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Folge der Ukraine-Krise Bundeswehr will neue Panzer kaufen

Noch vor wenigen Monaten ausgeschlossen, heute Realität. Die Bundeswehr plant den Ankauf neuer Radpanzer: Die Krise in der Ostukraine mache diesen Schritt nötig, hieß es aus Sicherheitskreisen.
8 Kommentare
Könnte bald Gesellschaft bekommen: Ein Radpanzer „Boxer“ der Bundeswehr. Quelle: dpa

Könnte bald Gesellschaft bekommen: Ein Radpanzer „Boxer“ der Bundeswehr.

(Foto: dpa)

Berlin Das Bundesverteidigungsministerium plant wegen der zunehmend gespannten Beziehungen zu Russland nun doch den Kauf weiterer Radpanzer für die Bundeswehr. Das Ministerium beabsichtige ab 2016 die Beschaffung von 131 zusätzlichen Fahrzeugen des Typs Boxer für insgesamt etwa 620 Millionen Euro, heißt es in der Vorlage des Finanzministeriums für die Schlussberatungen des Bundestags-Haushaltsausschusses über den Etatentwurf 2015, die Reuters am Montag vorlag.

Die bisher für das Heer vorgesehenen 190 Boxer reichten „vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage, insbesondere bezogen auf den europäischen Rahmen“, deutlich nicht mehr aus. Schließlich könne Deutschland vor allem das Heer in die Bündnisverteidigung einbringen.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags muss die Beschaffung der Radpanzer, die von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gebaut werden, noch genehmigen. Vor wenigen Monaten hatte sich das Verteidigungsministerium noch gegen den Kauf weiterer Fahrzeuge gesperrt. Dies sei nach der derzeitigen Finanzplanung nicht zu leisten, schrieb der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel damals an den Wehr-Ausschuss des Bundestags.

Die Verteidigungspolitiker der Koalition drängten Mitte Oktober unter Verweis auf die Ukraine-Krise jedoch erneut auf den Kauf weiterer Rad- und auch Kampfpanzer. Die angestrebte Zahl von 225 Leopard-Panzern und 190 Radpanzern des Typs Boxer sei angesichts der aktuellen Sicherheitslage nicht mehr angemessen, hieß es in den Anträgen der Verteidigungsexperten der Koalition für den Haushalt 2015.

Aus den Unterlagen für die abschließende Sitzung der Haushälter am Donnerstag ergibt sich zudem, dass es offenbar zu Verzögerungen beim Bau der neuen Fregatte 125 kommt. Die Industrie werde 2015 entgegen den Planungen einen Meilenstein des Programms nicht erbringen können, hieß es. Daher würden die dafür vorgesehenen knapp 300 Millionen Euro zunächst nicht abfließen.

Die vier Fregatten der Klasse 125 werden von den Werften ThyssenKrupp Marine Systems und Lürssen gebaut. Die Auslieferung der ersten Fregatte wird trotz der Verzögerungen weiter Mitte 2017 erwartet.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Folge der Ukraine-Krise: Bundeswehr will neue Panzer kaufen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nachdem man vor kurzem die eigenen Kampfpanzer großzügig an Polen und sonst wohin verschenkt bzw. voreilig verschrottet hat, kauft man jetzt - schnell, schnell - ein paar Pippi-Radpanzer.
    Ja, wen will man denn damit erschrecken...?
    Was für ein Wahnsinn!
    Da kann man dem agierenden BW- General Dumbrösel nur mehr Glück wünschen wie weiland dem Paulus...

  • Deutschland hat in der Ukraine doch schon einst Panzer getestet, da kann man die neuen dann auch gut testen; nach Kursk ist es dann nicht mehr weit.

  • @ Manfred Zimmer

    Nachdem weder Bildung noch Infrastruktur das Volk zum Brechen der Verschuldungsgrenze motivieren konnte muss man nun mit rabiater Kriegsangst operieren.
    Ist ja auch logisch dass 140 Millionen Russen die 3x größere Bevölkerung in der EU angreifen. Sich schon übermorgen auf die NATO werfen.

    Obwohl es den Russen sicher nicht egal ist dass sich die NATO in den letzten 30 Jahren direkt zur russischen Grenze vorgearbeitet hat.

    Und dass NATO-Staaten gerne zur Verbreitung der "Demokratie" andere Staaten ohne UN-Mandat angreifen bei einer militärischen Antwort aber sofort den NATO-Bündnis-Fall ausrufen würden.

  • Neue Panzer, Lieferungen erst nach 5 Jahren mit max. Fehlern und dann noch zu Preissteigerungen von 1.000.000 % mit Billigung unserer Politiker und Manager. Nach Lieferung erst Einsatzfähig nach 50 Jahren. Schämt sich unsere "Chefin" Merkel nicht???

  • Warum machen alle Leitmedien bei der Kriegstreiberei der Amerikaner mit?

    Sind denn deutsche Journalisten nur noch US-Marionetten?

    Böser Russe, guter Amerikaner und gekaufte Journalisten?

    "Das geht durch wie eine Rakete", sagte ein Mitarbeiter der renommierten Münchner Buchhandlung Hugendubel zu mir über das neueste Buch des Aufklärungsjournalisten Udo Ulfkotte, Gekaufte Journalisten. Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken.
    Der Erfolg ist dem Buch auch zu wünschen. Es könnte den Medienkonsumenten die Augen öffnen und zu notwendigen Hygienemaßnahmen in der deutschen Medienlandschaft beitragen.

    Mutig beschreibt ein ehemaliger Insider den Einfluss fremder Interessen auf deutsche "Qualitätsmedien" – er hat selbst 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gearbeitet und schämt sich heute dafür. Aus eigener Erfahrung schildert er, wie sich "Alpha-Journalisten" den Mächtigen andienen, Zugang zu einem kleinen Kreis verschwiegener Eliteorganisationen haben und sich von angeblich gemeinnützigen "transatlantischen Freundschaftsorganisationen" einbinden – hier sind vor allem die Einblicke in die Arbeit der Atlantikbrücke sehr wertvoll – und zum Propagandawerkzeug machen lassen.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/wolfgang-effenberger/boeser-russe-guter-amerikaner-und-gekaufte-journalisten.html

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/26497-die-welt-luegen-artilleriefeuer-gegen-russland#14156407159562&if_height=5583

  • Deutschland wird am Hindukusch und nicht in der Ukraine verteidigt. Haben wir diesen Spruch der SPD denn schon wieder vergessen?

    Man wird den Eindruck nicht los, dass der Ukraine-Konflikt "warm gehalten" werden muss, um die Gelder für die Rüstungsindustrie locker zu machen.

  • Wir haben in der Ukraine gar uicts zu suchen.
    Wann begreift Flintenuschi das?
    Diese Weiber da in Berlin sid krieggeil

  • >> Bundeswehr will neue Panzer kaufen >>

    Nach dem man die Panzer der Ossis ( aus Sowjetproduktion ) an die Ukraine verscherbelt hat, gibt es neuen Bedarf.

    Steuergelder müssen wiedermal daran glauben.