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Frauenquote Anteil von Frauen in Führungspositionen seit 2001 gestiegen

Immer mehr Frauen arbeiten in Führungspositionen: Das ist die gute Nachricht des aktuellen Führungskräfte-Monitors. Doch sie verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen – und müssen trotzdem den Haushalt schmeißen.
07.07.2015 - 16:29 Uhr 2 Kommentare
Frauen sind zwar gleich häufig in Führungspositionen wie Männer – doch im Schnitt unterstehen ihnen weniger Arbeitskräfte und sie verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen. Quelle: dpa
Gleichheit?

Frauen sind zwar gleich häufig in Führungspositionen wie Männer – doch im Schnitt unterstehen ihnen weniger Arbeitskräfte und sie verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist einer Studie zufolge zwar gestiegen – diese Entwicklung hat sich im Westen Deutschlands aber schon wieder abgeschwächt. Im Jahr 2013 waren rund 29 Prozent der leitenden Angestellten weiblich, sieben Prozent mehr als noch 2001, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Führungskräfte-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Die Autorinnen untersuchten auch private Lebenswirklichkeiten von Führungskräften. Demnach erledigen Frauen immer noch den Großteil der Haus- und Familienarbeit, auch wenn sie in Führungspositionen arbeiten.

Die Studie stützt sich auf Daten der Langzeiterhebung Sozio-ökonomisches Panel. Demnach sind Frauen mittlerweile gleich häufig Vorgesetzte wie Männer. Ihnen sind aber deutlich weniger Mitarbeiter unterstellt, weil sie häufiger in kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Führungspositionen arbeiten. Die Verdienstlücke ist laut Studie immer noch groß: Männer verdienen demnach 20 Prozent mehr. Im Jahr 2001 seien es allerdings noch 29 Prozent mehr gewesen, betonen die Autorinnen. Bei den Sondervergütungen wie Gewinnbeteiligungen oder Prämien erhalten Frauen weniger als Männer.

Vollzeitbeschäftigte Frauen arbeiteten 2013 im Schnitt 45 Wochenstunden – und wünschen sich wie Männer in Führungspositionen eine um sieben bis acht Stunden kürzere Arbeitszeit. Frauen wie Männer leiden laut Studie unter beruflichen Belastungen wie häufigem Zeitdruck.

Mütter in Führungspositionen bekommen in Westdeutschland ihr erstes Kind relativ spät, gut die Hälfte erst mit 30 Jahren oder später, wie die Auswertung der Daten ergab. In Ostdeutschland liegt dieses Alter bei 25 Jahren. Für West und Ost gleichermaßen gelte, dass Frauen in Führungspositionen seltener verheiratet sind als Männer und häufiger Single.

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    Die Dax-Aufsichtsräte mit der größten Vielfalt
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    Der „Board Diversity Index“ (BDI) des Centrums für Strategie und höhere Führung hat die Diversität in den Aufsichtsratsgremien der Dax-30-Unternehmen unter die Lupe genommen. Die unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Schweinsberg durchgeführte Studie kommt zu einem ernüchternden Fazit. Zwar geben sich einige Unternehmen, wie BMW Mühe, Frauen in den Aufsichtsräten zu integrieren. Allerdings verlangt richtige Diversität auch den Einbezug von Aufsichtsratsmitgliedern aus anderen fachlichen Bereichen als den volks- beziehungsweise betriebswirtschaftlichen. Ebenfalls eine Rolle spielt die Internationalität und die Altersstruktur des Aufsichtsgremiums.

    (Foto: dapd)
    Lufthansa Hauptversammlung
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    Platz 15: Deutsche Lufthansa

    An der Spitze des Aufsichtsrat des Lufthansa steht Wolfgang Mayrhuber. Seine Wahl hat für Kontroversen gesorgt. Denn Mayrhuber hat neben der Lufthansa fünf weitere Mandate in anderen Unternehmen. Das bekannteste weibliche Aufsichtsratsmitglieder bei der Lufthansa ist Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, die außerdem den Vorstand bei Siemens beaufsichtigt.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    acht Männer, zwei FrauenDeutschland (sechs Mal)Wirtschaftswissenschaften (fünf Mal)zwei
    Österreich (ein Mal)Rechtswissenschaften (drei Mal)
    Schweiz (1,5 Mal)Ingenieurswissenschaften (ein Mal)
    Frankreich (0,5 Mal)Geisteswissenschaften (ein Mal)
    USA (ein Mal)

    (Foto: dpa)
    Continental AG
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    Platz 14: Continental

    Bei Continental sind zwei Bereiche besonders schwach diversifiziert. Bezüglich der Geschlechterquote und der Nationenvielfalt hängt Continental hinterher. Stärker schlägt sich der Autozulieferer im Bereich der Häufung von Aufsichtsratsposten. Lediglich Prof. Dr. Klaus Mangold hat neben Continental noch ein weiteres Mandat bei Rotschild.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    acht Männer, zwei FrauenDeutschland (8,5 Mal)Wirtschaftswissenschaften (vier Mal)vier
    Österreich (1,5 Mal)Rechtswissenschaften (2,5 Mal)
    Ingenieurswissenschaften (3,5 Mal)

    (Foto: dpa)
    Hauptversammlung Commerzbank
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    Platz 13: Commerzbank

    Vorsitzender des Aufsichtsrat der Commerzbank ist Klaus-Peter Müller (im Bild rechts neben Martin Blessing). Der 70-Jährige dürfte einen guten Durchblick bei Deutschlands zweitgrößter Bank haben. Seit 1966 arbeitet Müller für das Geldhaus. In Sachen Diversität gehört die Commerzbank allerdings nur zum Mittelfeld. Es mangelt an einer besseren Aufteilung der Posten zwischen Männern und Frauen und im Bereich der Ausbildung.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    acht Männer, zwei FrauenDeutschland (acht Mal)Wirtschaftswissenschaften (7,5 Mal)vier
    Österreich (ein Mal)Rechtswissenschaften (zwei Mal)
    Großbritannien (ein Mal)Naturwissenschaften (0,5 Mal)

    (Foto: dpa)
    Beiersdorf Hauptversammlung
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    Platz 12: Beiersdorf

    Die gute Diversität im Bereich der Altersklassen kann nicht mangelnde Bandbreite in den Bereichen Nationalitäten, Ausbildung und der Geschlechterquote überdecken. Insgesamt kommt der Nivea-Hersteller nur auf einem Mittelrang.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    vier Männer, zwei FrauenDeutschland (drei Mal)Wirtschaftswissenschaften (4,5 Mal)vier
    Dänemark (ein Mal)Rechtswissenschaften (ein Mal)
    Frankreich (zwei Mal)Ingenieurswissenschaften (0,5 Mal)

    (Foto: dpa)
    Munich Re Hauptversammlung
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    Platz 11: Münchener Rück

    Bei der Münchener Rück ist vor allem die mangelnde Anwesenheit verschiedener Altersklassen im Aufsichtsrat problematisch. Ansonsten findet man dort eine gute Diversität vor. Allerdings hinterlassen zwei Aufsichtsratsmitglieder einen durchwachsenen Eindruck. Sie bewegen sich sehr nahe an der Grenze der Mandatsposten, weshalb fraglich ist, ob sie überhaupt in der Lage sind ihren Aufsichtspflichten nachzugehen. So muss Wolfgang Mayrhuber neben der Münchener Rück auch die Vorstandsentscheidungen bei BMW, Infineon, der Lufthansa, der Austrian Airlines und bei Heico Corporation beaufsichtigen. Prof. Dr. Henning Kagermann wiederum hat weitere Aufsichtsratsposten bei BMW, der Deutschen Bank, der Deutschen Post, Franz Haniel & Cie., Nokia und Wipro.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    sieben Männer, drei FrauenDeutschland (6,5 Mal)Wirtschaftswissenschaften (3,5 Mal)zwei
    Niederlande (ein Mal)Rechtswissenschaften (zwei Mal)
    Österreich (zwei Mal)Ingenieurswissenschaften (ein Mal)
    Österreich (0,5 Mal)Naturwissenschaften (3,5 Mal)

    (Foto: dpa)
    SAP
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    Platz 10: SAP

    Bei der Geschlechterquote gehört SAP zu den am schwächsten diversifizierten Unternehmen in Deutschland. Im neunköpfigen Aufsichtsrat sitzt lediglich eine Frau. Besser sieht es in den Kategorien Ausbildung und Altersklassen aus.

    GeschlechtNationalitätenAusbildungAltersklassen
    acht Männer, eine FrauDeutschland (sechs Mal)Wirtschaftswissenschaften (drei Mal)vier
    Dänemark (ein Mal)Rechtswissenschaften (ein Mal)
    Finnland (ein Mal)Ingenieurswissenschaften (vier Mal)
    Frankreich (ein Mal)Naturwissenschaften (ein Mal)

    (Foto: dpa)
    • afp
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    2 Kommentare zu "Frauenquote: Anteil von Frauen in Führungspositionen seit 2001 gestiegen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nur lieder kommen nicht immer die besgte Frauen nach oben, das hat die Quote abgeschafft.
      Es zählt nur noch die Quote
      Deutschland zerstört sich immer mehr selbst

    • +++

      ... es riecht so gut und auch der Kaffee schmeckt besser ... !

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