Flüchtlingskrise Wiens Obergrenze – Merkels Schicksal

Österreich beschließt eine Obergrenze – die Kanzlerin aber steuert offiziell nicht um. Noch nicht. Hinter den Kulissen dürften ihre Beamten längst an einem gesichtswahrenden Konzept arbeiten. Alles andere wäre realitätsfern. Eine Analyse.
Die Entscheidung aus Wien schmerzt in mehrfacher Hinsicht. Quelle: dpa
Merkel trifft den österreichischen Bundeskanzler

Die Entscheidung aus Wien schmerzt in mehrfacher Hinsicht.

(Foto: dpa)

Es kommt knüppeldick für die Kanzlerin in Europa. Zuerst rühren die Osteuropäer keine Hand für Angela Merkel, um sie in ihrer Flüchtlingspolitik zu unterstützen. Dann führen die Nordeuropäer Grenzkontrollen ein. Jetzt beschließt das Nachbarland Österreich eine Obergrenze, um die Zuwanderung zu reduzieren. Und das mitten in Europa.

Die Entscheidung aus Wien schmerzt die Kanzlerin in mehrfacher Hinsicht. Ihr österreichischer Amtskollege Werner Faymann stand bislang immer an der Seite von Angela Merkel, verteidigte ihren Kurs des „Wir schaffen das“. Aber Faymann musste sich den außenpolitischen Realitäten und dem innenpolitischen Druck beugen.

 
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