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Finanzministerium Experten rechnen offenbar mit Ende des Ehegattensplittings

Ein Gutachten soll belegen, dass das Ehegattensplitting negative Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt hat.
1 Kommentar
Ehegattensplitting: Experten rechnen offenbar mit Ende der Steuerregel Quelle: dpa
Bundesfinanzministerium

Der Wissenschaftliche Beirat hat ein Gutachten zum Thema Ehegattensplitting in Auftrag gegeben.

(Foto: dpa)

BerlinDer Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für die Abschaffung des Ehegatten-Splittings ausgesprochen. Diese Steuerregel sei eine Ursache dafür, dass sich viele Frauen gegen einen Vollzeit-Job entschieden, zitierte die „Bild“-Zeitung aus einem Gutachten des Beirats. Eine umfassende Reform der Besteuerung von Ehepaaren könnte die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöhen.

Durch die Regelung habe der Zweitverdiener, meistens die Frau, wenig Anreiz, das eigene Potenzial zu steigern. „Dies könnte Zielen der Gleichstellung entgegenstehen“, urteilen die Experten laut Vorabbericht der Zeitung. Das Ehegatten-Splitting sei veraltet, denn seit der Einführung hätten sich Stellenwert und Funktion der Ehe und die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erheblich verändert.

Verheiratete Paare können ihr Einkommen auf der Steuererklärung „splitten“. Das Finanzamt rechnet die Einkommen der Eheleute zusammen und berechnet die Steuer so, als würden beide exakt dasselbe verdienen. Daraus entsteht ein Steuervorteil, der umso größer ist, je größer der Einkommensunterschied zwischen Erst- und Zweitverdiener ist.

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  • rtr
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1 Kommentar zu "Finanzministerium: Experten rechnen offenbar mit Ende des Ehegattensplittings"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und wie bitteschön soll meine Frau "ihr eigenes Potential steigern" und ähnlich viel wie ich verdienen (Vorschläge nehme ich gerne an, liebe "Experten") ? Zum Background: Ich bin Ingenieur, meine Frau ist
    in einem Entwicklungsland aufgewachsen und konnte leider ihre Schule aufgrund der Lebenssituation nicht abschließen und konnte daher nur einen Beruf erlernen, für den die mittlere Reife nicht nötig ist. Bin ja mal gespannt auf ihre Vorschläge, wie sie "ihr eigenes Potential steigern" und ähnlich viel wie ich verdienen soll.
    Falls sie keine vernünftigen Vorschläge haben, ist das einfach nur Steuer-Abzocke! (Bin ich froh, dass ich die SPD nicht gewählt habe... erst die Sache mit der "Bürgerversicherung" und nun das...)

    Ehegattensplitting beibehalten!