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Flüchtlinge Seehofer will mit EU-Innenministern über Seenotrettung sprechen

Die EU streitet weiter über die Aufnahme von geretteten Flüchtlingen. Der deutsche Innenminister wagt jetzt einen Vorstoß.
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„Ich bin der Überzeugung, dass wir dringend eine europäische Lösung in gemeinsamer Verantwortung, getragen von einer breiten Koalition der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, brauchen“, schrieb der deutsche Innenminister zur Lösung des Flüchtlingsproblems. Quelle: dpa
Horst Seehofer

„Ich bin der Überzeugung, dass wir dringend eine europäische Lösung in gemeinsamer Verantwortung, getragen von einer breiten Koalition der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, brauchen“, schrieb der deutsche Innenminister zur Lösung des Flüchtlingsproblems.

(Foto: dpa)

Berlin Die Bundesregierung will kommende Woche versuchen, eine europäische Regelung für die Verteilung der im Mittelmeer geretteten Migranten zu beschließen. Wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete, bat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die finnische Ratspräsidentschaft, die Seenotrettung beim nächsten informellen Treffen der Innen- und Justizminister am 18. Juli in Helsinki auf die Tagesordnung zu setzen.

In seinem Schreiben an Innenministerin Maria Ohisalo heißt es, es gehe darum, „für einen Übergangszeitraum humanitäre und praktikable Lösungen zu entwickeln“. Seehofer schrieb weiter: „Ich bin der Überzeugung, dass wir dringend eine europäische Lösung in gemeinsamer Verantwortung, getragen von einer breiten Koalition der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, brauchen.“

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, hatte es am Dienstag zuvor im Innenministerium Gespräche mit Vertretern des Bundeskanzleramts, des Justizministeriums, des Auswärtigen Amts und des Entwicklungsministeriums zu der Frage gegeben. Über das Ergebnis wurde zunächst nichts bekannt.

Deutschland und einige andere EU-Staaten hatten zuletzt mehrfach Menschen aufgenommen, die von privaten Hilfsorganisationen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden waren. Andere Staaten sahen sich dagegen nicht in der Verantwortung.

  • dpa
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