Flüchtlinge in Deutschland Wie kann ich eigentlich helfen?

Rund 800.000 Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Deutschland. Mehr als je zuvor. Ihre Not vor Augen wollen viele Deutsche helfen. Und fragen sich: Wie und wo kann ich das am besten tun? Einige Antworten.
40 Kommentare

Wie Projekte in Berlin Neuankömmlingen unterstützen

DüsseldorfDer Flüchtlingsstrom nach Deutschland reißt seit Monaten nicht ab. Aktuell werden bis Ende des Jahres rund 800,000 Menschen erwartet, die hierzulande Asyl beantragen. So groß wie die Flüchtlingszahl ist aber auch die Hilfsbereitschaft vieler Menschen.

Überall im Bundesgebiet schließen sich Bürger zu Initiativen zusammen, um die Neuankömmlinge zu unterstützen – so unbürokratisch wie möglich. Pensionierte Lehrer unterrichten Deutsch, frühere Beamte kümmern sich um die Aufnahmeformalitäten. Auch der Bundesfreiwilligendienst soll nach Willen der Politik stärker in die Arbeit mit Asylbewerbern eingebunden werden.

Auch die Hilfe im Kleinen ist von großem Nutzen. Allerdings ist schon die schiere Menge an Projekten, Vereinen und Hilfsmöglichkeiten verwirrend. Und für machen willigen Helfer ein Hindernis. Deshalb hier ein paar Tipps.

Wo finde ich Informationen?

Viele Kommunen bieten auf ihren Internetseiten Informationen rund um das Thema Flüchtlinge. Entsprechende Themenseiten bieten zum Beispiel die Städte München, Hamburg und Düsseldorf. Auch viele Hilfsorganisationen stellen auf ihren Websites Hilfsmöglichkeiten vor.

Eine gute Übersicht lokaler Initiativen bietet das Portal wie-kann-ich-helfen.info. Die verschiedenen Anlaufstellen sind auf einer Deutschlandkarte markiert. Auch auf den Seiten der Länder-Flüchtlingsräte gibt es Informationen.

Bundesweite Informationsportale gibt es nicht. Eine bundesweite Hilfskoordinierung sei auch nicht realisierbar, erklärt Stefan Schütz vom Deutschen Roten Kreuz: „Nur bei den regionalen Anlaufstellen weiß man, welche Hilfe wirklich benötigt wird“.

Welche Initiativen gibt es?

Neben den großen Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz oder Pro Asyl haben sich in den letzten Monaten viele neue Initiativen gegründet, gerade in den sozialen Netzwerken. Für fast jede Stadt findet sich auf Facebook eine Gruppe mit dem Ziel der Flüchtlingshilfe. Ebenfalls erfolgreich: die #WelcomeChallenge. Menschen helfen Flüchtlingen – und teilen Bilder davon auf Facebook und Twitter. Anschließend fordern sie Freunde auf, es ihnen gleich zu tun, frei nach dem Motto: „Tu Gutes und sprich darüber“. Vorbild hierfür ist die erfolgreiche ALS Ice Bucket Challenge aus dem vergangenen Jahr.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Was wird benötigt?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Flüchtlinge in Deutschland - Wie kann ich eigentlich helfen?

40 Kommentare zu "Flüchtlinge in Deutschland: Wie kann ich eigentlich helfen?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie kann ich eigentlich helfen?
    Okkupanten helfen, eher friert die Hölle zu.

  • .... und Ihnen wurde wohl bis heute jegliche Bildung verwehrt!?


  • Helfen kann ich, wenn ich Hilfe zur Selbsthilfe in den Heimatländern der Zuwanderer leiste (z.B. kiva.org, schenke-eine-ziege.de, LiScha Himalaya e.V., usw...

    Schaden verursache ich mit einer Willkommenskultur. Das wird per Handy sofort in die Heimatländer der Zuwanderer weitergemeldet, heizt den Zustrom an und stärkt der rechten Szene den Rücken.

  • Ich hatte mich als Selbständiger wg. Auftragsflaute noch 2014 zweimal bei der Kommune als freier oder auch ehrenamtlicher Mitarbeiter beworben, mit konkreten Vorschlägen. In den beiden Antworten ging man gar nicht auf meine Angebote ein, sondern verwies mich auf undurchschaubare kommunale Satzungen und die verworrene Rechtslage.

    Die Beamtinnen verbarrikadieren sich hinter der Bürokratie, obwohl sie ganz genau wissen, dass der nächste Winter vor der Tür steht und dann die Zigeunerkinder und Frauen wieder bettelnd vor der Tür stehen, auch mitten in der Nacht.

    Die politisch korrekte Bezeichnung der Opfer ist für die Bürokratinnen offenbar wichtiger, als deren Überleben. Man wälzt durch Ignoranz die Verantwortung auf die Bevölkerung ab, wenn Sie z.B. im Winter einen Kältetoten vor der Haustür vorfinden, dann sind Sie dafür verantwortlich.

  • Übrigens wurde ein Kommentar von mir auf www.tagesschau.de mit dem Hinweis auf den Broder Artikel in der "Welt" von der Moderation der Tagesschau direkt blockiert.

    Ich muss sagen, daß mich das nicht wirklich überraschte, wenn ich mir die inzestuöse "Meinungsvielfalt" des ÖR der letzten Monate zum Thema Asyl in Erinnerung rufe. Der negative Höhepunkt war dann die mit meinen Rundfunkbeiträgen bezahlte Zeigefinger-Moralapostelei von Frau Reschke.

  • Was soll denn eine Wohlfühl-Oase sein: Container? Zelte? Pöbelndes braunes, betrunkenes Gesocks vor einem Behelfsheim?

  • Mitleid ist ein ziemlich überhebliches Gefühl. Der "Mitleidende" benötigt das Leid der Anderen, um sich gut & edel zu fühlen, um seine eigenen Unzulänglichkeiten zu übertünchen, seine Minderwertigkeitsgefühle zu vertuschen. Der Mitleidende stellt sich über den Mitleid empfangenden Menschen. Mitleid hat etwa Generöses an sich.
    Mitgefühl ist etwas anderes. Es lässt eine partnerschaftliche, gleichberechtigte Ebene zu, es akzeptiert ein Ende der Zeit des Mitgefühls.

  • Ich gehe täglich 10-12 Stden arbeiten und zahle Steuern, Beiträge, Abgaben und Gebühren, unterstütze meine Kinder, die ebenfalls arbeiten und Steuern, Beiträge, Abgaben und Gebühren bezahlen, größtmöglich bei der Betreuung meiner Enkelkinder und wenn es mir möglich ist, besuche ich 1 x wöchentlich alte Menschen im Pflegeheim, das sollte Hilfe genug sein.

  • Helmut Schmidt stammt auch noch aus dem Dritten Reich. Er hat doch als Kind nix anderes gelernt....

  • Habe den Beitrag gelesen und muß sagen hervorragend und 100% zutreffend.

    Ja, es ist die Mitleidswelle auf die unsere Gutmenschen abfahren, da werden in den Medien Bilder in erster Linie Kindern gezeigt, vom Frauenanteil der „Lieferung“ und nicht zu vergessen auch schwangeren Frauen müssen unbedingt dabei sein, hört sich besser an. Aber das alles ist doch nicht unser Problem, denn es hat sie doch niemand eingeladen oder gar gezwungen sich auf den Weg, Boot/Landweg ins Paradies Europa/Deutschland zu manchen. Wer sich freiwillig in Gefahr begibt muß damit rechnen darin um zu kommen.

    "Wie kann ich eigentlich helfen",..... am besten durch nicht helfen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%