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Förderung Baukindergeld könnte schon 2019 knapp werden

Nach drei Monaten sind schon 50.000 Anträge für die staatliche Unterstützung von Wohneigentum eingegangen. Der Bund wird das Fördervolumen nicht erhöhen.
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Derzeit werden rund 3000 Anträge pro Woche gestellt. Quelle: dpa
Baukindergeld

Derzeit werden rund 3000 Anträge pro Woche gestellt.

(Foto: dpa)

BerlinDas Baukindergeld stößt bei Häuslebauern und künftigen Wohnungseigentümern auf großes Interesse. Drei Monate nach der Einführung haben bereits 47.741 Familien in Deutschland die Leistung beantragt. Insgesamt bekommen bisher 82.865 Kinder mithilfe des Baukindergelds ein neues Zuhause.

Das geht aus Zahlen der für Förderanträge zuständigen KfW-Bank und des Bundesbauministeriums hervor. Die Subvention soll Familien angesichts steigender Immobilienpreise dabei helfen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

Das Baukindergeld kann seit dem 18. September dieses Jahres beantragt werden. Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie winkt ein staatlicher Zuschuss von 1200 Euro je Kind und Jahr – über zehn Jahre gibt es 12.000 Euro.

Gewährt wird das Baukindergeld für Familien und Alleinerziehende bis zu einer Grenze von 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen im Jahr bei einem Kind. Bei größeren Familien darf die Grenze pro Kind 15.000 Euro höher liegen.

Einen Antrag können alle Eltern oder Alleinerziehenden stellen, die seit Januar 2018 einen Kaufvertrag unterzeichnet oder eine Baugenehmigung erhalten haben. Wer in diesem Jahr bis Ende September ins neue Heim eingezogen ist, muss seinen Antrag bis Ende Dezember stellen, um den Zuschuss zu bekommen.

Derzeit werden rund 3000 Anträge pro Woche gestellt, hieß es. Die meisten Familien, die die staatlichen Mittel beantragen, hätten ein oder zwei Kinder. Regional kamen die meisten Anträge bisher aus Nordrhein-Westfalen (10.728), gefolgt von Baden-Württemberg (6407) und Niedersachsen (6039). Die wenigsten Anträge wurden in den Stadtstaaten Bremen (419), Hamburg (480) und Berlin (725) gestellt.

Pro Jahr steht für das Baukindergeld insgesamt ein Fördervolumen von rund drei Milliarden Euro zur Verfügung, bislang ist rund eine Milliarde für die Antragsteller reserviert. Letztmalig beantragt werden kann die Förderung, wenn Ende 2020 eine Baugenehmigung erteilt oder ein Kaufvertrag unterschrieben wird. Geht es mit dem Stellen von Anträgen in dem bisherigen Tempo weiter, könnte das Geld 2019 knapp werden.

Denn es greift das „Windhund-Verfahren“: Wenn die jährlichen Mittel aufgebraucht sind, sind sie aufgebraucht. Der Bund schießt nicht nach. Trotz der hohen Nachfrage gehe man aber davon aus, dass die Mittel reichen werden, hieß es.

„Ich freue mich, dass das Baukindergeld so gut gestartet ist“, sagte Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU). Es ermögliche vielen Familien den Schritt in das Wohneigentum und diene somit auch als Altersabsicherung. Für KfW-Vorständin Ingrid Hengster trifft das Baukindergeld „den Nerv der Zeit“.

Die SPD sieht wie auch viele Ökonomen das Baukindergeld dagegen kritisch, da viele gut verdienende Familien, die ohnehin kaufen wollen, auf Kosten aller eine Subvention erhalten. Ebenso wird befürchtet, die Subvention heize die Immobilienpreise weiter an. Die FDP fordert, statt der Subvention die Grunderwerbsteuer zu senken. Denn diese Ländersteuer frisst beim Kauf oft das ganze Baukindergeld wieder auf.

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