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Finanzkrise in Griechenland Schuldenerlass gegen Euro-Austritt?

Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch schlägt vor, den krisengeschüttelten Griechen einen pikanten Deal anzubieten: Man könnte dem Land einen Teil seiner Schulden erlassen – wenn es im Gegenzug aus dem Euro austritt.
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Raus aus dem Euro – raus aus den Schulden? Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch hat einen Vorschlag im Sinn, um die griechische Schuldenkrise neu anzupacken. Quelle: dpa

Raus aus dem Euro – raus aus den Schulden? Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch hat einen Vorschlag im Sinn, um die griechische Schuldenkrise neu anzupacken.

(Foto: dpa)

BerlinAngesichts neuer politischer Unsicherheit in Griechenland fordert der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch Konsequenzen für das Euro-Land. „Die Ereignisse zeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Es wurde schon zu viel Geld verbrannt, es muss jetzt endlich Schluss damit sein“, sagte das Mitglied im Bundestagswirtschaftsausschuss dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Je später die Rechnung komme, desto teurer werde sie.

Willsch hält es deshalb es für einen großen Fehler, Griechenland um jeden Preis in der Euro-Zone zu halten. „Nur wenn Griechenland aus dem Euro austritt, aber natürlich EU-Mitglied bleibt, bekommt das Land wieder Luft zum Atmen“, sagte der CDU-Politiker.

Es wäre daher besser, Griechenland im Rahmen einer Schuldenkonferenz einen Teil seiner Schulden zu erlassen, wenn das Land im Gegenzug aus dem Euro austrete. „Nur so gibt es eine neue positive Perspektive - für Griechenland, für die Eurozone und für Europa.“

Willsch erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Griechenland in den vergangenen Jahren fast 240 Milliarden Euro an internationalen Hilfsgeldern bekommen habe. „Das ist eine in der Geschichte noch nie dagewesene Solidarität.“ Die letzten viereinhalb Jahre seien aber dennoch verschenkte Zeit gewesen. Der Schuldenstand sei so hoch wie nie.

Griechenland werde es aber erst wieder besser gehen, „wenn das griechische Volk wie ein Mann hinter den Konsolidierungsmaßnahmen steht“, sagte Willsch weiter. Das tue es leider nicht. „Vielmehr werden die Schuldigen überall gesucht, nur nicht dort wo sie wirklich sind: in Griechenland selbst.“

Anstatt die Probleme des Landes endlich anzupacken, verstricke sich das Land überdies in „innenpolitische Grabenkämpfe“, fügte der CDU-Politiker hinzu. Dabei gelte: „Egal wer die Parlamentswahl gewinnt: Verträge sind Verträge und müssen eingehalten werden.“

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18 Kommentare zu "Finanzkrise in Griechenland: Schuldenerlass gegen Euro-Austritt?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Also, das werden die nie machen. Da denken die stolzen Griechen nicht einmal im Traum daran.
    By the way,was erlauben die sich einfach, uns unser Erfolgsmodel zu diskreditieren. Auch die Linke will den Euro nicht verlassen!!! Über die Nato können wir ja reden, aber das treibt den Preis in die Höhe. Die griechische Linke versteht sich ganz klar als äh, äh also sie ist klar gegen die islamisierung Griechenlands. Das wirf natürlich Probleme bei den Deutschen Meduen auf. Ach was - Probleme mit dem bezahlen, Probleme mit der Islamisierung. Schwamm drüber.
    Willkommen in der Willkomenskultur.

  • Gäbe es Politikerhaftung, gäbe es keine Politiker. Wer haftet schon gerne für etwas, was durch Äußerlichkeiten und unbekannte Faktoren dann zu Negativereignissen führen, man aber dafür den Kopf und sein Vermögen hinhalten muss. Nene, so läuft das nicht...

  • GR noch ein Schuldenschnitt, und Austreten? was sagt da der Schäuble dazu, der seit 7 Jahren GR am retten ist, obwohl er das laufend nie sah, weil die auf einem guten Weg sind? wer muß oder will noch Austreten? sind wir schon bei 50% haftung, oder mehr, oder wie oder was?

  • Schäuble: „Verträge sind Verträge und müssen eingehalten werden.“

    Sollen es die Griechen wie Schäuble und Merkel halten, fast alle Verträge und Zusagen am Ende einfach brechen (nur um den nationenaufwiegelnden Kunsteuro zu erhalten). Griechen sollten Deutsch lernen und zwar diesen Satz: Das war ALTERNATIVLOS! ...kicher....

    Wenn Griechenland gehen darf und dies mit Schuldenschnitt, dann kommen noch mehr Staaten angekrochen. Frankreich und Italien sind die schnellsten Schnecken, die dann gleiches einfordern werden. Wer bezahlt es am Ende? Der Deutsche Schlafmichel bzw. auch Schlafschaf genannt.

    Mich wundert, wie bequem der Deutsche Michel ist. Erst wenn man sein Haus pfändet und sein mühsam Erspartes verdampft, dann tuts genug weh und er meckert. Doch dann ist´s zu spät! Schafe machen eben immer nur Mähhhhh.... dann grasen sie einfach weiter... bis zum Schlachtfest...

  • @ ...Name:

    Nein. ´
    Unabhängig von der Summe handelte es sich um Kosten einer Erpressung, von der man sich so befreite.

    Die Höhe ist lachhaft niedrig in Anbetracht der beriets angelaufenen Schäden und Garantien.
    Dazu tritt sie nur einmalig auf - bliebe Griechenland im Euro, käme das alle paar Jahre auf allein die Deutschen zu.

    Also, Mr. Willsch, nur Mut, ran an die Buletten.

  • Willsch ist der einzig noch halbwegs ernst zu nehmende Mann in der CDU.

    Alle anderen halten sich am Hosenzipfel von Merkel fest - und hoffen daß es gut gehen wird, ohne zu wissen was.

  • @ Tobias Wahrsager:

    Ja, die bösen Reichen...
    Abgesehen davon, daß Steuern Diebstahl des Staates unter Androhung von Gewalt sind, müssen die, die alles Erwirtschaften etwa 200% Steuern zahlen, um allen anderen, die vom Staat versorgt werden, finanzieren zu können.
    Wenn 2/3 vom Staat leben und 1/3 für einen ausgeglichenen Haushalt alles erwirtschaften soll, funktioniert das nicht.

    Außer natürlich im egalitären Sozialismus, wo man mit Mehrheitsentscheid alle umbringen kann, die noch etwas besitzen.

  • Schuld sind nicht die Griechen sondern unsere Politiker, die das Land in den Euro gedrängt haben und mit Milliarden deutschen Steuergeldern finanzieren. Wenn man Griechenland Schulden erläßt, müssen diese Schulden von den beteilgten Parteien übernommen werden. Die CDU gehört dazu. Viele politische Fehler würden nicht gemacht, wenn die Politker persönlich haften müßten.

  • Der Grundgedanke ist ja nicht falsch. Aber ich möchte einen Gegenvorschlag in den Ring werfen.

    Griechenland muss alle Politiker und EZB-Verantwortliche aufnehmen und erhält im Gegenzug deren Pensionsansprüche auf die Kredite als Rückzahlung angerechnet. Anschließend erhalten dann die Politiker ihre Diäten und Pensionen von den Griechen.

    An dem Vorschlag kann ja nichts verwerfliches sein, wir wären sie glecihzeitig los und könnten dann mit echter Politik starten.

  • Sind Sie sicher, dass es nur 280 Millionen! Euro jährlich Schaden sind? Für EU-Verhältnisse wäre
    das sehr wenig. Ich gehe mal eher von vielen Milliarden! Euro Schaden aus.

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