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Für Kapitalgesellschaften CDU/CSU will den Sozialbericht

Nach Plänen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sollen deutsche Kapitalgesellschaften verpflichtet werden, jedes Jahr einen ausführlichen Sozialbericht vorzulegen. Darin soll unter anderem aufgeführt werden, wie viele Zeitarbeiter und Praktikanten sie beschäftigen.Berlin
14.02.2011 - 22:33 Uhr Kommentieren
Die Unio fordert Sozialbilanzen. Quelle: dapd

Die Unio fordert Sozialbilanzen.

(Foto: dapd)

Berlin Deutsche Kapitalgesellschaften sollen nach Plänen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verpflichtet werden, zusätzlich zu ihrer Bilanz jedes Jahr einen ausführlichen Sozialbericht vorzulegen. Außer der reinen Entwicklung der Mitarbeiterzahl sollen sie darin beispielsweise detailliert auflisten, wie viele Zeitarbeiter und Praktikanten sie beschäftigen, welche Tarifverträge sie anwenden und welche betrieblichen Sozialleistungen ihre Mitarbeiter erhalten.

Mit der aktuellen Gesetzeslage werde „nicht hinreichend transparent, ob ein Unternehmen sich dem Erfordernis nachhaltigen und gemeinschaftsdienlichen wirtschaftlichen Handelns verpflichtet sieht“, sagte Matthias Zimmer, Vizechef der einflussreichen CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe, dem Handelsblatt. In einem Positionspapier, das der Sozial- und Bildungspolitiker federführend erarbeitet hat, fordert die Arbeitnehmergruppe deshalb, das Handelsgesetzbuch (HGB) um eine neue Vorschrift zu ergänzen.

„Lehren aus der Krise ziehen“

Konkret seien dort „in einem neuen Paragrafen 285a die Berichtspflichten von Kapitalgesellschaften um einen Sozialbericht zu erweitern“, heißt es in dem Papier. Die neue Vorschrift solle vor allem für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften gelten, was nach den Kriterien des HGB typischerweise Unternehmen ab 50 Beschäftigten mit einem Jahresumsatz von mehr als 9,68 Millionen Euro sind.

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    „Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zuletzt wieder gezeigt, dass allein auf kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtete und die soziale Gesamtverantwortung ausblendende Unternehmensstrategien zum Scheitern verurteilt sind“, begründet Zimmer das Vorhaben. Es sei daher „Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen unserer sozialmarktwirtschaftlichen Ordnung“ mit Blick auf neue Herausforderungen „weiterzuentwickeln“.

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