Forsa-Umfrage SPD drängt Merkel in die Ecke

Die Union hat die Wahl hoch gewonnen. Doch im Regierungsalltag beherrscht die SPD die Schlagzeilen. Dass sie zielsicher ihre Themen setzt, überzeugt viele Bürger, wie eine Forsa-Umfrage für Handelsblatt Online ergibt.
Update: 11.02.2014 - 17:08 Uhr 14 Kommentare
Sie dominieren das Bild der Koalition: Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel (v.l., SPD) zeigen mehr Initiative als Angela Merkel. Quelle: dpa

Sie dominieren das Bild der Koalition: Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel (v.l., SPD) zeigen mehr Initiative als Angela Merkel.

(Foto: dpa)

BerlinAm Abend der Bundestagswahl konnte die CDU vor Kraft kaum laufen. Immerhin war die Union knapp an der absoluten Mehrheit vorbeigeschrammt. Fast fünf Monate später aber sind es nicht Merkel & Co., die in der Großen Koalition den Ton angeben. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Handelsblatt Online sehen die Bundesbürger mehrheitlich die SPD als Zugpferd der Regierung.

In der Umfrage unter 1.004 Bürgern haben demnach 31 Prozent der Befragten den Eindruck, dass in der Großen Koalition die Unionsparteien bislang mehr Akzente setzen konnten und ein besseres Bild abgegeben haben. 37 Prozent finden dagegen, dass die SPD bislang mehr Akzente setzen konnte. 25 Prozent sehen zwischen den Koalitionspartnern in dieser Frage keinen Unterschied.

Der allgemeine Eindruck einer SPD als treibende Kraft in der Koalition schlägt sich offenbar auch auf die Anhänger der Parteien nieder. So haben SPD-Wähler laut der Umfrage häufiger den Eindruck, dass „ihre“ Partei in der Koalition bislang ein besseres Bild abgegeben hat (54 Prozent) als die Unions-Anhänger dies von ihren Parteien sagen (44 Prozent).

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, reagierte gelassen auf die Umfrage. „Entscheidend ist nicht, wer am meisten Wind macht, sondern, wer die Regierungsarbeit mit Substanz füllt“, sagte Steiger Handelsblatt Online.

Mit Blick auf die Rentenpolitik äußerte er zugleich die Hoffnung, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch mache. „Die ebenso medienwirksamen wie schädlichen Maximalforderungen der SPD zu Rente mit 63 und Mindestlohn sollten im Sinne der künftigen Generationen so niemals Gesetz werden“, sagte der CDU-Politiker. Und letztlich entscheide das gesamte Kabinett, fügte Steiger hinzu, und nicht eine SPD-Ministerin oder ein SPD-Minister, welcher Gesetzentwurf dem Bundestag zugeleitet werde. „Und da bleibt es dabei: Die SPD ist der kleinere Koalitionspartner und stellt dementsprechend nur 6 Kabinettsmitglieder, die Union dagegen 10.“

Unions-Wirtschaftsflügel lobt Merkel
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14 Kommentare zu "Forsa-Umfrage: SPD drängt Merkel in die Ecke"

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  • Politiker und Medien hauen auf die Schweizer Bürger ein! Die große Mehrheit der deutschen Bürger beglückwünscht die Schweiz zu ihrer beispielhaften Demokratie. Unrecht haben die korrupten Politiker in Berlin und Brüssel. Und darum muss zu den Europawahlen im Mai eben anders gewählt werden. Die Bürger haben die Chance, den Schweizern den Rücken zu stärken.

  • Genau! Aber das Schweizer Vorbild muss in der BRD erst 'reifen'. Das dauert noch Jahre....

  • Monopole sind nie gut. Das Regierungsmonopol der grossen Koalition unterdrückt das Volk. Unvergessen die vorherige grosse Koalition: 16% MwSt oder 17% - darüber wurde gestritten. Es wurden 19!. Bei uns in der Schweiz sollten die Kosten für die Vignette auf 120,- CHF angehoben werden. Es gab ein Volksentscheid. Jetzt kostet sie wie zuvor weiterhin 40,- CHF. Die Regierung muss nun überlegen wo sie die Kosten einsparen kann. Z.B. bei den Löhnen der Staatsdiener.
    Der gestrige Auftritt im Fernsehen von Ralf Stegner, SPD und Rolf-Dieter Krause von der ARD waren aus Schweizer Sicht eine gute Reklame für die Schweiz. So stellen wir uns die Deutschen Beamten vor. Wir verstehen einfach nicht wie ein Volk welches so kluge Köpfe hervorgebracht hat sich von derartigen Politikern lenken lässt. Gut Herr Krause ist bei einer Medienanstalt, aber die ARD ist so weit ich weiss ja ein Staatsbetrieb.

  • Wir wollten ja auch die SPD mit Merkel als Kanzler, nicht die CDU mit ihren veralteten Ansichten. Also… alles gut!

  • Die SPD und die Linke, gemeinsam mit der linken CDU, bereiten die Sozialistische Einheitspartei Deutschland vor.
    Frau Merkel hat Flasche leer, sie hat erkannt das es aus diesem DDR 2 System keinen Ausweg mehr gibt.
    Der €, die Energiewende, die EU mit ihrer Völkerwanderung, aber auch die Kriegsplätze Deutschlands im Ausland sind gescheitert.
    Frau Merkel hat eine Politik gegen die Mehrheit der deutschen Bürger gemacht und wird jetzt in einer alternativlosen Hoffnungslosigkeit versincken.
    Nun kommen die Heils und Stegners von der SPD aus dem Sumpf.
    Es wird Zeit für Neuwahlen, aber auch für eine neue demokratische Grundordnung in Deutschland nach schweizer Vorbild.

  • Eine bis zur "Un"Kenntlichkeit sozialdemokratisierte Merkel-CDU hat offenbar wenig dagegen als Juniorpartner der SPD wahrgenommen zu werden und sich entsprechend zurückzunehmen aus Koalitionsrücksichten.

    Die politische "Mittel" ist nach links abgedriftet, wie
    üblich grummelt ein Teil der Unionsbasis in den Hinterzimmern und tut was sie immer tut, nämlich nichts.

    Der Wähler hat allerdings eine Alternative.

  • Die 'Hart-aber-Fair'-Sendung zum Thema Schweizer-Volksabstimmung hat eines klar aufgezeigt: SPD-Stegner und CSU/CDU-Redner tolerieren keine Qualifizierte sondern nur die EU-konforme Masseneinwanderung. AfD-Differenzierungen und der Schweizer Köppel wurden meist schon im Ansatz ihrer Meinungsäußerung unterbrochen. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun! Die künftige Eurokratur zeigt ihr Gesicht immer deutlicher....

  • Die SPD führt einfach das schnell aus, was sie im Wahlkampf versprochen hat. Das imponiert nicht nur den SPD-Wählern, sondern auch anderen Kreisen.

    Die SPD erinnert sich sicherlich auch an die FDP, die den Bürgern Steuersenkungen versprochen hatte, sich von Merkel und Schäuble vera...en liess, irgendwann mal aufwachte, da stand aber schon wieder die BT-Wahl an.
    Das Ergebnis ist bekannt.

    Für die SPD ist es nur konsequent, ihre Themen schnell umzusetzen. Erstens ist es nicht so schwierig, zweitens können bei einer schnellen Umsetzung die Lobbyisten der Arbeitgeberverbände wenig ausrichten.

    Bis die dann ankommen, ihre Bedenken anmelden, die Arbeitsplätze in Gefahr sehen - zum wievielten Mal? - alles zerreden, ist der Käse gegessen und die Bürger haben die Vorteile.

  • Wieso draegt die SPD die CDU in die Ecke ???

    Mit den Themen?

    Mit Nahles Themen, eine der duemmsten Rentenreformen alla Nahles mit einem 1,5 Millionen Paket zur Aufklaerung?

    Ich hoffe die deutschen Rentner werden wach, denn das Paket wird durch die anstehenden Rentenerhoehungen bezahlt!

  • das unternehmen "entsorgt die deutschen" nimmt immer mehr fahrt auf.
    Leider funktioniert die gehirnwäsche die anders lautet gar nicht mal schlecht.

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