Forsa-Umfrage AfD klettert auf acht Prozent

Mit der Europawahl scheint sich die AfD im Parteienspektrum etabliert zu haben. Laut einer Umfrage will jeder Dritte die eurokritische Partei im Bundestag sehen. Doch der Eindruck eines Stimmengewinns täuscht.
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Gute Zeiten für AfD-Chef Bernd Lucke (l.) und den Berliner AfD-Landesvorstand Günter Brinker: In Umfragen kann ihre Partei deutlich zulegen. Quelle: AFP

Gute Zeiten für AfD-Chef Bernd Lucke (l.) und den Berliner AfD-Landesvorstand Günter Brinker: In Umfragen kann ihre Partei deutlich zulegen.

(Foto: AFP)

BerlinNach ihrem Erfolg bei der Europawahl ist die euroskeptische Partei Alternative für Deutschland (AfD) in einer Umfrage auf einen Rekordhoch geklettert. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Stern-RTL-Wahltrend des Meinungsforschungsinstituts Forsa kam die AfD auf acht Prozent und erzielte damit ein Prozentpunkt mehr als bei der Wahl für das Europäische Parlament am 25. Mai. Gegenüber der Vorwochen-Umfrage legte die Partei zwei Punkte zu. Dagegen verloren die Unionsparteien mit 38 Prozent und die SPD mit 23 Prozent jeweils zwei Punkte. Linke und Grüne kamen auf zehn Prozent, die FDP stagnierte bei vier Prozent.

Als Hauptgrund für den Aufschwung der AfD nannte Forsa-Chef Manfred Güllner das von Medien und Politikern kommentierte gute Abschneiden der Partei bei der Europawahl. „Obwohl die AfD nicht mehr Stimmen bekam als bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, ist der Eindruck entstanden, dass sie großen Zulauf erhalten hat“, sagte er. Nach einer weiteren Forsa-Umfrage fände es jeder dritte Deutsche gut, wenn die AfD auch im nächsten Bundestag vertreten wäre. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent hält das für nicht wünschenswert.

Für den aktuellen Wahltrend befragte Forsa rund 2000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zwischen dem 26. und dem 30. Mai.

  • rtr
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23 Kommentare zu "Forsa-Umfrage: AfD klettert auf acht Prozent"

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  • @ReinhardRupsch
    Wenn der AfD-Gemeinderat von Großhühnersdorf bei der Asphaltierung von 17 Schlaglöchern mit der CDU stimmt, geht das völlig in Ordnung.

    Aber nicht bei elementaren und existenziellen Themen, die das gesamte Volk betreffen. In diesem Fall muß man die CDU-Heuchler auflaufen lassen.

  • „Obwohl die AfD nicht mehr Stimmen bekam als bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, ist der Eindruck entstanden, dass sie großen Zulauf erhalten hat“

    Interessant wie artig die informelle Große Koalition Systemlemminge ihre von oben vorgegebene "Sprachregelung" zum Kleinreden der Eurokritiker durchziehen. Von der ersten Minute der Wahlprognosen an wird überall konsequent derselbe Redebaustein papageit.

  • Als Insider erlebe ich die AfD völlig anders, als sogenannte "Experten" wie Herr Güllner.
    Hier staunen wir über medial aufgeblasene Mini-Probleme mit "Rebellen" und "Abweichlern". Hier wird im kommunalen Bereich völlig unaufgeregt über die Zusammenarbeit mit anderen demokratsch-bürgerlichen Parteien diskutiert.
    Natürlich wollen wir nicht, dass die tatsächliche konservative Mehrheit durch denk- und Gesprächverbote im Ansatz unmöglich gemacht wird.
    Natürlich wollen wir keine Steigbügelhalter für die CDU sein, so lange diese uns diffamiert.
    Natürlich freuen wir uns, dass uns die "kleinen Leute" wählen, während der Mittelstand viel zu oft zu feige dazu ist.
    Ich denke, die Zeit arbeitet für die AfD und wir pushen das gerne mit unserer politischen Arbeit.

    Reinhard "Hardy" Rupsch

  • Die AfD sollte auf dem Boden bleiben und ihre Politik nach ihrem Wahlprogramm im Auge behalten. Sie muss auch zunächst Koalitionen ausschließen und die Basis massiv erweitern. Im Moment spielt die deutsche und EU-Politik der AfD in die Hände. Warum?: Sie hat in vielen Bereichen absolut recht. Der Euro-Rettungswahnsinn, die Schuldenvergemeinschaftung, die Gesetzesbrüche, der unbezahlnare Erweiterungswahnsinn, die ungesteuerte Einwanderung sprechen gegen alle Altparteien und darum für die Alternative.

  • Völlig richtig!

  • @ Wolfsfreund

    - ich beziehe die möglichen Steigerungen der Umfragen dieser Partei weniger auf die Partei selbst,

    sondern vielmehr auf das weitere expotentionelle Versagen der etablierten Parteien und damit steigender Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

    Die SED-Parteien ( CDU,CSU,SPD,LINKE,GRÜNE,FDP) werden den Wähler massiv in die Arme der AfD treiben.


    .

  • @ RBern
    sehe ich ähnlich. Vor allem sollte die AFD nicht mit einer der Altparteien kooperieren, sie muss Ihren eigene Weg finden und sollte langsam wachsen. Wichtig ist es, nun eine einheitliche Linie in die zum Teil chaotischen Strukturen der Ortsverbände zu bringen, um für die anstehenden Landtagswahlen ein solides Rüstzeug zu garantieren

  • Medien-/Pressefreiheit? Ich glaube nein. Es gibt nur eine Meinung.Jeder, der für Deutschland ist bzw. gegen den Islam wird nieder gemacht. Wo sind die Christen, Politiker, die gegen den Islam aufschreien? Jeder scheint den Morden, Entführungen zuzustimen bzw. dafür zusein! Geht es gegen nazis, auch wenn Sie 100 alt sind, schreit en diese Leute für die Todesstrafe und Rache in alle Ewigkeit. Wir leben aber heute und deshalb sollte man für die heutigen Deutschen kämpfen. Polen ist kein Vorbild: Kindergeld nur 20 Euro. Deshalb sollen alle Bürger der Welt nach Deutschland, da man Deutsche ausnehmen kann auf Befehl unserer Politiker und Juristen. Deutsche sollen verachtet werden! Wer wagt es heute noch deutsche Interessen zu vertreten??

  • Herr Henkel war ja auch Verbandsfunktionär und somit quasi Politiker, Herr Lucke nicht. Er befindet sich da wohl noch in einem "Lernprozess", den er aber bisher gut meistert.

  • Die AfD darf sich aber nicht anbiedern wie das Prof. Dr Lucke ständig macht.

    Sie muss ihren eigenen Weg gehen und dadurch stärker werden.
    Übrigens, AfD-Vize Henkel sieht das ebenso, er hat mehr Lebenserfahrung als Lucke.

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