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Flüchtlinge Zahl der staatlich unterstützten Asylbewerber sinkt erneut

Rund 411.000 Asylbewerber haben im vergangenen Jahr Leistungen vom Staat erhalten. Im Vergleich zu Vorjahren ist das ein deutlicher Rückgang.
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Der Höchststand der Leistungsempfänger war im Jahr 2015 mit 975.000 Personen gemeldet worden. Quelle: dpa
Flüchtlinge

Der Höchststand der Leistungsempfänger war im Jahr 2015 mit 975.000 Personen gemeldet worden.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Die Zahl der vom Staat unterstützten Asylbewerber ist in Deutschland im vergangenen Jahr erneut deutlich gesunken. Rund 411.000 Personen bezogen zum Jahresende 2018 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das ist eine Verringerung um zwölf Prozent im Jahresvergleich und der dritte Rückgang in Folge. Der Höchststand der Leistungsempfänger war im Jahr 2015 mit 975.000 Personen gemeldet worden.

Rund die Hälfte der Betroffenen sei aus Asien (53 Prozent/220.000) nach Deutschland gekommen, erklärte die Behörde. Von dieser Gruppe stammten 63.000 Personen aus Afghanistan, 43.000 aus dem Irak und 23.000 aus Syrien. Die Leistungsempfänger aus Afrika machten 23 Prozent (96.000) aus. Aus Europa seien 20 Prozent (83.000) der vom Staat unterstützten Asylbewerber gekommen.

Berechtigt für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzen. Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft erhalten haben oder als Asylberechtigte anerkannt sind, sind dagegen nicht leistungsberechtigt und damit auch nicht in dieser Statistik erfasst.

Indes ringt die EU weiter um die Verteilung von Flüchtlingen. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte am Samstag der „Süddeutschen Zeitung“, dass Deutschland bereit sei, jeden vierten in Italien ankommenden Bootsflüchtling aufzunehmen: „Ich habe immer gesagt, unsere Migrationspolitik ist auch human. Wir werden niemanden ertrinken lassen.“

Die Gespräche liefen noch, wenn aber alles wie besprochen bleibe, „können wir 25 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen übernehmen, die vor Italien auftauchen. Das wird unsere Migrationspolitik nicht überfordern.“ Zugleich werde er darauf dringen, gerettete Migranten noch in Italien einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen, kündigte Seehofer an.

Mehr: Karl Löwenstein und Lars Feld sagen über die Flüchtlingspolitik Deutschlands: „Wir handeln mit einer Minimalmoral“

  • dpa
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2 Kommentare zu "Flüchtlinge: Zahl der staatlich unterstützten Asylbewerber sinkt erneut"

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  • Und wieder mal nur die halbe Wahrheit!

    Aber das passt nicht ins Bild und ins politische System!

    Die Zahlen der "Flüchtlinge" (Oder Darsteller als Flüchtling), die von HartzIV leben ist nicht ganz zu vernachlässigen!
    Würde man, korrekterweise, beide Zahlen zusammennehmen, hätten wir keinen Rückgang, sondern einen Anstieg!

    Aber in Bezug auf Weltrettung würde das nicht das gewünscht Bild abgeben. Deshalb wird halt nur ein Detail herausgepickt, bei dem man die Meldung verbreiten kann, die gewünscht ist, um die Gemüter zu beruhigen.

    Auch gestern Abend in der Tagesschau, als von den "Flüchtlingen" in Italien berichtet wurde, die nun anlanden durften und teilweise auch nach Deutschland kommen.
    Im Bericht hieß es "Frauen und Kinder". Im dazugehörigen Video ausschließlich junge, kräftige Männer im besten Alter. Aber keine einzige Frau, oder ein Kind ... Es sei denn, die Männer haben alle "aus Versehen" den Pass verloren und sind allesamt 17!

  • Gerne retten wir Menschen vor dem Ertrinken.
    Danach sollten wir sie wieder nach Afrika bringen und die Flüchtlingsläger finanziell unterstützen, damit dort auch Grundstandards eingehalten werden.

    Die nicht abgeschobenen und nicht asylberechtigten Menschen bekommen bei uns doch auch Geld. Die Aussage in der Überschrift ist effektheischend und erweckt einen falschen Eindruck. Warum?

    Ihnen einen schönen Tag wünscht Peter Michael