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Führerscheinentzug für Handy-Sünder? „Handynutzung ist zum Killer Nummer vier geworden“

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Unfallchirurgen fordern „Handy-Diät“ im Straßenverkehr
Was uns im Auto ablenkt
Ablenkung im Auto
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1000 Autofahrern hat das Meinungsforschungsinstitut Yougov in einer repräsentativen Umfrage für die DA Direkt Versicherung befragt, fast die Hälfte (47 Prozent) gab an, schon einmal durch eine Ablenkung in eine brenzlige Verkehrssituation geraten zu sein. Hier die häufigsten Ursachen.

(Foto: obs)
Platz 10: Rauchen
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Der Glimmstängel am Steuer war bei 18 Prozent der Befragten schon einmal ein derart genussvolles Erlebnis, dass sich dadurch die Konzentration auf den Straßenverkehr gefährlich verminderte.

Platz 9: Spiegel richten
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Rückspiegel und Außenspiegel sind unverzichtbar für sicheres Fahren. Wer sich während der Fahrt dem Richten der Spiegel widmet, kann dadurch aber erheblich vom Geschehen auf der Straße abgelenkt werden. Bei 21 Prozent der Befragten war das schon einmal der Fall.

Platz 8: Tiere im Fahrzeug
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Vierbeiner im Auto sorgen leicht für Ablenkung. 21 Prozent der Autofahrer hatten schon einmal ein entsprechendes Erlebnis.

(Foto: obs)
Platz 7: Kinder im Auto
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icht nur Vierbeiner sind potenzielle Ablenker. 23 Prozent der Befragten nannten Kinder an Bord als Ursache für Unaufmerksamkeit im Verkehr.

(Foto: dpa)
Platz 6: Körperpflege
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Rund ein Fünftel (23 Prozent) der Befragten gab an, während der Autofahrt schon einmal abgelenkt gewesen zu sein, da man sich der Körperpflege widmete.

Platz 5: Essen und Trinken
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Der Verzehr von Speisen und Getränken führte bei 30 Prozent der Autofahrer zu gefährlicher Unaufmerksamkeit.

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Reinhard Hoffmann, wies darauf hin, dass viele nicht mit Alkohol am Steuer, sondern auch mit Handy-Nutzung zusammenhingen. Hier sieht die DGOU Handlungsbedarf und rät zu einer konsequenten „Handy-Diät“ im Straßenverkehr. „Wer bei Tempo 50 nur fünf Sekunden mit dem Handy beschäftigt ist, befindet sich mit seinem Auto 70 Meter im Blindflug“, warnte Hoffmann.

Der Griff zum Handy steigere die Unfallgefahr etwa um das Fünffache, das Lesen und Schreiben von Nachrichten sogar um das Zehnfache, erläuterte der Experte. Der ADAC schätzt hingegen, dass in Deutschland jeder zehnte Unfall auf unzulässige Handy-Nutzung am Steuer zurückzuführen ist. Laut Europäischem Verkehrssicherheitsrat steigt das Unfallrisiko durch die Ablenkung um das 23-fache.

Es sei „lebensgefährlich, während der Fahrt mit dem Smartphone zu hantieren“, sagte Hoffmann. Das müsse jedem Autofahrer bewusst sein. Die aktuellen Strafen für Autofahrer hält er Experte denn auch für unzureichend. Angesichts des hohen Unfallrisikos zeige zeigten die aktuelle Bußgeldhöhe von 60 Euro für Autofahrer inklusive einem Punkteeintrag in Flensburg beziehungsweise 25 Euro für Fahrradfahrer „offensichtlich keine ausreichende Abschreckungswirkung“.

Dem pflichtet der Polizeigewerkschafter Wendt bei. Inzwischen werden dem Thema Ablenkung im Straßenverkehr, beispielsweise durch Handynutzung, größere Bedeutung beigemessen. „Handynutzung ist zum Killer Nummer vier geworden, nach den bekannten Hauptursachen Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen und Verstoß gegen die Anschnallpflicht“, sagte Wendt. „Selbst bei hohen Geschwindigkeiten werden SMS getippt, Fotos und Videos gemacht und versendet und Menschen in Lebensgefahr gebracht.“

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