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Frauke Petry Heftige Kritik an AfD-Chefin im Antisemitismus-Streit

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Petry: Antisemitismus hat in AfD „keine Heimat und kein Sprachrohr“

In Parteikreisen heißt es, gekämpft werde auch hinter den Kulissen. So wird im Lager Meuthens kolportiert, Petry und ihre Anhänger hätten Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg zum Nachteil des Parteichefs bearbeitet. Auch beim kürzlichen Rückzug von André Poggenburg vom Fraktionsvorsitz in Sachsen-Anhalt sollen demnach Telefonate aus dem Petry-Lager eine Rolle gespielt haben. Die Gegenseite wäscht ebenfalls schmutzige Wäsche. So retweetete etwa Pretzell bei Twitter kommentarlos einen Artikel, in dem Meuthen als opportunistischer Wendehals dargestellt wird.

Beiden Lagern ist bewusst, dass die anhaltenden Streitereien trotz Umfrage-Hoch langfristig der AfD schaden könnten. Bei einem Treffen der Partei-Granden in Braunlage Ende Juni wurden deshalb „Kommunikationsregeln“ vereinbart. „Mehr miteinander, weniger übereinander reden: Vor Äußerungen über Vorstands-/Parteikollegen wird VORAB mit der betroffenen Person gesprochen“, heißt es in einem Protokoll, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Allerdings wird in Bundesvorstandskrisen diese Vereinbarung inzwischen schon wieder infrage gestellt. Mal sehen, wie lange der „Burgfrieden“ halte, sagte ein Teilnehmer des Funktionärstreffens dem Handelsblatt.

Das Lager Meuthens setzt jetzt auf Hilfe von außen. Derzeit untersucht die Dresdner Staatsanwaltschaft Meineids-Vorwürfe gegen Petry. Sollten förmliche Ermittlungen aufgenommen und die Immunität der sächsischen Fraktionsvorsitzenden aufgehoben werden, dann müsse über Petrys Zukunft nachgedacht werden, sind sich ihre Gegner sicher.

Umso stärker versucht nun Petry, die Zügel im Fall Gedeon in die Hand zu nehmen. Die Frage, ob Antisemitismus in der AfD beheimatet sein kann, sei nicht das Thema, betonte sie auf ihrer Facebook-Seite. Antisemitismus habe in der AfD vielmehr „keine Heimat und kein Sprachrohr“. Und dies sei auch nicht verhandelbar.

Konsequenzen für die Gedeon-Unterstützer nicht ausgeschlossen
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