Finanzminister Scholz plädiert erneut für einen Mindestlohn von 12 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit bei 8,84 Euro. Dem Bundesfinanzminister ist das zu wenig.
Update: 30.10.2018 - 20:14 Uhr 1 Kommentar
Der Mindestlohn sollte nach Ansicht des Bundesfinanzministers zwölf Euro betragen. Quelle: Reuters
Olaf Scholz

Der Mindestlohn sollte nach Ansicht des Bundesfinanzministers zwölf Euro betragen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfBei den Lohnzahlungen sollten deutsche Unternehmer nach Ansicht von Olaf Scholz nicht sparen. Der Bundesfinanzminister hält einen Mindestlohn in Höhe von zwölf Euro für angemessen. Das hat er in einem Gastbeitrag für die „Bild“-Zeitung geschrieben.

Derzeit beträgt der gesetzliche Mindestlohn 8,84 Euro. Die Mindestlohnkommission empfiehlt, ihn im kommenden Jahr auf 9,19 Euro und ab 2020 auf 9,35 Euro anzuheben.

Einen Mindestlohn in Höhe von zwölf Euro forderte Scholz bereits, als er noch Erster Bürgermeister in Hamburg war. Im November vergangenen Jahres forderte er seine Partei bereits auf, sich für eine deutliche Anhebung des Mindestlohns einzusetzen. „Wir sollten den Mindestlohn in einem überschaubaren Zeitraum auf zwölf Euro pro Stunde anheben“, sagte der SPD-Vize.

Während SPD-Chefin Andrea Nahles bislang nichts von einer Anhebung des Mindestlohns hielt, sprach sich Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann erst in der vergangenen Woche dafür aus. Der SPD-Fraktionschef hofft, so in der Krise der Sozialdemokraten das linke Profil der Partei zu schärfen. Zudem forderte er gleiche Löhne in Ost- und Westdeutschland.

Die Linke setzt sich bereits seit Längerem für einen Mindestlohn von zwölf Euro ein. Und auch der Sozialflügel der CDU plädiert für einen höheren Lohn. „Der Mindestlohn muss bis 2021 so angehoben werden, dass er nach 45 Jahren Arbeit für eine Rente oberhalb der Grundsicherung reicht. Das bedeutet zwölf Euro pro Stunde“, sagte der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, erst kürzlich dem Handelsblatt.

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1 Kommentar zu "Finanzminister: Scholz plädiert erneut für einen Mindestlohn von 12 Euro"

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  • Wenn die SPD/Finanzminister Scholz einen Mindestlohn von 12 Euro fordert frage ich, warum nicht 15 Euro oder gar 20 Euro, das wäre für die Betroffenen scheinbar noch besser.
    Aber nur kurzfristig, denn dann kommt der Jobabbau. Jeder Arbeitsplatz muß langfristig seine gesammten Kosten plus Risikozuschlag erwirtschaften. Kann er das nicht geht der Arbeitsplatz nicht verloren, nein er geht wo anders hin wo er wirtschaftlich ist.
    Die linkssozialistischen Träume, von der auch größtenteils die EU befallen ist, führt zu immer größerer Arbeitslosigkeit was uns andere EU-Länder überdeutlich zeigen. Bisher hatten wit einen Mindestlohn der in seiner Höhe in einer wachsenden Wirtschaft im Saldo nicht zu Arbeitsplatzabbau geführt hat.
    In einer schrumpfenden Wirtschaft wird sich aber zeigen in welchem Ausmaß der Mindetlohn Jobs kosten wird. Je Höher der Mindestlohn, je größer wird dann der Jobabbau in gering qualifizierten Bereichen sein. Nicht der Sozialismus der SPD ist entscheidend, sondern der Markt. Der Markt sind aber wir, die Kunden weltweit, die die Produkte nachfragen oder auch nicht. Man sollte auch nicht Bedürfnisse (Wunsch) mit Bedarf (Bedarf ist mit Kaufkraft untermauert) verwechselen.
    Jeder kauft das Produkt das er am günstigsten erhält (Preis/Leistungsverhältnis) und zahlt nicht wegen eines Mindestlohns mehr Geld.
    Die SPD versucht nun nach den Wahlschlappen den Abwärtstrend über dubiose unrealistische Forderungen zu stoppen.
    Aber der Sozialismus hat noch jeden Staat an die Wand gefahren, Sozialismus heist eigentlich Mangel für alle, den die Sozialisten mit Überwachung verwalten und reaktionären Kräften die Schuld geben.

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