Frühjahrsgutachten Steuerereinnahmen steigen sprunghaft an

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann sich freuen: Trotz der schwächelnden Wirtschaft sind die Steuereinnahmen im ersten Quartal rasant angestiegen. Besonders die Konzerngewinne trugen zum Geldsegen bei.
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Steuereinnahmen in Deutschland steigen stark an. Quelle: dpa

Steuereinnahmen in Deutschland steigen stark an.

(Foto: dpa)

DüsseldorfUngeachtet der stagnierenden Wirtschaft im Winter sind die Steuereinnahmen im ersten Quartal sprunghaft um 6,1 Prozent gestiegen. Mit 130,6 Milliarden Euro überwiesen Bürger und Unternehmen so viel Geld an den Fiskus, wie noch nie zuvor in einem ersten Quartal.

Allein im März habe der Fiskus 48,9 Milliarden Euro und damit 3,3 Milliarden mehr als im Vorjahresmonat eingenommen, erfuhr das „Handelsblatt“ aus dem Bundesfinanzministerium. Das entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent gegenüber März 2011.

Das Umsatzsteueraufkommen stieg im ersten Quartal um 3,3 Prozent, das Lohnsteueraufkommen gar um fünf Prozent – allein diese beiden Steuern machen rund 60 Prozent des Gesamtaufkommens aus.

Besonders kräftig stieg die von Konzerngewinnen abhängige Körperschaftsteuer im ersten Quartal: Mit 5,5 Milliarden Euro zahlten die Kapitalgesellschaften mehr als doppelt so viel Steuern wie im Vorjahresquartal. Außerdem führte der Immobilienboom zu einem Zuwachs bei der Grunderwerbsteuer von gut 20 Prozent.

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15 Kommentare zu "Frühjahrsgutachten: Steuerereinnahmen steigen sprunghaft an"

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  • Leider nicht nur bei der Steuer, auch bei den Energiekosten die wir alle mittragen dürfen.

  • Besser hätte man es nicht erklären können

  • Dauernörgler?
    Mag sein -aber Sie sind ein Ahnungsloser!

    Wenn Sie schon Deutschland nicht mit Schweiz/Schweden vergleichen wollen da es nicht passt, dann aber bitte auch nicht mit Spanien/Portugal/Griechenland, denn der Vergleich ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

    Auch sollten Sie bitte differenzieren, die geringste Arbeitlosenquote die Sie anführen ist Statistischer Natur und von der Wirklichkeit so weit entfernt wie Ihr persönlicher Durchblick.

  • Beschränken wir uns zunächst auf die Tatsachen: Die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie zuvor und wachsen dynamischer als die Wirtschaft (v.a. wg. kalter Progression), dennoch will die SPD einen Wahlkampf für höhere Steuern führen! Einfach unfassbar, ich kann nur hoffen dass die Wähler sie dafür abstrafen. Politiker müssen zunächst lernen, dass sie verantwortungsvoll mit unserem Geld umgehen müssen und nicht einfach unter dem Deckmantel der angeblichen sozialen Gerechtigkeit immer mehr Geld nach eigenem Gutdünken verteilen wollen.

    @ Wahrheit: Ja, Sie müssen jedoch berücksichtigen dass die Körperschaftssteuern extrem volatil sind (waren 2010 noch von der Wirtschaftskrise gezeichnet und wachsen nun ja am stärksten) und nur den kleineren Teil der Unternehmensbesteuerung darstellen.

    @ Andreas: Ich muß leider massiv widersprechen: Ich bin Volkswirt und kann daher sagen, ja, natürlich wird die Kaufkraft durch Steuern vermindert, aber dies ist wirtschaftspolitisch doch eher negativ. Das die Marktpreise dadurch steigen sollen ist ein Unsinn den Sie erst einmal erklären müssen ebenso warum der resultierende Anstieg der Nettolöhne schlecht sein soll! Richtig ist das die Feinverästelung des Steuersystems geschickt ist, da sie die gefühlten Nutzeneinbußen gering hält. Niedrigere Steuern wären für Wirtschaft und Bürger dennoch besser.

  • Oh, ihr Dauernörgler...

    Ich vergleich es nicht mit Norwegen, weil die Öl haben,nicht mit der Schweiz, weil die einseitig durch Banken dominiert sind und bald ihr Blaues Wunder erleben, und nicht mit Schweden, weil die ein deutlich höhere Steuerquote haben. Man kann nicht nur einen Aspekt vergleichen...Deutschland ist anders.

  • ...Tatsache ist doch, dass die Unternehmen zur Ankurbelung der Konjunktur unter Rot/Grün von der Körperschaftssteuer um mehr als 10 Mrd EU entlastet worden sind. Die Rücknahme dieses Schrittes ist längst überfällig.

  • @ Rene
    Wir haben die stärkste Wirtschaft und die geringste Arbeitslosenquote trotz dieser Regierung und der miserablen Politik. Wo stünden wir, wenn wir nicht von Amateuren und Politclowns regiert würden?
    Die Rentner und Arbeitnehmer haben seit Jahren real weniger im Portemonaie auch dank der kalten Progression. Letztere ist systematische Enteignung. Schäuble und unsere Abgeordneten dafür immer mehr im Säckel, so macht Regieren Spaß!

  • Richtig, wer nicht in der Verwaltenden Diktatur tätig ist kann sich Verlierer nennen.

    Weiss jeder, nur bewegt sich keiner von diesen gehorsamen deutschen Micheln. Daher schlemmern diese Parasiten ungestraft am Volksknochen bis dieser blank ist.

    Die verkommende Justiz und Ihre Schergen decken diese oftmals kriminellen.

    Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit muss vom Volk erkämft werden, immer wieder, sonst fressen diese Fetten Maden bis die Strasse das regelt!

    Aber gut, der ängstichr deutsche Michel hat nun einmal keine Arsch in der Hose, hat das was er verdient hat.

    Gut das ich mich zu den Schmarotzern mit goldenem Futtertrog zählen kann!

    Ich leiste fast nichts, bin für nichts verantwortlich zu machen, werde fürstlich bezahlt und meine Pangsion ist ein Gedicht, - LACH LACH LACH

  • Wer ist denn "wir"? Der Familienvater, der als Leiharbeiter die ganze Woche von der Familie getrennt auf Montage ist und trotzdem kaum über die Runden kommt?

    Die Alleinerziehende, die 3 Teilzeitjobs ausübt und trotzdem dem Kind keine Wünsche erfüllen kann?

    Die 70jährige Frau, welche unser Land nach dem Krieg wieder mit aufgebaut hat und beim Bäcker das Brot vom letzten Tag zum halben Preis kaufen muss, da ihre Rente so niedirg ist?

    Die Wirtschaft kennt kein "wir"!

    Da Deutschland so stark ist, warum vergleichen Sie dann die Situation nicht mit den skandinavischen Ländern oder der Schweiz?

  • Auch in diesem Forum wieder die Neidphobie! Statt uns um den uns verbleibenden Pansen zu balgen, sollten wir lieber erkennen, dass wir immer mehr von unseren Filetstücken an den Staat abgeben. Was macht „unser“ Staat für uns daraus? Subventionen, Hilfsprogramme, weitere Bürokratie (z.B. ein EU-Außenministerium mit 6000 Mitarbeitern) und gleichzeitig immer mehr Schulden. Da liegt das Problem und nicht darin, wer von dem uns noch verbleibenden Rest „unseres“ Einkommens etwas mehr oder etwas weniger abbekommt.

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