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Fernverkehr Grüne fordern geringere Mehrwertsteuer auf Zugtickets

Die Grünen fordern, die Mehrwertsteuer für Zugtickets im Fernverkehr auf 7 Prozent abzusenken. Damit würde der Bund 400 Millionen Steuereinnahmen verlieren.
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Die Grünen argumentieren, das ein reduzierter Mehrwertsteuersatz sozial gerechter und besser für die Umwelt sei. Quelle: dpa
Hauptbahnhof Frankfurt

Die Grünen argumentieren, das ein reduzierter Mehrwertsteuersatz sozial gerechter und besser für die Umwelt sei.

(Foto: dpa)

Die Grünen haben erneut eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Fernverkehrs-Zugtickets der Bahn gefordert - dies würde im Jahr 400 Millionen Euro kosten. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

„Wenn es die Bundesregierung mit ihrem Ziel, 2030 doppelt so viele Fahrgäste mit der Bahn zu befördern wie heute, ernst meint, dann muss sie ein klares Preissignal setzen und die Mehrwertsteuer für Zugtickets im Fernverkehr auf 7 Prozent absenken“, sagte der Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn der Deutschen Presse-Agentur.

Das Finanzministerium antwortete auf die Anfrage, wie hoch die Mindereinnahmen bei der Mehrwertsteuer ausfallen würden, wenn Zugtickets der Deutschen Bahn für den Fernverkehr mit 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer besteuert würden.

In der Antwort heißt es demnach: Wären 2018 die Fahrpreisermäßigungen bei einer Verringerung des Umsatzsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent in vollem Umfang an die Fahrgäste weitergereicht worden, bezifferten sich die Steuermindereinnahmen rein rechnerisch auf 400 Millionen Euro.

Ein reduzierter Mehrwertsteuersatz sei sozial gerecht, denn er senke die Ticketpreise und ermögliche laut Kühn mehr Menschen, mit der Bahn zu fahren. „Außerdem sorgt ein angepasster Mehrwertsteuersatz für fairen Wettbewerb der Verkehrsträger, denn er reduziert die Preisschere zwischen innerdeutschen Zug- und Flugreisen.

Die Bundesregierung muss den Verkehr auf die Schiene verlagern, sonst werden die Klimaschutzziele auch für 2030 nicht einzuhalten sein.“

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