Frank Schäffler FDP-Politiker stürmt Wirtschafts-Charts bei Amazon

Nach der Sachsen-Wahl liegt die FDP am Boden – im Gegensatz zu einem ihrer schärfsten Kritiker. Ein Anti-Euro-Buch von Parteirebell Schäffler stößt beim Online-Händler Amazon jetzt schon auf reges Interesse.
Update: 03.09.2014 - 14:39 Uhr 6 Kommentare
Buchcover des Schäffler-Buchs: Innerhalb zwei Wochen auf Platz eins der Kindle-Charts.

Buchcover des Schäffler-Buchs: Innerhalb zwei Wochen auf Platz eins der Kindle-Charts.

BerlinHinweis der Redaktion: Der Artikel nimmt Bezug auf die Bestseller-Rankings der Verkaufsplattform Amazon. Es handelt sich um Ranglisten, die das Kundeninteresse an einem Buch in Bezug zu anderen Büchern darstellen sollen. Sie geben jedoch keine Auskunft darüber, wie viele Exemplare eines Buchs beziehungsweise E-Books tatsächlich verkauft oder vorbestellt wurden. Amazon gibt solche Verkaufszahlen auch auf Nachfrage nicht an. Die Tracking-Seite Novelrank nennt zwar Zahlen, diese sind jedoch laut eigenen FAQs ungenau. Die Entstehung und Zusammensetzung der Rankings ist somit schwer nachvollziehbar. Wir bedauern die Fehlinterpretation und halten die These des Artikels nicht weiter aufrecht. Zur Dokumentation lassen wir Überschrift und den Artikeltext stehen.

Die FDP hat viel versucht, um sich aus der Krise zu kämpfen. Doch kein Konzept hat bisher gefruchtet. Einer, der die Partei schon früh auf ein großes Thema gestoßen hat, bei dem die Liberalen hätten Flagge zeigen können, ist Frank Schäffler.

Als der umtriebige Politiker im Mai 2010 aus Protest gegen das Euro-Rettungspaket von seiner Obmann-Funktion im Finanzausschuss des Bundestages zurücktrat, hätte die FDP hellhörig werden können. Doch die Partei wollte erst gar nicht auf das Thema einsteigen. Schäffler trat dennoch immer wieder mit eurokritischen Stellungnahmen in Erscheinung. Beinahe sogar mit Erfolg, als er seine Partei beim knapp gescheiterten Mitgliederentscheid zum schwarz-gelben Euro-Kurs an den Rand des Zerreißens brachte.

Seine Partei beeindruckte das jedoch letztlich auch nicht. Schäffler wurde jetzt erst recht nicht mehr ernst genommen, nur wenige Liberale stimmten in seine Kritik an der Euro-Rettungspolitik ein. Jetzt holt Schäffler zum Gegenschlag aus – und diesmal erfolgreich. Sein eurokritisches Buch „Nicht mit unserem Geld! Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle“, das am 12. September erscheint, ist schon ein Amazon-Bestseller.

Das Werk, das eine Abrechnung mit der Währungspolitik sein soll, ist seit dem 20. August bei Amazon auffindbar und kann vorbestellt werden. In der kurzen Zeit hat es das gedruckte Buch schon auf Platz 6 im Bereich Volkswirtschaft gebracht (Stand: 2. September, 10 Uhr). Das E-Book sprang auf Platz eins im Kindle-Shop in der Rubrik „Volkswirtschaftslehre/Allgemein“ und „Wirtschaft/International“. Bei den bezahlten Kindle-Titeln liegt das Werk auf einem Rang um die 3000, im gesamten Amazon-Buchangebot freilich nur um die 7 Millionen. Bei Amazon-Verkaufscharts handelt es sich allerdings um eine Momentaufnahme der beliebtesten Büchern, die sich schnell verschieben kann. Tatsächliche Verkaufszahlen gibt das Unternehmen nach eigenen Angaben grundsätzlich nicht bekannt.

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6 Kommentare zu "Frank Schäffler: FDP-Politiker stürmt Wirtschafts-Charts bei Amazon"

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  • Gerade hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Informationen des „Spiegel“ den EZB-Chef angerufen; sie wollte wissen, ob er den Sparkurs in der Eurozone noch mitträgt - eine Forderung des Notenbankers hatte für Irritationen gesorgt.
    Der Italiener hatte beim Treffen der Notenbankchefs aus aller Welt im amerikanischen Jackson Hole "eine größere Rolle der Fiskalpolitik" in Europa eingefordert: "Die existierende Flexibilität der Regeln könnte besser ausgenutzt werden, um den schwachen Aufschwung zu bekämpfen", sagte Draghi.
    Das heißt übersetzt: Draghi ruft die europäischen Krisenländer zum verstärkten Schuldenmachen auf. Die EZB steht bereit, um Anleihen der prassenden Südstaaten zu kaufen.
    Sollten die Finanzmärkte irgendwann an der Zahlungsfähigkeit zweifeln und höhere Risikozuschläge verlangen, stünde die EZB bereit, Anleihen aufzukaufen, um die Zinsen unten zu halten.
    Doch wenn Pensionsfonds und Versicherer an der Fähigkeit der EZB zu zweifeln beginnen, alle Schulden zu bedienen, droht uns eine Panik. Selbst wenn nicht müssen die auflaufenden Schulden mittels Inflation oder Schuldenschnitten getilgt werden. Die letzten Investoren beißen die Hunde.
    Zu gut einem Drittel haftet Deutschland – also alle deutschen Steuerzahler. Deren Wohlstand ist der EZB egal. Ihre Lebensversicherung oder Betriebsrente kümmert Draghi nicht.
    Konsolidierung der Staatsfinanzen, Abbau der Bürokratie, Beschneidung der Gewerkschaften, um wettbewerbsfähiger zu werden – ich bitte Sie... Die EZB wird sich mehr und mehr der italienischen Notenbank angleichen, die über Jahrzehnte Italien mit Schulden aufgepumpt hat.
    Schulden kurieren keine Volkswirtschaft.

  • Mich enteignen diese Kerle nicht!
    Und den 90% Wahlidioten, die die europaradikalen Parteien zu unserem Nachteil gewählt haben, geschieht erst recht, wenn sie am Bettelstab stehen.
    50% leben eh von Staatsknete, wie die Rentner und Hartzer, der Rest kann weiterhin von Brot und Spielen leben.

  • Wenn Sie arm wie eine Kirchenmaus sind, haben die Abnicker doch alles für Ihr Bestes getan.

  • Man muß sich das einmal vorstellen:

    Von den über 600 Abgeordneten im Bundestag gibt es nur zwei, die das Wohl ihrer Wähler im Auge haben:

    Herr Schäffler FDP und
    Herr Willisch CDU.

    Beide wurden inzwischen kaltgestellt.

    Alle anderen Politdilettanten und Fraktions-Sklaven nehmen die Enteignung Ihrer Wähler in der Schulden- und Transfer-Union billigend in Kauf!

  • Fehlanzeige bei der FDP.
    Die richtigen Politiker, die nicht gegen das Volk arbeiten, sitzen in der AfD.

  • Ob Herr Lindner das Buch lesen und besonders "verstehen" wird? Wann bekommen wir endlich einmal Politiker die es übers Herz bringen zu sagen "Das habe ich falsch gesehen, da habe ich mich täuschen lassen. Ich muss einsehen mir ist da ein Fehler unterlaufen". Das wäre doch mal was, würde dem Herrn Lindner gut zu Gesicht stehen und der FDP auch. Dann braucht die auch nicht die Marke zu wechseln, nur die Inhalte.

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