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Flüchtlinge und Zuwanderung Deutschland überholt sogar die USA

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Enorme Flüchtlingskosten

Zudem kommen auf Deutschland enorme Kosten zu. Die Commerzbank schätzt die direkten zusätzlichen Aufwendungen des Staates etwa für Ernährung, Unterkunft, Heizung oder Kleidung der Flüchtlinge auf rund 7 Milliarden Euro im laufenden und 17 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Hinzu kämen Aufwendungen etwa für zusätzliche Stellen für Lehrer, Erzieher oder Sozialarbeiter.

Eine Kostenprognose des Ifo-Instituts fällt indessen deutlich höher aus. Allein in diesem Jahr summierten sich die Aufwendungen für die Flüchtlingskrise auf 21,1 Milliarden Euro. „Das schließt nun Unterbringung, Ernährung, Kitas, Schulen, Deutschkurse, Ausbildung und Verwaltung ein“, sagte Ifo-Experte Gabriel Felbermayr. Bislang hatten die Forscher die Kosten auf zehn Milliarden Euro für die ersten zwölf Monate geschätzt - allerdings nur für die Unterbringung und Ernährung von 800.000 Menschen.

„Die Schlüssel für die Kosten und die Integration sind die Qualifikation und der Arbeitsmarkt“, ergänzte Felbermayr. Viele Flüchtlinge seien schlecht ausgebildet. Mehr als 40 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Industriebetriebe aus Westdeutschland halten sie demnach nur als Hilfsarbeiter für potenziell gut einsetzbar, in Bau und Handel seien es weniger als 40 Prozent.

Viele Unternehmen würden den erst zu Jahresbeginn eingeführten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde als Einstellungshindernis ansehen. Das Ifo-Institut fordert daher, diesen komplett abzuschaffen - nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle jungen Arbeitnehmer ohne Qualifikation. Flüchtlinge sollten zudem sofort arbeiten dürfen und parallel Deutschkurse belegen.

Trotz der Flüchtlingskrise will die Koalition allerdings neue Schulden im Bundeshaushalt weiter vermeiden. Für kommendes Jahr verständigte sich der Haushaltsausschuss des Bundestags in der Nacht auf Freitag auf einen Budget-Entwurf ohne neue Kredite. „Die schwarze Null 2016 steht trotz Flüchtlingskrise“, sagte der Chefhaushälter der CDU/CSU-Fraktion, Eckhardt Rehberg.

In der entscheidenden „Bereinigungssitzung“ stockte der Haushaltsausschuss nach 16-stündigen Verhandlungen die schon bestehende Rücklage zur Finanzierung der Flüchtlingskosten auf 6,1 Milliarden Euro auf. Aus den Etat-Überschüssen dieses Jahres war zunächst eine Rücklage von fünf Milliarden Euro gebildet worden. Endgültig verabschiedet wird der Haushalt Ende November.

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119 Kommentare zu "Flüchtlinge und Zuwanderung: Deutschland überholt sogar die USA"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn ich das Foto sehe, dann sehe ich die alten Bilder von der Hitlerjugend wieder vor Augen. Von der Propaganda verführt, tut die Jugend Dinge, die die Regierung von ihr erwartet. Haben die Kinder keine Eltern, von denen sie über die tagtäglichen Propaganda-Lügen aufgeklärt werden könnten? Welche Eltern sind so gewissenlos, dass sie ihre Kinder freiwillig ins Verderben laufen lassen? Da muss man doch das Jugendamt einschalten.

  • Super auf den Punkt gebracht. Die Mädels auf dem Bild würden auch die FDJ-Uniform aus der DDR wieder anziehen, wenn die FDJ-Merkel das von ihnen verlangen würde.

  • Die USA - welche manchen einfachen Gemütern als das Paradebeispiel einer multikulturellen Gesellschaft gilt - ist gesellschaftlich tief gespalten, wie der derzeitige Präsidentschaftswahlkampf anschaulich zeigt. Im Unterschied zu Deutschland war die USA jedoch niemals von einer Massenimmigration von Zuwanderern mit vorwiegend muslimischen Hintergrund betroffen. Die sich daraus für Deutschland ergebenden Perspektiven sind daher viel negativer als für die USA. Hinzukommt, daß der Arbeitsmarkt in den USA eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten im sog unteren Dienstleistungsbereich bietet, die hierzulande nicht existieren.

  • Bitte keine Wahrheiten verbreiten. Sowas hat Merkels Presse nicht so gern.

  • "Zu Hunderttausenden fliehen Schutzsuchende nach Deutschland"

    Wie schutzbedürftig sind die denn noch, wenn sie in Deutschland ankommen? Werden sie in den Lagern in der Türkei verfolgt? Werden sie in Serbien, Kroatien, Slowenien oder Österreich verfolgt? Wenn ja, sollten wir mit diesen Ländern mal ein ernstes Wort reden. Die wollen alle nach Deutschland und nicht in diesen Ländern bleiben, weil sie hier die meiste Leistung bekommen.

  • Das Aussehen wäre mir egal, wenn sie ordentliche Politik machen würde.

  • Zitat:
    "Von demokratischen gewählten Politikern (die nicht das machen, was sie gerne hätten), ..."

    Das Problem ist die rechtswidrigkeit des merkelschen Vorgehens, nicht dass sie rechtmässig gewählt ist. Die derzeitige Migrationspolitik verstösst gegen deutsches und europäisches Recht und gegen das Grundgesetz,da die Bürgerrechte ausgehebelt werden.

    http://www.jura.uni-passau.de/putzke/aktuelles/
    http://www.thetruthcommitted.de/verassungsrechtler-rupert-scholz-asylrecht-kennt-obergrenze/
    http://web.de/magazine/politik/hochverrat-400-strafanzeigen-angela-merkel-steckt-31029866

    Von einem Top-Ökonomen hätte ich hier eine objektivere Betrachtungsweise erwartet.

    Will man den deutschen National- und Verfassungsstaat erhalten, führt an der Grenzschliessung und glaubwürdigen Grenzssicherung und insbesondere an der sauberen Differenzierung zwischen Wohlfahrsflüchtlkingen und potentiellen Asylberechtigten kein Weg vorbei. Straffällig werdende gehören SOFORT abgeschoben. In dem derzeitiegn Chaos braucht Deutschalnd auch ein Aussetzen des Asylrechts, mindestens eine Obergrenze. Wer das als Politiker nicht macht, der will eben den deuschen National und Verfasungsstaat NICHT erhalten, weil er/sie einen anderen PLAN hat.

  • @ME
    nicht ihren Vorstellungen entspricht), von Kriegsflüchtlingen, von Schwulen, von Kommunisten, von Vegetariern, von Muslimen, von Juden

    Wirklich interessant ihre Aufzählung.

    "Diese Opfer haben Ihren Status zum Kult erhoben".

    Also doch!!

  • Egal wie man zu den Flüchtlingen steht, Merkel hat völlig ihre Kommunikationsreichweite unterschätzt. Es gibt mittlerweile Milliarden, die sie mit einem Twitter, Facebook-Meldung usw. erreicht. Sie dachte, sie spräche nur zu ihren CDU-Parteigenossen oder Landsleuten. Sie hat aber Milliarden erreicht, denen schlechter geht als einem Sozialhilfeempfänger in Deutschland. Letztlich habe ich das Gefühlt, dass die Aktion "Wir schaffen das" völlig aus dem Ruder läuft. Ich bitte darum, dass Schäuble übernimmt, und die Sachen wieder gerade rückt. Er hatte schon beim Euro das richtige Gespür für die Lage. Merkel hat diesen Instinkt nicht.

  • Zitat: "Haben sie, und ihr geistiges Umfeld die nicht erst zu Tätern und Opfer gemacht?"

    Nein, ganz sicher nicht. Das wäre auch überhaupt nicht nötig bzw. es ist aussichtslos diese selbst ernannten Opfer vom Unsinn ihrer Denke zu überzeugen.

    Diese Opfer haben Ihren Status zum Kult erhoben. Die fühlen sich immer bedroht.
    Von demokratischen gewählten Politikern (die nicht das machen, was sie gerne hätten), von der freien Presse (wenn sie nicht dass schreibt, was sie als richtig empfinden), von Wissenschaftlern (wenn deren Erkenntnisse nicht ihren Vorstellungen entspricht), von Kriegsflüchtlingen, von Schwulen, von Kommunisten, von Vegetariern, von Muslimen, von Juden und, und, und
    .. gefühlte Bedrohung überall und die sind immer das Opfer. Das ist deren Attitüde.

    Und dann werden die zu Tätern.

    Dieser Artikel trifft es auf den Punkt:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/rechtspopulismus-im-netz-opferkult-nach-troll-art-kolumne-a-1061024.html

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