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Flughafen Köln-Bonn Rot-Grün will Passagierflüge in der Nacht verbieten

Schwerer Schlag für den Flughafen Köln-Bonn: Rot-Grün schränkt Nachflüge erheblich ein: Passergierflüge sollen zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens komplett verboten werden. Es geht um Tausende Starts und Landungen.  
Update: 17.04.2012 - 17:22 Uhr 6 Kommentare
Maschine im Landeanflug auf den Flughafen Köln-Bonn: Keine Passagierflüge mehr in den Randzeiten. Quelle: dpa

Maschine im Landeanflug auf den Flughafen Köln-Bonn: Keine Passagierflüge mehr in den Randzeiten.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Landesregierung von Nordrhein-Westfalen strebt ein Nachtflugverbot für Passagierflugzeuge am Flughafen Köln/Bonn an. Für den Passagierflugbetrieb solle eine Kernruhezeit von 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr gelten, erklärte NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf. Verspätete Landungen sollen demnach bis maximal 00.30 Uhr möglich sein. An den nächtlichen Frachtflügen in Köln/Bonn hält die Landesregierung dagegen unverändert fest.

Voigtsberger kündigte an, sein Ministerium werde den Entwurf einer Neuregelung der Nachtflugbeschränkungen für Köln/Bonn nun dem Bundesverkehrsministerium zur Zustimmung zuleiten. Damit setze die rot-grüne Landesregierung einvernehmliche Beschlüsse des Düsseldorfer Landtags aus den Jahren 2007 und 2010 sowie die Maßgaben aus ihrem Koalitionsvertrag um.

Nachtflugverbot: Anwohnerin berichtet

Als Grundlage der Kabinettsentscheidung nannte Voigtsberger umfangreiche Gutachten, zu denen das Landes-Verkehrsministerium Luftfahrtunternehmen, die Flughafengesellschaft sowie die betroffenen Kommunen angehört habe. Den Gutachtern zufolge sei das Vorgehen der Landesregierung „ökonomisch vertretbar und rechtlich zulässig“.

Ein Flughafen-Sprecher sagte auf dpa-Anfrage, das Verbot betreffe 6000 Starts und Landungen im Jahr.

Scharfe Kritik an dem Kabinettsbeschluss übte der Geschäftsführer des Kölner Airports, Michael Garvens. «Diese Entscheidung entbehrt jederRechtsgrundlage, sie schadet dem Luftverkehrsstandort NRW und gefährdet Arbeitsplätze», erklärte Garvens in Köln. Es handele sich um einen «unrechtmäßigen Eingriff in eine bestehende Betriebsgenehmigung». Für die am Standort Köln/Bonn operierenden Fluggesellschaften sei der Beschluss «ein Zeichen fehlender Verlässlichkeit», denn die derzeit gültige Nachtflugregelung, die den Passagierflug gestatte, sei erst 2008 von der Landesregierung bis 2030 verlängert worden.
Auch der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) sprach von einer «kurzsichtigen Fehlentscheidung». «Weniger Passagiere, Arbeitsplätze und Umsatz in der Region werden die Folge sein», erklärte BTW-Präsident Klaus Laepple in Berlin. Nachdem zuletzt bereits dem Nachtflug am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main per Gerichtsurteil ein Ende gesetzt wurde, sollten nun an einem weiteren wichtigen Luftverkehrsstandort nachts die Lichter ausgeschaltet werden.

Nachtflugverbot: Mehr Reden, weniger Wut

  • dpa
  • afp
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6 Kommentare zu "Flughafen Köln-Bonn: Rot-Grün will Passagierflüge in der Nacht verbieten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • von morgens bis abens wirse beschissen von die rot grünen
    nur werken tuns die wiedermal nach der wahl.

  • Vielleicht kann man mal zur Kenntnis nehmen, dass die vom Fluglärm geplagten Bürger nicht nur Unannehmlichkeiten, sondern gesundheitliche Schäden hinnehmen müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Wahlpropaganda von Rot Grün eine „Luftnummer“. Während wahlwirksam genau jetzt im NRW Wahlkampf die Ankündigung des Verbots von Passagiernachtfllügen erfolgt, wird verschwiegen, dass der Flughafen mit Billigung von Rot Grün bestrebt war und ist, die Frachtnachtflüge noch auszuweiten und das, obwohl Köln-Bonn bereits der Flughafen mit den meisten Nachtflügen in ganz Europa ist. Die Gesundheit der nachts wachliegenden Bürger unterscheidet nicht zwischen Passagierflügen und Frachtflügen. Die Hilfe von Rot Grün ist so, als wenn man Jemandem, der in einem vier Meter tiefen Becken am ertrinken ist, verspricht, dass man das Wasser um 10 cm ablassen wird und gleichzeitig ein Rohr für einen weiteren Zulauf verlegt.

  • die Interessen der Bürger?
    Sind Arbeitsplätze nicht im Interesse der Bürger? Der Flugbetrieb, der für tausenden Jobs sorgt, steht auf dem Spiel! Es gibt doch so viel freien Platz zum Wohnen! Weshalb ziehen Menschen in der Nähe von Flughäfen ein, wenn die doch mit dem Krach ein Problem haben? Ein Flughafen-Mitarbeiter zieht in die Nähe seines Arbeitsplatzes ein um nicht weit pendeln zu müssen und seine Kinder verklagen den Arbeitgeber wegen des Krachs! Ist doch Krank! Nein ich habe nichts von! Obwohl ich nicht am Flughafen arbeite akzeptiere ich dennoch den Fluglärm. Mein Wohnort wurde mir doch nicht aufgezwungen. Verkaufen und wegziehen wenn es net passt. Ich zieh doch nicht in die Fußgängerzone und beschwere mich über die vielen Fußgänger.


    Deutschland schafft sich ab!

  • Was reden Sie denn da ?
    Bitte nur noch am Wochenende zum Alkohol greifen.

  • Wir sollten aus unseren Flughäfen Skate Roller Parks machen, Autos glänzlich verbieten(auch die elektrischen da die momentan noch aus Atomenergie und Kohlekraftwerken geladen werden) eine intensive Förderung für Esel und Pferde sowie Maultieren einfordern. In diesem Zusammenhang sollte dann auch gleich die ungerechte MWST Reduzierung für Maultiere abgeschafft werden. Ich wundere mich wirklich, das hier die EU noch kein Veto eingelegt hat!

  • Wozu brauchen wir Europa? Um unterzugehen? Falsch, wir Deutschen machen das selbst- autark, aus eigener Kraft(NRW).
    Wir haben rot grün oder grün rot. Sollte diese Traumkombi versagen, kommt Ost Mutti mit Schöbbels. Runinieren können wir uns selbst. Schliesslich sind wir Deutschland und Pabst.
    Vorschlag: Alle Flüge Tag und Nacht verbieten. Für immer.

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