Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Festnahme eines Syrers „Schweren Terroranschlag in Deutschland verhindert“

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist die Festnahme eines Syrers, der Bauteile für einen Sprengsatz beschafft hatte, gerade rechtzeitig erfolgt. Sein Ziel soll gewesen sein, möglichst viele Menschen zu töten.
31.10.2017 Update: 31.10.2017 - 13:51 Uhr 22 Kommentare
In Schwerin wurde am Dienstag ein Syrer festgenommen. Quelle: dpa
Bundespolizisten

In Schwerin wurde am Dienstag ein Syrer festgenommen.

(Foto: dpa)

Karlsruhe Spezialkräfte der Polizei haben in Schwerin einen Syrer wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines islamistisch motivierten Bombenanschlags festgenommen. Der 19-jährige soll laut Bundesanwaltschaft in Karlsruhe seit Juli einen Bombenanschlag mit hochexplosivem Sprengstoff in Deutschland geplant und bereits konkret vorbereitet haben. Sein Ziel sei es gewesen, dabei möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen, teilte die Behörde weiter mit. Sowohl in Schwerin wie auch in Hamburg gab es im Zusammenhang mit der Festnahme am Dienstag auch Durchsuchungen. Weitere Angaben zur Identität des Festgenommenen gab es zunächst nicht.

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist der Zugriff zum richtigen Zeitpunkt erfolgt: spät genug um Beweise zu sichern und gleichzeitig früh genug um die Gefahr zuverlässig zu bannen. „Die deutschen Sicherheitsbehörden haben unter Federführung der Bundessicherheitsbehörden Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt erneut einen schweren Terroranschlag in Deutschland verhindert“, sagte de Maizière.
Die Gefährdungslage in Deutschland sei unverändert hoch. Deutschland, Europa, der Westen stünden „im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus“. Angesichts dessen würden die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern, national und international eng und gut zusammenarbeiten wenn nötig entschlossen und konsequent handeln.

Spezialkräfte der Bundespolizei, des Bundeskriminalamtes und der Schweriner Landespolizei hatten den Verdächtigen gegen 6.00 Uhr morgens in einer Plattenbausiedlung in Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf festgenommen. Dort seien insgesamt drei nahe beieinander gelegen Wohnung durchsucht worden. In den Wohnungen hielten sich nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Personen auf. Weitere Menschen seien aber nicht festgenommen worden. Es bestehe keine akute Bedrohung für die Bevölkerung, betonte der Sprecher.

Im Juli habe der Syrer mit der Beschaffung von Bauteilen und Chemikalien begonnen, die für die Herstellung eines Sprengsatzes benötigt werden. Ob er bereits ein konkretes Ziel für seinen Sprengstoffanschlag ins Auge gefasst hatte, war nach Angaben der Bundesanwaltschaft zunächst unklar. Hinweise auf eine Einbindung des Beschuldigten in eine terroristische Vereinigung hatte die Bundesanwaltschaft zunächst nicht.

Deutschland und andere europäische Länder wurden schon wiederholt Ziel islamistischer Anschläge. Den schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland gab es am 19. Dezember 2016 in Berlin. Der Tunesier Anis Amri raste mit einem Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt und tötete insgesamt zwölf Menschen. Sprengstoff kam zum Einsatz, als sich im Juli 2016 im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger syrischer Flüchtling auf einem Platz vor einem Musikfestival in die Luft sprengte.

Der Attentäter starb, 15 Menschen wurden verletzt. Immer wieder gelingt es den Behörden aber auch, Verdächtige festzunehmen. So zuletzt am Mittwoch vergangener Woche in Berlin, wo ein 40-Jähriger, den die Ermittlungsbehörden der Islamistenszene zurechnen, festgenommen wurde.

  • dpa
Startseite
Mehr zu: Festnahme eines Syrers - „Schweren Terroranschlag in Deutschland verhindert“
22 Kommentare zu "Festnahme eines Syrers: „Schweren Terroranschlag in Deutschland verhindert“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • De Maizieres Einlassungen scheinen den Zweck zu verfolgen, eigene Erfolge zu loben und unangenehme Wahrheiten unter den Teppich zu kehren, anstatt eine ausgewogene Analyse zu präsentieren.
    Im Rahmen einer realistischen, von vielen Menschen sehnsüchtig erwarteten Lagebeurteilung ist die Leistung der Sicherbehörden im Zusammenhang mit der Festnahme des jungen Syrers natürlich hoch anzuerkennen. Aber damit einhergehen sollten zwei weitere Feststellungen. Erstens, der mutmaßliche Versuch eines staatsgefährdenden Anschlages zeigt, wie groß die Gefahr islamistisch motivierten Terrors in Deutschland weiterhin ist. Und, zweitens, schlimmer noch: Der Kontrollverlust im Zuge der Grenzöffnung für Flüchtlinge wird langfristig katastrophale Folgen für unsere Sicherheit haben. Ob wir das einst gewohnte Maß an Sicherheit jemals wieder zurückbekommen werden, erscheint zweifelhaft.
    Deshalb würde es de Maiziere gut zu Gesicht stehen, etwas weniger Eigenlob und Selbstbeweihräucherung zu zeigen und dafür etwas mehr Selbstkritik und Demut. Und eines noch: Anstatt über muslimische Feiertage nachzudenken, sollte unser Innenminister seine ganze Kraft darauf verwenden, die künftige Zuwanderung wirkungsvoll zu begrenzen!

  • Hallo Herr Heck,

    Soziales hui?? Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.

    Wenn, dann nur für Neubürger – wie z. B. in Berlin, wo das Amt als einen Rekordbetrag für ein 8 m² großes Zimmer schlappe 3.500 €/Monat gezahlt hat. Macht aber Berlin nichts – die Kosten erstattet ja der Bund. SIEHE „Das Millionengeschäft mit den
    Flüchtlingen“ in der https://www.morgenpost.de/berlin

    Wirklich sozial bedürftige „schon länger hier Lebende“ werden dagegen von den Behörden z. T. regelrecht schikaniert.

    Und zur Zukunft Deutschlands bringe ich es mal so auf den Punkt:

    Soziale Verteilungskämpfe werden ein Bestandteil der Zukunft Deutschlands sein. Die Weichen sind bereits durch zu erwartenden wirtschaftlichen Niedergang dank kluger Wirtschafts- und Bildungspolitik seit längerem gestellt und der Zug rollt.

  • So geht Zukunft Deutschland!



    Soziales hui, Bildung pfui!

  • Herr Dieter B.

    2015 war das ein armer Flüchtling, der die Vorzüge des "humanitären Imperativs" geniessen wollte, für den sich das Merkel-Regime ebenfalls feiern ließ.

    Irgenwann dannach kann er sich vielleicht aus "Enttäuschung" als Einzelfall irgendwie radikalisiert haben. Das er schon mit solchen Plänen der Einladung von Merkel & Co gefolgt ist, habe ich in den höchst informativen Massenmedien bis jetzt jedenfalls noch nicht gelesen.

    So etwas muss man auch kategorisch ausschließen, denn ansonsten entfiele ja der Grund für so eine "Erfolgsmeldung" und damit für ein "weiter so".

  • Endlich mal eine Erfolgsmeldung, die die Regierung im "Kampf gegen den Terror" vermelden kann! Sie hat gar einen "schweren" Terroranschlag verhindert. Ein Präventivschlag. Das war auch bitter nötig. Aber: Man kann auch gerne mal (im Artikel) erwähnen, dass der "Täter" 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam. Zum einen ist es doch grotesk: Es kommt jemand zu uns, der auf der Flucht ist und bittet um Aufnahme und bereitet dann einen Terroranschlag gegen uns vor! Eigentlich ein Paradox, könnte man denken. Zum anderen stellt sich wieder mal die Frage (oder ich stelle mir die Frage, andere offensichtlich nicht!): Wer hat "diese Leute" eigentlich in´s Land gelassen? War das nicht die Regierung, welcher Frau Merkel vorstand, die damals, eben 2015 die Grenzen geöffnet hat? Eben die Frau Merkel, welche jetzt wieder mit der Regierungsbildung beauftragt wurde? Und war nicht Herr De Maiziere, eben der, der jetzt die Vereitelung eines (vermeintlichen) Terroranschlags als grossen Erfolg für sich verbucht, auch seinerzeit Innenminister und trägt damit mit Verantwortung, dass "diese Leute" in´s Land gekommen sind? - "Sie sind unter uns." Die Fragen, die sich (mir) stellen, sind: Wer trägt die Verantwortung / wer hat Schuld? Gedenkt man eigentlich irgendwann mal, Schlüsse daraus zu ziehen, ganz konkret: in Bezug auf das Asylrecht? Denn: Sicherheit geht vor, und damit meine ich die Sicherheit der Bürger dieses unseres Landes!

  • Papperlapapp!
    Wir brauchen einfach nur MEHR Staat (wie die Amis nach 9/11: Patriot Act usw.)!
    MEHR Überwachung, MEHR Vorratsdatenspeicherung, MEHR Befugnisse für Geheimdienste und Polizei, MEHR Gesetze und MEHR Behörden!
    Und selbstveerständlich WENIGER Freiheitsrechte für die Bürger und WENIGER Waffen - am besten die totale Entwaffnung der Bürger!
    Oh, einen Moment: dann dürfte es ja etwa in London überhaupt keinen Terror und überhaupt keine Kriminalität mehr geben! Da haben wir ja fast die totale Überwachung (pro Quadratmeter vermutlich ca. 10 Videokameras) und "Big-Brother"-Geheimdienste - und das UK hat eines der schärfsten Waffen(verbots)gesetze. Und was haben wir dort??
    "The latest statistics, published earlier this week, revealed that crime across the UK was up by 13 per cent, with a surge in violence in the capital blamed for much of the increase."
    http://www.telegraph.co.uk/news/2017/10/20/london-now-dangerous-new-york-crime-stats-suggest/

  • Es geht um Macht, nicht um Religion.

    Eben deshalb verweigert man sich in der Politik hartnäckig einer (dringend notwendigen) offenen Diskussion darüber, was genau eigentlich unter „Religion“ zu verstehen ist.

    Weil es dann ans „Eingemachte“ ginge.

  • Bei den nächsten Wahlen kommen dann die Überraschungen.

    Offenbach eine mittelhessische Kleinstadt mit einem Migrationsanteil von 68% aus 152 verschiedenen Nationen spricht Bände.

    Nicht nur das dort die schlechtesten Autofahrer Deutwchlands fahren sondern auch dass die Stadt die ärmste ist u.v.m.

    Die Berliner brauchen sich aber nun nicht zu brüsten.

  • Passt lieber -siehe unter POLITIKVERSAGEN- auf Eure Frauen auf.

    No GirliFriends hat seine Folgen und Opfer. Allerdings will man es nicht unbedingt breittreten.

    In der Silvesternacht ging es halt nicht dies totzuschweigen. Mit den täglichen Einzelfällen scheint die Gesellschaft sich zu arrangieren.

    Warum auch immer.

    Jetzt wäre die Emma gefragt.

  • Also viele Menschen wissen es ja und haben entsprechend gewählt, aber anstatt Merkel das als Hinweis nimmt, dass die Bevölkerung eine strengere Politik in dieser Richtung wünscht, beginnt sie Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Irgendwie läuft in Deutschland Vieles gerade sehr verkehrt, und die CDU Berufspolitiker Kofferträger stehen daneben und sehen zu; Hauptsache die eigene Parteikarriere nicht gefährden.

Alle Kommentare lesen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%