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Forsa-Umfrage SPD-Anhänger für Schäuble als Finanzminister

Ex-SPD-Finanzminister Steinbrück hatte energisch dafür geworben, dass seine Partei Schäubles Posten übernimmt. Gabriel wäre ein Kandidat. Doch die meisten SPD-Anhänger wollen generell nicht, dass er Minister wird.
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Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel: Die meisten SPD-Anhänger wollen, das er Fraktionschef und nicht Minister wird. Quelle: dpa

Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel: Die meisten SPD-Anhänger wollen, das er Fraktionschef und nicht Minister wird.

(Foto: dpa)

BerlinIn der künftigen Bundesregierung sollte das Finanzressort nach Ansicht der SPD-Anhänger nicht von Parteichef Sigmar Gabriel, sondern wieder von Wolfgang Schäuble (CDU) übernommen werden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Handelsblatt Online hervor. Auf die Frage, wer neuer Finanzminister werden soll, votierten 48 Prozent der befragten SPD-Anhänger für Schäuble (Unions-Anhänger: 82 Prozent; Linke-Anhänger: 38 Prozent, Grünen-Anhänger: 39 Prozent) und nur 37 Prozent für Gabriel (Unions-Anhänger: 10 Prozent; Linke-Anhänger: 40 Prozent, Grünen-Anhänger: 34 Prozent).

In der Gesamtbetrachtung der Umfrage unter 1.004 Bürgern fällt das Ergebnis noch deutlicher zu Gunsten Schäubles aus. 58 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, Schäuble sollte in der neuen Bundesregierung Finanzminister werden. Nur 21 Prozent wünschen sich Gabriel als Finanzminister.

Schäuble hatte zuletzt im Interview mit dem Handelsblatt seine Bereitschaft erklärt, sein Amt weiterzuführen. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihm den Posten anbiete, "dann würde ich nicht ablehnen". Zuvor hatte die CDU-Spitze den Anspruch der Union auf die Besetzung des Finanzministerpostens unterstrichen.

Auf SPD-Seite hatte der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seiner Partei geraten, dieses Amt zu beanspruchen. Klarheit in der Posten- und Ressortverteilung wird erwartet, wenn das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids vorliegt. Die Resultate der Basisbefragung über den Koalitionsvertrag mit der Union sollen am 14. oder 15. Dezember vorliegen.

Geht es nach der Mehrheit der befragten SPD-Anhänger sollte Gabriel generell keinen Posten im Bundeskabinett einnehmen. Von denjenigen Anhängern der SPD, die sich Gabriel nicht als Finanzminister wünschen, wünschen sich laut der Umfrage 55 Prozent, dass der SPD-Chef auch die Fraktion der Sozialdemokraten im Bundestag anführen soll (Unions-Anhänger: 46 Prozent; Linke-Anhänger: 61 Prozent, Grünen-Anhänger: 57 Prozent). Nur 35 Prozent sind dafür, dass er einen anderen Ministerposten übernimmt (Unions-Anhänger: 30 Prozent; Linke-Anhänger: 25 Prozent, Grünen-Anhänger: 18 Prozent).

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Gesamtbetrachtung der Umfrage. Auf die Frage, welche Aufgabe Gabriel in der neuen Bundesregierung übernehmen soll, antworteten 44 Prozent der Befragten, die sich den SPD-Chef nicht als Finanzminister wünschen, er soll Bundestagsfraktionschef werden. Nur 27 Prozent meinten, er soll einen anderen Ministerposten übernehmen. 

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1 Kommentar zu "Forsa-Umfrage: SPD-Anhänger für Schäuble als Finanzminister"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • SPD-Anhänger für Schäuble als Finanzminister. Eine Wunschvorstellung des Handelsblattes!

    Ich habe soeben eine E-Mail vom Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. bekommen. Betreff: Ein Langfinger als Bundesfinanzminister?
    Der Bund vertritt ganz andere Vorstellungen!

    http://www.stop-esm.org/up/doclist/Ein_Langfinger_als_Finanzminister.pdf