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Flüchtlinge, Terror, Euro-Krise Die Deutschen fürchten sich vor dem neuen Jahr

Die „German Angst“ ist zurück – zumindest wenn es nach einer GfK-Umfrage geht. Denn die zeigt: Die Mehrheit der Deutschen blickt mit Angst auf das kommende Jahr. Die Gründe dafür sind vielseitig.
16.12.2015 - 16:47 Uhr
Terroranschläge, Hunderttausende Flüchtlinge, wachsende Gräben in der EU – das scheint bei vielen Deutschen Befürchtungen zu wecken. Quelle: dpa
Comeback der „German Angst“

Terroranschläge, Hunderttausende Flüchtlinge, wachsende Gräben in der EU – das scheint bei vielen Deutschen Befürchtungen zu wecken.

(Foto: dpa)

Hamburg Erstmals seit Jahren blickt die Mehrheit der Deutschen nach Umfragen eher mit Angst als Zuversicht auf das kommende Jahr. In einer repräsentativen Studie stellte das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen einen starken Stimmungsumschwung im Vergleich zu den Vorjahren fest. Während sich 55 Prozent der im November Befragten angsterfüllt zeigten, waren es im Vorjahr nur 31 Prozent. Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt, sprach von einer Rückkehr der „German Angst“.

Reinhardts Kollege Horst Opaschowski bestätigte am Mittwoch: „Die Stimmung kippt. Die „German Angst“ kommt wieder.“ Er beruft sich dabei auf eine repräsentative Befragung des Ipsos-Instituts von Anfang Dezember. Demnach sieht jeder zweite Deutsche dem kommenden Jahr „mit großer Skepsis und gemischten Gefühlen“ entgegen. Der Anteil der Pessimisten stieg von 27 Prozent im vergangenen Jahr auf 50 Prozent.

Der Anteil der Optimisten sank dagegen drastisch. Nur 18 Prozent der 1000 Befragten stimmten dem Satz zu: „Dem kommenden Jahr sehe ich mit großer Zuversicht und Optimismus entgegen.“ Vor einem Jahr hatten sich noch 45 Prozent als Optimisten bekannt. Der Rest der jetzt Befragten konnte sich nicht entscheiden. Als Antwortmöglichkeiten gab es nur die Wahl zwischen „großer Zuversicht“ und „großer Skepsis“.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

(Foto: Reuters)
Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

(Foto: Reuters)
CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

(Foto: dpa)
Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

(Foto: AFP)
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

(Foto: dpa)
Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

(Foto: dpa)
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

(Foto: dpa)

Als mögliche Ursache für das Ergebnis nannten beide Zukunftsforscher vor allem die Flüchtlingskrise und die jüngsten Terroranschläge, wobei in den Erhebungen nicht nach den Gründen für die Sorgen der Bürger gefragt worden war. „Die gegenwärtige humanitäre Krise und die zunehmende Angst vor Terroranschlägen hat die Bevölkerung tief verunsichert und lässt sie an einer positiven Zukunft zweifeln“, erklärte Reinhardt.

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