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Frankfurter Zukunftsrat „Die geistige Elite“ übernimmt Verantwortung

Namhafte Persönlichkeiten haben sich zu einem neuen Thinktank zusammengeschlossen. Der „Frankfurter Zukunftsrat“ will gemeinsame Konzepte erarbeiten und sich in die politische Diskussion einmischen. Mit dabei sind unter anderem der Unternehmensberater Roland Berger, der Mediziner Dietrich Grönemeyer und der Philosoph Peter Sloterdijk.

FRANKFURT. „Die geistige Elite muss mehr politische Verantwortung übernehmen und Konzepte mit kurzen Handlungsanweisungen aufstellen“, sagte der Gründer und Vorsitzende des Rates, der Historiker und Volkswirt Manfred Pohl, bei der Vorstellung des neu gegründeten Gremiums im Haus der Frankfurter Bankiersfamilie von Metzler. Der Rat sei überzeugt, dass die derzeitige politische Arbeit nicht im Sinne der Bürger wirke, sondern dem Eigennutz der Politiker diene.

Dem Gremium mit Sitz in Frankfurt und Berlin gehören bislang 30 Fachleute unterschiedlicher Disziplinen an. Dazu zählen namhafte Wissenschaftler wie die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro, der Unternehmensberater Roland Berger, der Mediziner Dietrich Grönemeyer, der Philosoph Peter Sloterdijk sowie die beiden ehemaligen Bundesminister Rudolf Scharping und Wolfgang Clement, der frühere Grünen-Politiker Oswald Metzger und der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Friedrich Merz. Wissenschaftler aus aller Welt seien willkommen, Vorschläge einzureichen, hieß es.

Ihre ehrenamtliche Arbeit wollen die Beteiligten in drei Gruppen bündeln: „Erziehung und Bildung“ unter Leitung des Pädagogen und ehemaligen Salem-Leiters Bernhard Bueb, „Migration und Integration“ mit dem Osnabrücker Migrationsforscher Klaus J. Bade sowie „Politik und Wirtschaft“ mit Metzger. Erste Vorschläge deutete Bueb bereits an: Ganztagsschulen müssten flächendeckend und verpflichtend eingeführt, der Beamtenstatus infrage gestellt und Lehrern ein Recht auf Führung und die damit verbundene Anerkennung zugesprochen werden.

Konkrete erste Ergebnisse will der Rat im Herbst vorstellen. Adressaten seien Politiker, Medien, Verbände, Gewerkschaften, Lobbygruppen, Schulen und Kindergärten. „Politik hat verlernt, eine Grundsatzdebatte zu führen“, kommentierte Clement. Die Kernfrage, ob Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen könne, werde viel zu allgemein abgehandelt.

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