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Führerschein FDP will begleitetes Fahren ab 16 Jahren

Jugendliche sollen nach dem Willen der FDP bereits mit 16 Jahren den Führerschein erwerben dürfen. Doch es gibt eine entscheidende Hürde.
08.05.2019 - 04:03 Uhr Kommentieren
Junge Menschen sollen nach dem Willen der FDP schon früher ans Steuer. Quelle: dpa
Wandtafel in der Fahrschule

Junge Menschen sollen nach dem Willen der FDP schon früher ans Steuer.

(Foto: dpa)

Berlin Die FDP fordert, das begleitete Autofahren bereits für Jugendliche ab 16 statt 17 Jahren zu ermöglichen. „Das schrittweise Heranführen Jugendlicher an das selbständige Führen eines eigenen Fahrzeugs schafft nicht nur mehr individuelle Mobilität, sondern senkt auch nachweislich das Unfallrisiko“, sagte der FDP-Obmann im Bundestags-Verkehrsausschuss, Torsten Herbst, dem Handelsblatt. „Es ist daher höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre Blockadehaltung aufgibt und das erfolgreiche Konzept des begleiteten Fahrens entbürokratisiert und ausweitet.“

Die Bundesregierung solle sich auf europäischer Ebene „nachhaltig“ für eine Neufassung der entsprechenden EU-Richtlinie einsetzen, heißt es in einem dem Handelsblatt vorliegenden Antrag, den die FDP-Fraktion am Donnerstag in den Bundestag einbringen will. Bislang gilt in der EU für den Autoführerschein das Mindestalter 17.

Die Liberalen plädieren zudem dafür, den Bundesländern nach einer Änderung der EU-Richtline wissenschaftlich begleitete „Modellprojekte“ zu erlauben. Bei „positiver Evaluation“ solle schließlich das Straßenverkehrsgesetz geändert werden, „um das begleitete Fahren mit 16 Jahren dauerhaft gesetzlich zu verankern“.

Beim begleiteten Fahren dürfen Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres mit einer Ausnahmegenehmigung Autofahren, wenn eine Begleitperson mitfährt. Wer dafür in Frage kommt, wird bei Erteilung der Prüfbescheinigung namentlich festgelegt.

Die FDP will hierfür die bisherigen Regelungen lockern. Für Begleitpersonen sollen demnach die Registrierungspflicht und das Mindestalter von 30 Jahren entfallen. Ebenso wie die Vorgabe, im Fahreignungsregister mit nicht mehr als einem Punkt belastet zu sein. Stattdessen soll allein ein achtjähriger ununterbrochener Führerscheinbesitz als Voraussetzung für Begleitpersonen ausreichen. Somit stünden mehr solcher Personen zur Verfügung, womit „die Fahrerfahrung, die Jugendliche im Rahmen des begleiteten Fahrens erwerben, deutlich vergrößert werden“ könne, heißt es in dem FDP-Antrag.

Experten erhoffen sich vom begleiteten Fahren einen Rückgang der Verkehrsunfälle von jungen Erwachsenen. Unter anderem die Deutsche Verkehrswacht feiert das begleitete Fahren als Erfolg. 2004 wurde es in Niedersachsen gegen Widerstände als Modellversuch eingeführt. Ein Jahr später machte der Bundestag den Weg frei für eine einheitliche Regelung in Deutschland.

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