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Frauenquote Kauder legt Veto ein

Knapp jeder dritte Aufsichtsrat soll demnächst eine Aufsichtsrätin sein. Konservative Unionsabgeortnete sind gegen diese Quote. CDU-Fraktionschef Volker Kauder soll bereits sein Veto eingereicht haben.
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Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist kein Freund der Frauenquote. Quelle: dpa

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist kein Freund der Frauenquote.

(Foto: dpa)

Berlin Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ legte der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder, bei Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sein Veto gegen die Pläne ein.

Der Gesetzentwurf von Familienministerin Manuela Schwesig und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) sieht eine 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte der 108 größten Unternehmen vor. Wenn ein Unternehmen gegen diese Vorschrift verstößt, müssen die Aufsichtsratsposten unbesetzt bleiben. Auch in den Führungsetagen von 3500 weiteren Unternehmen und im öffentlichen Dienst soll der Frauenanteil steigen.

Dem „Spiegel“-Bericht zufolge begründete Kauder sein Nein unter anderem damit, dass das Gesetz über das hinausgehe, was im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei. So würden rund 3500 kleinere Unternehmen dazu verpflichtet, einen einmal erreichten Frauenanteil nicht mehr zu unterschreiten. Dies sei für viele Firmen nicht praktikabel. Die CSU hat den Entwurf bereits massiv kritisiert und Nachbesserungen verlangt.

Ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, die Unionsfraktion lege Wert darauf, dass der Koalitionsvertrag „1:1 umgesetzt“ und nicht darüber hinausgegangen werde. „Ob der Gesetzentwurf dem entspricht, wird zurzeit noch geprüft.“ Dies bedeute nicht, dass die Frauenquote also solche infrage gestellt werde.


  • dpa
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3 Kommentare zu "Frauenquote: Kauder legt Veto ein"

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  • Wie zerstört man eine Firma?

    Durch überbordene Vorschriften, das dauert am längsten.
    Durch Computer, das ist am sichersten.
    Durch Frauen, das geht am schönsten.
    Den Genderwahn in seinem Lauf haält weder Ochs noch Esel auf.

  • Dem Einspruch könnte ganz schnell und leicht die Grundlage entzogen werden, wenn die Quote nicht für Politiker (und Begünstigte) gelten würde.

  • Seit wann steht "Frau" für Qualität und Können? Warum ist dies jetzt verboten und darf keine Auswahlkriterium mehr sein? Wer ist für dieses dumme "Gesetz" verantwortlich??