Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gedenken an Eisernen Vorhang Proteste überschatten Revolutionsfeier in Prag

25 Jahre Revolution: Die Ukraine-Krise wirft auch in Prag Schatten auf die Feierlichkeiten. Demonstranten gegen Präsident Zeman kritisieren seine russland-freundliche Haltung. Bundespräsident Gauck bekommt ein Ei ab.
Update: 17.11.2014 - 19:01 Uhr 9 Kommentare
Vertraute Gesten: Bundespräsident Joachim Gauck (r.) traf in Bratislava in der Slowakei den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Quelle: dpa

Vertraute Gesten: Bundespräsident Joachim Gauck (r.) traf in Bratislava in der Slowakei den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

(Foto: dpa)

Bratislava/Prag Bei wütenden Protesten gegen den tschechischen Präsidenten Milos Zeman in Prag ist Bundespräsident Joachim Gauck von Resten eines Eis getroffen worden. „Das Ei hat eigentlich mir gegolten“, entschuldigte sich Zeman nach Informationen aus Teilnehmerkreisen. Die massiven Proteste in Prag überschatteten am Montag das internationale Gedenken an die „Samtrevolution“, die friedliche Wende in der früheren Tschechoslowakei vor 25 Jahren.

Ein Pfeifkonzert übertönte die Gedenkfeier am Ausgangspunkt einer Studentendemonstration vom 17. November 1989. Mit „Ukraine, Ukraine“-Rufen protestierten rund 1000 bis 2000 Demonstranten gegen die russland-freundliche Haltung des Linkspolitikers Zeman. Sie forderten den Präsidenten, der jüngst die kremlkritische Punkband Pussy Riot kritisiert hatte, zum Rücktritt auf.

Zum 25. Jahrestag der friedlichen Revolution in Mittel- und Osteuropa rief Bundespräsident Gauck dazu auf, für eine Durchsetzung von Freiheit und Menschenrechten weltweit zu kämpfen. Mit Blick auf die Ukraine sagte er in Prag, viele Errungenschaften seien noch nicht gesichert, für die die Menschen 1989 auf die Straße gegangen sind. Weltweite Herausforderungen wie der Klimawandel seien noch unbeantwortet.

Gauck dankte Tschechen und Slowaken für ihr Engagement bei der friedlichen Wende von 1989. Damals habe er als Pfarrer in Rostock die Demonstranten mit Worten des tschechischen Bürgerrechtlers Vaclav Havel in Bewegung gebracht. „Die Macht der Mächtigen kommt von der Ohnmacht der Ohnmächtigen“, zitierte Gauck den vor drei Jahren verstorbenen späteren tschechischen Präsidenten.

In Prag traf Gauck die Präsidenten Tschechiens, der Slowakei, Ungarns und Polens. Die fünf Staatsoberhäupter gedachten gemeinsam der Studentenproteste in Prag vom 17. November 1989, deren brutale Niederschlagung zum Zündfunken weiterer Massenproteste wurde. Das kommunistische Regime brach wenig später zusammen. Gauck erinnerte zugleich an den 17. November 1939, als Nationalsozialisten tschechische Studenten verfolgten und ermordeten.

Das gemeinsame Erinnern an die friedlichen Revolutionen in Mitteleuropa hatte die fünf Präsidenten seit Juni nach Warschau, Budapest, Leipzig und am Sonntag nach Bratislava geführt. Dort hatte auch der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko an den Feiern teilgenommen.

An der slowakisch-österreichischen Grenze gedachte Gauck am Vormittag der gescheiterten Fluchtversuche von Ost nach West während der kommunistischen Herrschaft. Am „Tor der Freiheit“ an der Donau legte er gemeinsam mit den Präsidenten der Slowakei, Ungarns und Polens am Montag einen Kranz nieder.
Dabei sagte er: „Menschen, die heute verstehen wollen, was Europa ist, müssen wissen, woher wir kommen.“ Europa müsse sich „in Zeiten, in denen Frieden nicht mehr selbstverständlich ist,“ an seine Werte erinnern. Rund 400 Menschen waren bei Fluchtversuchen aus der damaligen Tschechoslowakei ums Leben gekommen.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Gedenken an Eisernen Vorhang - Proteste überschatten Revolutionsfeier in Prag

9 Kommentare zu "Gedenken an Eisernen Vorhang: Proteste überschatten Revolutionsfeier in Prag "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das Thema ist nicht Gauck, das Thema ist die Demonstration der Menschen gegen die zu russlandfreundliche Annäherung der Regierung!

    Auch in Ungarn gehen die Menschen auf die Straße um gegen die zu sehr nach Russland orientierte Regierung zu protestieren!

    Wir sind das Volk, schon vergessen?

    Die Menschen wollen Freiheit und Demokratie und keine Planwirtschaft mit Oligarchen!

    Wehret den Anfängen und das ist gut so!

  • Ne, ne der fällt dem Doofsten auf, laß den mal weiter schwätzen.

  • Das von einem Merkel-Trottel.

  • Noch so ein Vollpfosten der ein Rad auf dem Rücken hat.

  • "...dummes Zeug..."
    Da hast Du Dich gleich angesprochen gefühlt, nicht wahr, Mayr alias Krassnick alias Weisenfels alias ... rückratloses Etwas ...

  • Kann dieser gauckelnde Dummschwätzer nicht endlich mal seinen Mund halten.

  • "...Die ukrainischen Soldaten würden seiner Ansicht zufolge nicht nur die Ukraine verteidigen, sondern auch die Slowakei, Deutschland, Estland und das gesamte Europa..."
    So ein verlogener Schleimscheißer. Das ganze Europa verteidigen ... hahaha ... Ich denke Kiska macht das ganz gut. Er wird dem Schokoladenverkäuer schon helfen ... Aber erst mal anfüttern ...

  • wenn es einem Putin-Troll nicht gefällt, zeigt es dass man den Nerv getroffen hat.

  • Gauck soll endlich mal seinen Mund halten, er hat schon drart viel dummes Zeug erzählt, dass man sich schämen muß