Jahr belastet. Wer 40 000 Euro bekommt, müsse 35 Euro mehr bezahlen. Wer hingegen nicht pendelt, werde bei diesen Gehältern um 1052 beziehungsweise 813 Euro entlastet.

Pendelnde Familienväter mit durchschnittlichem Einkommen, die gewöhnlich das Kindergeld gegenüber dem steuerlichen Kinderfreibetrag bevorzugten, würden belastet. Familienväter mit hohen Einkommen, die stets die Kinderfreibeträge nutzten, würden dagegen von deren geplanten Anhebung unterm Strich profitieren.

Die Berechnungen zeigten zudem, dass die Arbeitnehmer trotz der geplanten schrittweisen Abschaffung der Steuerfreiheit von Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlägen und der Reduzierung des Arbeitnehmerpauschbetrages entlastet werden. Ein Grund sei, dass 2007 - im ersten Jahr der Reform - nur ein Sechstel der Zuschläge steuerpflichtig werden soll.

Nach den Vorstellungen der Union soll von 2007 an der Spitzensteuersatz bei 39 und der Eingangssteuersatz bei zwölf Prozent liegen. Die Freibeträge für Kinder und Erwachsene sollen auf 8000 Euro erhöht und im Gegenzug Vergünstigungen gestrichen oder gekürzt werden.

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