Garantie-Fonds 1,4 Milliarden für Griechenland

Mit einer Milliarden-Spritze greift die Europäische Investitionsbank (EIB) den klammen Griechen unter die Arme. Das Geld soll in kleine und mittlere Unternehmen fließen – und so der Wirtschaft auf die Beine helfen.
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Sonnenaufgang über der Akropolis Quelle: dpa

Sonnenaufgang über der Akropolis

(Foto: dpa)

Athen Die Europäische Investitionsbank (EIB) will Griechenland bis 2015 gut 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um der Wirtschaft des Krisen-Landes auf die Beine zu helfen. Die Gelder sollten in einen Garantie-Fonds für kleine und mittlere Unternehmen fließen, teilte die griechische Regierung anlässlich eines Besuchs von EIB-Chef Werner Hoyer mit. Zudem wolle die EIB Athen dabei unterstützen, eine Reihe von Autobahn-Projekten zu vollenden, deren Fertigstellung von den beteiligten Firmen vor dem Hintergrund der griechischen Schuldenkrise ausgesetzt worden war.

Eine Übereinkunft mit der EIB könne voraussichtlich in den nächsten Tagen unterzeichnet werden, sagte Finanzminister Giannis Stournaras in Athen. Der Garantie-Fonds für kleine und mittlere Unternehmen solle bis Januar zunächst 600 Millionen Euro erhalten, teilte er gemeinsam mit seinem für Entwicklung zuständigen Kollegen Kostis Chatzidakis mit. Die Summe solle Ende 2013 auf eine Milliarde Euro und bis 2015 dann auf 1,44 Milliarden Euro steigen.

Griechenlands Privatwirtschaft ist durch die seit fünf Jahren andauernde Rezession finanziell ausgetrocknet und bekommt wegen der Finanzkrise praktisch keine Kredite mehr. Im laufenden Jahr sind laut Stournaras von der EIB gerade einmal Kredite von zehn Millionen Euro nach Griechenland geflossen, nachdem das Land im Mai auch in eine schwere politische Krise stürzte und zwei Mal Neuwahlen abhalten musste, um eine handlungsfähige Regierung zu bestimmen.

Im April hatte es Spekulationen gegeben, dass die EIB in ihre Abkommen mit Griechenland "Drachmen-Klauseln" aufnehmen könnte - für den Fall, das Athen aus dem Euro ausscheiden muss. Stournaras betonte aber am Samstag, dass die Gelder an die Bank auf jeden Fall in Euro zurückgezahlt würden.

  • afp
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23 Kommentare zu "Garantie-Fonds: Investitionsbank sagt Griechen 1,4 Milliarden zu"

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  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
    Lernen Sie auch - wie ich - täglich noch dazu? Was zu sehen ist, ist nicht Geldwaschen in wechselnden schmierigen Händen, sondern der Zauber der Magie Gelder zum Verschwinden zu bringen - ohne es zurückzaubern zu können. Die Magier Barroso, Rompuy und Juncker legen das Zaubertuch des Vergessens über anderer Leute Geld und (der Zaubertrick wird hier, exklusiv versteht sich, erklärt) unmittelbar an eine Bad Bank unsichtbar gemacht.

    Die Statuten der EIB sagen es doch: Man investiert
    LANGFRISTIGE FINANZIERUNG TRAGFÄHIGER INVESTITIONEN.

  • Noch eine Bank mit dem idiotischen Ansinnen, dem griechischen Mittelstand helfen zu können. Wir Nord-Europäer haben ganz sicher einen an der Waffel.

  • 1,4 Milliarden? LOL

    Wie niedlich, man hat sich schon so sehr an die grossen runden Zahlen gewöhnt.

    Bedauerlich nur, dass es mal wieder ein grosser Topf ist, der hier "investiert". Mit wirklich eigenem Geld macht das keiner mehr.

  • İch bin für weitere Milliarden für unsere Freunde, nein nein, für unsere guten Freunde. Wir müssen ihnen alles geben, was sie wollen, damit sie auch unsere Freunde bleiben.., tja die Freundschaft mit Griechen ist teuer.. Gutes Ouzo gegen hunderte Milliarden, das ist doch was.. Sparen? Ach was, besser Ouzo mit Cirtakis+Milliarden.

  • Die 500 Milliarden die Griechenland und Griechen bisher erhalten haben waren nutzlos.

    Aber die nächsten 1,4 Milliarden werden es dafür garantiert bringen!

    Jedenfalls glauben das noch ein paar unverbesserliche Realitätsverweigerer in Brüssel.

    Kredite an Griechen - ein Euphemismus für Geschenke.

  • Natürlich bleibt den deutschen Unternehmen, die in Griechenland langfristig tätig sind, nichts anderes übrig, als sich der traditionellen Fakelaki-Mentalität anzuschließen. Denn ohne Fakelaki (kleiner Umschlag!), läuft in Griechenland gar nichts. Nicht einmal ein Arzt behandelt Sie dort ohne Fakelaki! Wie Sie sehen, blieb den deutschen Unternehmen, die dort hohe Summen investiert haben, gar keine Wahl. Sie mussten sich der griechischen Kultur anpassen. Integration nennt man diesen Vorgang.

  • Für diese Mentalität fehlt auch mir das Verständnis, aber ich muß dieses auch nicht zwangsläufig auf Diffamierungen ausweiten, und damit JEDEM Griechen die Lauterkeit absprechen. Das tue ich bei anderen Landsleuten auch nicht, und erwarte genauso das andere Landsleute mich nicht als Anhänger der Nazi-Truppen, die geschützt durch unser Land laufen dürfen, oder mich dafür anfeinden das der deutsche Verfassungsschutz Erschießungen von Ausländern zuläßt, ansehen.
    Darum ging es mir, und nicht darum die kleinen Briefumschläge zu verteidigen.
    Genauso wie in Deutschland die damaligen Steuererhöhungen durch den Golf-Krieg bedingt gewesen sein sollten, in Wirklichkeit aber die Kosten der Wiedervereinigung waren, ebenso die Agenda 2010 nicht nur durch Anpassungen an das restliche Europa initiert werden mußten, sondern ebenfalls mit den Kosten der Wiedervereinigung geschuldet waren. Oder wie sollte sonst der Umtausch fast 2 DM :1 € bewerkstelligt worden sein?
    Also Blick nach vorne, irgendwer muß "Made in Germany" ja kaufen, oder glaubt jemand die Abnehmer schalten Zeitungsanzeigen und fragen öffentlich nach deutschen Panzern, U-Booten, Medikamenten und was man sonst noch so braucht, wenn man selbst genug Konsumgüter hat, und das moderne Zeugs sowieso in China hergestellt wird?

  • Wehret dem heuchlerischem Besserwissertum in unserem Lande... Wachet auf und arbeitet an die Europäische Idee mit Zuversicht für die Zukunft unseres Landes im Herzen Europas und als echtes Vorbild für Europa

    Wie gesagt, erster Preis in Naivität...liebe Grüsse aus dem EU Ausland.

  • Korruption... nun ja ... diese unverbesserlichen Südeuropäer. In Griechenland sind zuletzt 3 grosse Bestechungsskandale in verschiedenen parlamentarischen Gremien "durchleuchtet" worden wie manch ein Bundesbürger in üblicher Preußischer aber lakonischer Ironie zu erzählen vermag. Komischerweise aber waren in allen drei nebst diversen griechischen Politikern und Wirtschaftsgranden auch so unbekannte Namen wie Siemens, Ferrostaal und Kraus Maffei "im Gespräch". Liebe Bundesbürger, Korruption in der Wirtschaft und der Politik hat es gegeben seitdem es Wirtschaft und Politik gegeben hat ob in Griechenland oder in Deutschland. Unsere Freunde im Süden haben es ein bisschen plumper gemacht wie wir, haben sogar geprotzt mit ihren Pfründen wie der ehemalige griechische Finanzminister Herr Tsohatsopoulos der sich jetzt leider im Korydallos Gefängnis auf seinen Prozess vorbeireiten muss. Ein Prozess wegen Bestechungsgelder die möglicherweise auch von diversen Deutschen Konzernen als "Aufmerksamkeit" für die günstige Gabe von solch brauchbarem Spielzeug wie Panzer und U-Boote erfolgte. Wehret dem heuchlerischem Besserwissertum in unserem Lande... Wachet auf und arbeitet an die Europäische Idee mit Zuversicht für die Zukunft unseres Landes im Herzen Europas und als echtes Vorbild für Europa...das sind wir schon seit den Zeiten von Helmut Kohl nicht mehr liebe Freunde und Mitbürger...

  • sehr guter Kommentar,voller Empathie..
    1,44 Milliarden sind ja wirklich nicht die Welt um
    mal nicht nur Banken zu retten..
    Meinen Urlaub,werde ich dennoch entweder in Dänemark,
    Schweden oder aber auch im deutschem Raum gestalten..

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