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Flüssigerdgas LNG Stade beantragt Fördermittel für Terminal

Bis Ende 2020 könnte das Flüssigerdgas-Terminal in Stade deutsche Häfen und Tankstellen versorgen, aber es gibt auch noch andere Kandidaten.
Update: 16.10.2018 - 19:15 Uhr Kommentieren
Das LNG-Terminal in Stade könnte laut der Planer dazu beitragen, bis zu 15 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs zu decken. Quelle: dpa
LNG-Tankschiff in Rotterdam

Das LNG-Terminal in Stade könnte laut der Planer dazu beitragen, bis zu 15 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs zu decken.

(Foto: dpa)

Berlin Die Planer des Terminals für Flüssigerdgas-Importe (LNG) in Stade haben beim Bund Fördermittel für das Großprojekt beantragt. Das Terminal soll stufenweise ausgebaut werden und könnte von Ende 2020 an deutsche Häfen und Tankstellen mit LNG versorgen, sagte der Geschäftsführer der LNG Stade GmbH, Manfred Schubert, am Dienstag. „In der finalen Ausbaustufe soll das LNG-Terminal in Stade dazu beitragen, bis zu 15 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs zu decken.“

Die Bundesregierung wies darauf hin, dass die Errichtung neuer Infrastruktur für den Transport von Erdgas eine privatwirtschaftliche Entscheidung sei. Zur Finanzierung von Projekten seien die verschiedenen Unterstützungsangebote und Programme der öffentlichen Hand grundsätzlich auch für alle Unternehmen offen, soweit diese die jeweiligen Antragsvoraussetzungen erfüllten, wie es in einem der dpa vorliegenden Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hieß.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), bezeichnete Stade als „außerordentlich geeigneten Kandidaten im Rennen“ um den Bau des ersten LNG-Terminals in Deutschland. Außer in Stade nahe Hamburg laufen auch in Wilhelmshaven, in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) Vorbereitungen für ein Terminal. „Die Bundesregierung gibt die Standortentscheidung den Unternehmen nicht vor. Somit könnten auch mehrere LNG-Terminals entstehen“, heißt es weiter in dem Bericht, der am Mittwoch auch Thema im Wirtschaftsausschuss des Bundestages sein soll.

LNG Stade kooperiert mit dem Dow-Werk in Stade, das zum US-Konzern Dow Chemical gehört. US-Botschafter Richard Grenell, der in Berlin bei der Antragsübergabe dabei war, betonte das Interesse der USA am Ausbau von LNG-Lieferungen nach Europa: „Damit schaffen wir Arbeitsplätze und vertiefen die transatlantischen Beziehungen, während wir gleichzeitig Deutschland helfen, seine Energiequellen zu diversifizieren.“ EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte größere Erdgas-Importe aus den USA zugesagt, um US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit zu besänftigen.

In Stade sind für die erste Ausbaustufe - mit einer Kapazität von 4 Milliarden Kubikmeter LNG - Investitionen von 400 bis 500 Millionen Euro veranschlagt. In zwei weiteren Stufen könnte das Volumen auf bis zu 12 Milliarden Kubikmeter hochgefahren werden. Aus Sicht der Bundesregierung kann LNG bei der Erreichung der nationalen, europäischen und im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbarten Klimaziele einen Beitrag leisten.

  • dpa
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