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Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt Hilfsjobs statt Ausbildung

Flüchtlinge sehen den Vorteil einer Lehre nicht. Sie möchten schnell Geld verdienen, um ihre Familien zu unterstützen und um ihre Schulden bei Schlepperbanden abzuzahlen. Experten fordern eine bessere Beratung.
Flüchtlinge müssen oft ihre Familien in der Heimat finanziell unterstützen. „Wir stellen fest, dass viele Flüchtlinge möglichst schnell Geld verdienen wollen“, sagt Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: dpa
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Flüchtlinge müssen oft ihre Familien in der Heimat finanziell unterstützen. „Wir stellen fest, dass viele Flüchtlinge möglichst schnell Geld verdienen wollen“, sagt Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit.

(Foto: dpa)

Berlin Viele Flüchtlinge nehmen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) lieber einen Hilfsjob an, als eine Ausbildung zu beginnen. „Wir stellen fest, dass viele Flüchtlinge möglichst schnell Geld verdienen wollen“, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker der „Süddeutschen Zeitung“.

„Sie wollen und müssen damit häufig ihre Angehörigen in der Heimat finanziell unterstützen, manchmal auch noch horrende Schulden an Schlepperbanden zurückzahlen.“

Den Flüchtlingen sei der hohe Stellenwert von beruflicher Ausbildung in Deutschland oft „nicht bewusst“, sagte Becker. Dies werde „noch nicht richtig eingeschätzt“. Er setzt auf eine intensive Beratung, um Flüchtlinge von einer Lehre zu überzeugen. Helfen solle dabei die berufsbegleitende Qualifizierung.

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung verdienen Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung über ihr Erwerbsleben hinweg knapp 250.000 Euro mehr als Ungelernte, wie die Zeitung weiter berichtete.

Das Problem ist auch bei den Handwerks- sowie den Industrie- und Handelskammern bekannt. „Gut ausgebildete Fachkräfte werden selten arbeitslos und haben deutlich bessere Verdienstaussichten“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der Zeitung.

Deshalb sei es wichtig, Flüchtlinge ohne Berufs- und Studienabschluss frühzeitig über die Chancen einer beruflichen Ausbildung zu informieren.

  • afp
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