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Finanzaufsicht Bafin stockt Personal massiv auf

Die Finanzaufsicht Bafin rüstet auf: Die Beschäftigtenzahl soll um 12 Prozent wachsen. Damit wächst sie so schnell wie kein anderer Bereich des öffentlichen Dienstes.
27.06.2011 - 19:26 Uhr 1 Kommentar
Kein Bereich des öffentlichen Dienstes wächst so schnell wie die Bafin. Quelle: dpa

Kein Bereich des öffentlichen Dienstes wächst so schnell wie die Bafin.

(Foto: dpa)

Berlin In diesem Jahr wird die die Zahl der Bafin-Mitarbeiter um zwölf Prozent auf etwa 2200 steigen, sagte der Exekutivdirektor Michael Sell im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Etat, der zu zwei Dritteln aus Personalausgaben besteht, wird auf 160 Millionen Euro anwachsen.

Banken, Versicherer und Wertpapierdienstleister in Deutschland müssen also künftig tiefer für die Finanzaufsicht in die Tasche greifen. Denn die Bafin finanziert sich durch eine Umlage der Institute, die sie beaufsichtigt. Im laufenden Jahr werden dafür wohl 142 Millionen Euro fällig, hinzu kommen 18 Millionen Euro für Gebühren. Vor wenigen Tagen gab der Verwaltungsrat der Bafin grünes Licht für 170 Stellen. Von den 244 neuen Arbeitsplätzen, die grundsätzlich Ende 2010 genehmigt wurden, konnten zunächst nur 76 besetzt werden. Für die weiteren Stellen gab es eine Sperre, da entsprechende Gesetze noch nicht verabschiedet waren, erläutert  Sell. Diese Sperre sei jetzt weggefallen.

In keinem anderen Bereich verzeichnet der öffentliche Dienst so starke Zuwächse. Das sind im Kern die Folgen der Finanzmarktkrise. Der Gesetzgeber hat die Regulierung der Finanzbranche verschärft, Aufgabe der Bafin ist es, die Einhaltung der neuen Gesetze zu kontrollieren. Das erfordert mehr Personal. Beispielsweise müssen sich alle 300.000 Bankberater in einem bei der Bafin geführten Register eintragen lassen. Mit dieser Maßnahme will die Behörde schwarzen Schafen unter den Beratern schneller auf die Schliche kommen. Auch Beschwerden von Kunden werden hier registriert.

Größter Financier der Bafin sind die etwa 2000 Banken in Deutschland, die zu mehr als 50 Prozent zum Etat der Aufseher beitragen. Ein knappes Drittel entfällt auf die Versicherer, knapp 18 Prozent auf die Wertpapierdienstleister. Bemessungsgrundlage für die Bankenumlage ist die Bilanzsumme, bei den Versicherern orientiert sich die Bafin an den Bruttobeitragseinnahmen, bei den Dienstleistern sind es die gemeldeten Wertpapiergeschäfte.

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    1 Kommentar zu "Finanzaufsicht: Bafin stockt Personal massiv auf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ist das nicht wunderbar?

      Die BaFin stellt mal eben 10% neue Mitarbeiter ein. Zahlen müssen die kontrollieren Branchen.

      Noch einfacher kann der Griff des Staates ins Portemonnaie der Privaten wohl kaum funktionieren. :-)

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