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Flughafen Hahn Neue Verkaufsrunde mit drei Bietern

Nach dem geplatzten Deal mit chinesischen Investoren geht der Bieterwettbewerb für den Flughafen Hahn weiter. Derweil hat sich die Landesregierung von Rheinland-Pfalz von der Beratungsgesellschaft KPMG getrennt.
21.11.2016 - 18:14 Uhr Kommentieren
Die rheinland-pfälzische Landesregierung verhandelt derzeit mit drei potenziellen Investoren. Der Regionalflughafen aus dem Hunsrück soll verkauft werden. Quelle: dpa
Flughafen Frankfurt-Hahn

Die rheinland-pfälzische Landesregierung verhandelt derzeit mit drei potenziellen Investoren. Der Regionalflughafen aus dem Hunsrück soll verkauft werden.

(Foto: dpa)

Mainz Ohne die wegen eines gescheiterten Investorendeals zum Regionalflughafen Hahn in die Kritik geratene Beratungsfirma KPMG will die rheinland-pfälzische Landesregierung in Mainz den weiteren Verkaufsprozess vorantreiben. Es könnten mit drei Bietern konkrete Verhandlungen beginnen, teilte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Montag in Mainz mit. Die Verhandlungen würden vom Beratungsunternehmen Warth & Klein geführt.

Insgesamt hätten drei Bieter konkrete Angebote für den Flughafen abgegeben, von denen nach einer Auswertung durch Warth & Klein drei übrig geblieben seien, erklärte der Minister. Einzelheiten zu Bietern nannte er nicht. Lewentz betonte zugleich, dass das Verfahren weiter offen sei. Neue Angebote könnten noch berücksichtigt werden.

Das Land und die bisher für die Begleitung des Verkaufsprozesses verantwortliche KPMG hatten sich zuvor nach Angaben von Lewentz „einvernehmlich“ darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit in Sachen Hahn zu beenden. Grund dafür sei, dass zwischen beiden Seiten „unterschiedliche Auffassungen“ darüber herrschten, wie die Leistungen der Firma im Rahmen des gescheiterten Verkaufs an einen chinesischen Investor zu beurteilen seien.

Das Geschäft mit dem Unternehmen Shanghai Yiqian Trading Co. Ltd. war nach Ausbleiben einer vereinbarten Zahlung geplatzt. Die Mainzer Landesregierung will ihren Anteil von 82,5 Prozent an dem Regionalflughafen im Hunsrück veräußern, der Airport befindet sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Affäre um den geplatzten Deal sorgt in der rheinland-pfälzischen Innenpolitik seit Monaten für erheblichen Wirbel.

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    Die oppositionelle CDU kritisierte die Regierung um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auch am Montag scharf. Sie habe KPMG endgültig zu ihrem „Sündenbock“ gemacht, erklärte der Vizechef der CDU-Fraktion im Mainzer Landtag, Alexander Licht. Dabei sei bekannt, dass KPMG die Regierung „wiederholt und deutlich vor dem unseriösen Bieter“ gewarnt habe. Das habe diese „ignoriert“, um den Hahn-Verkauf schnell abzuschließen.

    Laut Lewentz wird KPMG den Verkaufsprozess „bei Bedarf bei einzelnen Fragestellungen“ weiterhin unterstützen. Im Zuge der Trennung hätten sich beide Seiten außerdem auf eine „abschließende Honorarregelung“ geeinigt. CDU-Vertreter Licht forderte in diesem Zusammenhang Transparenz. Die Regierung müsse Honorare und etwaige Sonderzahlungen veröffentlichen, die KPMG wegen der Trennung erhalten habe oder noch erhalten werde. Hahn ist ein ehemaliger US-Militärflughafen, der nach dem Ende des Kalten Kriegs von der Mainzer Regierung zu einem Fracht- und Passagierairport umgebaut wurde. Das Land hält 82,5 Prozent an der Betreibergesellschaft, 17,5 Prozent gehören dem Land Hessen. Nach Mainzer Angaben arbeiten etwa 2000 Menschen direkt an dem Standort.

    • afp
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