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Fonds sieht Risiken für Weltkonjunktur IWF warnt Deutschland vor zu hartem Sparkurs

Die Schuldenkrise gefährdet den Euro. Dennoch hält der Internationale Währungsfonds nichts von einer blinden Sparpolitik. Falls sich die Konjunktur abschwächt, solle Deutschland die Staatsausgaben erhöhen.
12.07.2011 - 13:48 Uhr 11 Kommentare
Die neue IWF-Chefin Christine Lagarde. Quelle: dpa

Die neue IWF-Chefin Christine Lagarde.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem heute veröffentlichten Deutschland-Bericht vor einem zu harten Sparkurs gewarnt. Durch die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ist Deutschland verpflichtet, sein gesamtstaatliches Defizits bis 2016 auf Null zu senken.

Der IWF fürchtet, dass die Schuldenbremse den Spielraum eingeschränkt, um auf eine Abschwächung des Wachstums reagieren zu können. Zwar befürwortet der IWF den Sparkurs. Das Tempo der Konsolidierung müsse aber angepasst werden, wenn das Wachstum in Deutschland nachlasse. Die Regierung solle sich die Möglichkeit offen halten, das Wachstum bei Bedarf durch fiskalische Impulse anzukurbeln, schreibt der Währungsfonds.

In diesem Jahr könnte das deutsche Defizit nach Prognosen des IWF unter die drei Prozent Marke des Maastricht-Vertrages fallen.

Grund dafür ist das kräftige Wachstum. Der IWF rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von 3 Prozent. Langfristig geht der Währungsfonds hingegen davon aus, dass sich das Wachstum in Deutschland auf eine Rate von jährlich 1,25 Prozent abschwächt.

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    Die Inflation werde in diesem Jahr mit 2,5 Prozent über die von der Europäischen Zentralbank (EZVB) vorgegebene Zielmarke von zwei Prozent steigen.

    Der IWF fordert außerdem weitere Reformen auf dem Arbeitsmarkt und Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität. Dadurch ließe sich auf mittlere Sicht die Binnennachfrage erhöhen. Dies könne die Rolle Deutschlands als weltweite Wachstumslokomotive stärken und dazu beitragen, die globalen Ungleichgewichte zu verringern.

    In Bezug auf die Schuldenkrise in Europa sieht der IWF Risiken für das deutsche Bankensystem. Viele Institute hätten zwar ihre Eigenkapitalbasis gestärkt und ihre Vermögenspositionen verbessert. Nach wie vor seien sie aber zu stark fremdfinanziert . Zudem seien viele Banken nicht ausreichend profitabel und sehr abhängig von der Refinanzierung an den Kapitalmärkten. Einige Banken seinen zudem anfällig, falls sich die Schuldenkrise in Europa verschärfen sollte.

    Als wichtigste Maßnahmen empfiehlt der Währungsfonds eine Umstrukturierung der Landesbanken. Außerdem müssten die Banken stärker kapitalisiert und die Einlagensicherungssysteme bei den Banken vereinheitlicht werden. Derzeit haben Sparkassen und Genossenschaftsbanken eigene Einlagensicherungssysteme.

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    11 Kommentare zu "Fonds sieht Risiken für Weltkonjunktur: IWF warnt Deutschland vor zu hartem Sparkurs"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität. Dadurch ließe sich auf mittlere Sicht die Binnennachfrage erhöhen.
      Dies könne die Rolle Deutschlands als weltweite Wachstumslokomotive stärken und dazu beitragen, die globalen Ungleichgewichte zu verringern." wird hier empfohlen!

      Früher sagte die gute Madame - Deutschland arbeitet und exportiert deshalb zu viel - sie korrigiert sich zumindest jetzt : "also arbeiten schon - aber stärker alles selbst verbrauchen .

      Oder " robust" gesagt - wir sollen lieber einen Mercedes einmal aufessen -um die Einfuhr z.B. von Bananen damit zu bremsen. Es müssen ja nicht immer gleich Bananen sein, usw.usw. ?

      Handel und Wandel haben nun aber ihre eigenen Maßstäbe und unterscheiden sich von der Auffassung dieser Madame doch irgendwie seltsam !

    • Frau Lagard will dass Deutschland die gleichen Sauereienn macht wie die anderen, damit wir nicht als Saubermann dastehen. Wir sollen ausgeschlachtet werden und auch vom eigenen Aas fressen bevor die ganze Euro-Mülltonne umfällt.

    • Frau Lagard will dass Deutschland die gleichen Sauereienn macht wie die anderen, damit wir nicht als Saubermann dastehen. Wir sollen ausgeschlachtet werden und auch vom eigenen Aas fressen bevor die ganze Euro-Mülltonne umfällt.

    • Film "Inside Job" & Lagarde:

      http://www.youtube.com/watch?v=vqIp48ZfBLw

      Wie sich Frau Lagarde nach all ihrer Erkenntis zu 2008 jetzt zur IWF Cheffin erkoren lassen konnte, ist nur traurig & korrupt.

      Der IWF ist primaer die Interessentvertretung der USA & dort ansaessigen Banken. Dies schliest uns nicht ein, wir sind nur eines der Raeder am Wagen.

      Der IWF selbst besitzt nichts, selbst deren "nominale Gold Bestaende" sind nur doppelt gezaehlte Kontigente der Mitgliedsstaaten.

      Nur neues Papier Geld in form von SDRs koennen die herausgeben.

    • Ein Abbau der Schulden führt zu Mehrausgaben in der näheren Zukunft.Die Schuldenlast behindert die Geldausgabe der Privaten. Mehr als ein Drittel der Haushalte geht für Zinsen drauf. Die Schulden des Staates,der Länder und Kommunen werden durch die Privatbanken finanziert. Niedrige Zinsen von der Bundesbank erlauben den Banken hohe Gewinne. Warum leiht sich der Staat das Geld nicht direkt von der Bundesbank ? und reduziert damit gewaltig die Zinslast. Ich sage nur eins - Steuerverwendung und Lobbyarbeit.

    • Nicht vergessen, der "gute" Rat kommt von der Deutschland liebenden Französin!!!

    • 2 Billionen, 3 Billionen, 5 Billionen Staatsverschuldung - Scheiß drauf, was kostet die Welt !! Denen haben sie doch allen ins Hirn g.e.s.c.h.i.s.s.e.n !!!!!!

    • Dir graust es vor gar nix, oder?

    • Hat die Sozialistin und Planwirtschaftsanhängerin Lagarde auch Ratschläge für Frankreich?

    • Und wenn der Staat die Ausgaben erhoeht bei sinkenden Steuereinnahmen (welche bei Schwaechelnder Konjunktur zwangslaeufig miteinhergehen), dann sinken wir nur tiefer in die Verschuldung.

      I am so sorry Ms Lagarde: FUCK YOU !

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