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Flugzeughersteller Produktionsstopp der A-380-Maschinen könnte Steuerzahler Hunderte Millionen Euro kosten

Vom Staatskredit über rund 942 Millionen Euro für die Entwicklung des A380 habe Airbus mehr als 600 Millionen Euro noch nicht zurückgezahlt. Das Wirtschaftsministerium prüft nun.
Update: 04.03.2019 - 13:08 Uhr 1 Kommentar
A380-Ende könnte dem Staat zu teuer zu stehen kommen. Quelle: dpa
Airbus A-380

A380-Ende könnte dem Staat zu teuer zu stehen kommen.

(Foto: dpa)

BerlinDas Ende des Airbus-Großraumfliegers A380 könnte einem Medienbericht zufolge für die Steuerzahler ein mehrere hundert Millionen Euro teures Nachspiel haben. Von einem Staatskredit über rund 942 Millionen Euro aus dem Jahr 2002 für die Entwicklung des A380 habe der europäische Flugzeugbauer mehr als 600 Millionen Euro noch nicht zurückgezahlt, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an diesem Montag.

Das Wirtschaftsministeriums prüft nach Angaben einer Sprecherin vom Montag nun, ob Airbus einen Kredit für die Entwicklung des Großraumfliegers A380 vollständig zurückzahlen muss.

Bisher war die Rückzahlung an die jeweils ausgelieferten Flugzeuge gekoppelt. Für jedes Flugzeug, das einem Kunden übergeben werde, zahle Airbus eine festgelegte Summe zurück. Da Airbus bis zum Jahr 2021 nur noch 17 A380-Maschinen bauen und ausliefern will, muss nun geprüft werden, ob das Unternehmen die Restsumme zurückzahlen muss oder ob die Steuerzahler auf einem Großteil der Darlehenssumme sitzen bleiben. Das Ministerium werde die Konsequenzen des Baustopps nun prüfen, sagte die Sprecherin in Berlin.

„Die Bundesregierung wird die Auswirkungen des Produktionsstopps jetzt analysieren und dann mit dem Unternehmen erörtern, so dass derzeit keine Aussage überetwaige Rückforderungsansprüche getätigt werden kann“, bekräftigte Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum laut dem Bericht in seiner Antwort an die FDP. Airbus hatte Mitte Februar beschlossen, das einstige Prestige-Projekt A380 mangels Nachfrage und aus Kostengründen 2021 einzustellen.

Zuvor war der größte Kunde Emirates abgesprungen. Ob Airbus überhaupt noch etwas von dem Geld zurückzahlen muss, ist strittig. Der Flugzeugbauer hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass die Regierungen der Airbus-Länder über die Kredite das Risiko des Projekts mittragen.

Aus für A380

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1 Kommentar zu "Flugzeughersteller: Produktionsstopp der A-380-Maschinen könnte Steuerzahler Hunderte Millionen Euro kosten"

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  • Die Kreditbedingungen liegen ja fest. Aber ein moeglicher Ausfall wird natuerlich von allen
    am Projekt beteiligten Laendern getragen incl. GB.