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Fünf Fragen an: Oskar Niedermayer „Schnellstmöglich Neuwahlen in Hessen“

Ypsilanti ist gestoppt, eine Jamaika-Koalition ist unwahrscheinlich, Hessen ist ratlos. Im Gespräch erklärt Parteienforscher Oskar Niedermayer vom Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, warum Neuwahlen in Hessen die einzige Alternative sind und welche Kandidaten wahrscheinlich antreten.
  • Guido Rijkhoek
Hessens Wähler werden wahrscheinlich nochmal an die Urne gebeten. Foto: dpa Quelle: dpa

Hessens Wähler werden wahrscheinlich nochmal an die Urne gebeten. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Handelsblatt: Wie geht es weiter in Hessen?

Niedermayer: Die einzig wirklich realistische Alternative sind Neuwahlen. Die Grünen werden in Hessen nicht mit der CDU zusammenkommen. Auch eine Große Koalition ist unwahrscheinlich.

Die Hessen-SPD steht vor einem Scherbenhaufen und soll nun Wahlkampf machen?

Das ist für die SPD in der Tat relativ gefährlich. Die Partei ist in einem Schockzustand. Dazu kommt: Auch die Mehrheit der SPD-Wähler hat dem Experiment eines Linksbündnisses eher ablehnend gegenübergestanden. Jetzt ist es für den politischen Gegner optimal, so schnell wie möglich Neuwahlen herbeizuführen.

Kann die Hessen-SPD erneut mit Ypsilanti an der Spitze in den Wahlkampf ziehen?

An Ypsilanti klebt das Manko des Wortbruchs. Das wird die CDU versuchen, gegen sie in Stellung zu bringen. Andererseits sind für die Landespartei keine strahlenden Alternativen in Sicht. Ypsilanti hat an der Basis einen sehr deutlichen Rückhalt.

Hat CDU-Ministerpräsident Roland Koch gute Chancen, die Neuwahl zu gewinnen?

Viele Wähler sind das Hin und Her in Hessen leid. Die langjährige Erfahrung lehrt, dass die Wähler in solchen Krisenzeiten eher hinter der jeweiligen Regierung stehen.

Die SPD hat bei Bundestagswahlen in Hessen stets überdurchschnittliche Ergebnisse eingefahren. Das ist sicher Vergangenheit?

Der Effekt ist schwer abschätzbar. Die Partei muss sich berappeln und möglichst schnell wieder auf die Beine kommen.

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