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Flüchtlinge Bundesländer schieben mehr Asylbewerber ab

Seit Januar hat Deutschland bereits mehr als 18.000 Asylbewerber in ihre Heimat zurückgeschickt. Das ist fast eine Verdopplung zum Vorjahr. In Bayern und Hessen haben sich die Zahlen sogar verdreifacht.
21.12.2015 - 09:35 Uhr
Polizisten bringen in Leipzig einen abgelehnten Asylbewerber zum Flughafen. Wegen der hohen Flüchtlingszahlen schieben  Bundesländer vermehrt ab. Quelle: dpa
Abschiebung eines Asylbewerbers

Polizisten bringen in Leipzig einen abgelehnten Asylbewerber zum Flughafen. Wegen der hohen Flüchtlingszahlen schieben Bundesländer vermehrt ab.

(Foto: dpa)

Berlin Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist deutlich gestiegen. Bis Ende November wurden bundesweit 18.363 Fälle gezählt. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums hervor. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 10.884 Abschiebungen gewesen. Hintergrund ist der große Flüchtlingszuzug. In diesem Jahr wurden bereits mehr als eine Million Schutzsuchende in Deutschland registriert - mehr als je zuvor in einem Jahr.

Bayern schickte demnach von Anfang Januar bis Ende November mehr als drei Mal so viele abgelehnte Asylbewerber (3643) zurück in die Heimat wie im gesamten Vorjahr (1007). Auch in Hessen verdreifachte sich die Zahl nahezu - auf 2306, nach 829 im vergangenen Jahr. In Baden-Württemberg verdoppelten sich die Abschiebezahlen im gleichen Zeitraum knapp: von 1080 auf 2140.

In anderen Bundesländern stiegen die Zahlen weniger stark an, einige verbuchten kaum eine Erhöhung. Thüringen ist das einzige Bundesland, in dem die Zahl nach unten ging: Dort wurden im laufenden Jahr 152 Abschiebungen gezählt, im vergangenen Jahr waren es 234 gewesen.

Einige Länder hatten ihre Bemühungen, abgelehnte Asylsuchende heimzuschicken, in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt. Bis Ende April hatte die Zahl der Abschiebungen bundesweit noch bei 4508 gelegen, Ende Juni waren es dann bereits 8178 und Ende August 11.522. Nun folgte erneut ein kräftiger Anstieg.

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