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Flüchtlinge in Deutschland Asylverfahren sollen maximal 48 Stunden dauern

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Asylanträgen liegt derzeit bei rund fünf Monaten. Diese Zeit soll nun drastisch verkürzt werden. Dazu sollen die Anträge nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt werden.
18.12.2015 - 14:09 Uhr
Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag. Quelle: dpa
Asylverfahren

Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag.

(Foto: dpa)

Heidelberg Über Asylanträge soll künftig im Idealfall innerhalb weniger Tage entschieden werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellte dazu am Freitag in Heidelberg ein Pilotprojekt vor. Damit soll die Verfahrensdauer von derzeit noch mehreren Monaten drastisch verkürzt werden. Ziel sei es, über einfache Fälle innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Antragstellung zu entscheiden, sagte BAMF-Leiter Frank-Jürgen Weise.

Bei dem Modellverfahren werden die Asylanträge nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt. Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag. Komplexere Fälle werden gesondert geprüft, der Zeitaufwand ist hier höher.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

(Foto: Reuters)
Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

(Foto: Reuters)
CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

(Foto: dpa)
Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

(Foto: AFP)
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

(Foto: dpa)
Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

(Foto: dpa)
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

(Foto: dpa)

Im November waren bundesweit knapp 356.000 Asylverfahren noch nicht entschieden. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer liegt derzeit bei rund fünf Monaten.

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