Gegen EU-Pläne Regierung will an kleinen Cent-Münzen festhalten

Viele Bürger finden die vielen kleinen Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der Geldbörse lästig. Die EU erwägt die Abschaffung der Münzen - Vorbild ist Finnland. Aus deutscher Sicht soll indes alles beim Alten bleiben.
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Ein- und Zwei-Cent-Münzen in einer roten Geldbörse: Soll das Kupfergeld verschwinden? Quelle: dpa

Ein- und Zwei-Cent-Münzen in einer roten Geldbörse: Soll das Kupfergeld verschwinden?

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Berlin/BrüsselGeht es nach den Deutschen, dann werden auch künftig kleine Kupfermünzen in den Portemonnaies klimpern. Einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge macht sich die Bundesregierung für einen Erhalt der Ein- und Zwei-Cent-Münzen stark. In einer Entscheidungsvorlage für Wirtschafts-Staatssekretär Bernhard Heitzer heiße es, die Bevölkerung habe eine „positive Einstellung“ zu den Kleinmünzen und eine Abschaffung berge das Risiko einer von den Bürgern „gefühlten Inflation“.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren und sprach von einem „internen Vermerk“. Sie verwies darauf, dass der Meinungsbildungsprozess in der EU noch nicht abgeschlossen sei. „Aus mehreren Gründen“ spreche jedoch aus Sicht des Wirtschafts- und des Finanzministeriums „vieles für die Beibehaltung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte sich bereits Mitte Mai gegen Brüsseler Pläne zur Abschaffung kleiner Cent-Münzen ausgesprochen. „In der deutschen Bevölkerung besteht der Wunsch, an den Kleinmünzen festzuhalten. Ich persönlich kann mich dem nur anschließen“, hatte Weidmann gesagt.

Hintergrund der Pläne, die die EU-Behörde jüngst vorgestellt hatte, sind die Kosten für die Herstellung der kupfernen Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Die Produktion ist nach Angaben der Kommission angesichts der hohen Rohstoffpreise für die Staaten ein Verlustgeschäft.

Über eine mögliche Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen ist allerdings noch längst nicht entschieden. Vier Szenarien nennt die EU-Kommission: Erstens weitermachen wie bisher. Zweitens könnte man die Kosten senken, indem die materielle Zusammensetzung der Cent-Stücke geändert wird. Drittens wird an einen langsamen Ausstieg gedacht, bei dem die Kleinmünzen nach und nach verschwinden. Als viertes Szenario gilt der schnelle Ausstieg: Die Ausgabe der Münzen würde eingestellt und die bereits im Umlauf befindlichen Münzen von Händlern und Banken eingezogen.

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5 Kommentare zu "Gegen EU-Pläne: Regierung will an kleinen Cent-Münzen festhalten"

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  • " Wenn es nach den Deutschen geht..." Wenn ich das schon höre, seit wann wird der entmündigte Bürger gefragt ?!? Die Bundesregierung ist doch sonst für jeden Sch... aus Brüssel empfänglich.

  • Ich lebe in den Niederlanden und hier funktioniert alles wunderbar ohne 1 und 2 Cent Münzen. Die Preise stehen immernoch als, bspw. 2,98 € da, aber es wird auf- oder abgerundet. Sprich, man zahl mal 2 Cent mehr als angegeben, oder 2 Cent weniger. Daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass dadurch es eine Inflation verursacht wird. Man wird dadurch auch nicht entrechtet.
    Alles in allem ist das in der Tat sehr praktisch. Und immer wenn ich wieder in die gute alte Heimat reise bin ich recht genervt von dem vielen kleinen Geklimper in meinem Geldbeutel.

  • Abschaffen!

    Nostalgisches Gejammer der Rentnergeneration sorgt nur für schwere Portemonnaies... Wenn nicht gerade Wahljahr wäre, hätte die Regierung bestimmt kein Problem damit.

  • Eurokraten wollen 1- und 2-Cent Münzen abschaffen.
    Da sin nichts mehr Wert sind. Als nächstes sind die 5-Cent Münzen dran. Dann wird der TEuro seinem Ruf als Inflationswährung gerecht.
    Da für die "Banca d'Italia" (ehemals EZB) die kleinste Rechnungseinheit (noch) 1 Milliarde ist; bald ist es 1 Billion; ist dal "Kleingeld" nur störend.

  • EU=Europäischer Untergang. Der EURO ist die Monopolywährung dieses Untergangs, dieser Tragödie ohne professionelle Regie! Untergang europäischer Kulturgeschichte in ihrer Vielfalt und eine bodenlos freche Gleichmacherei über alle Nationen hinweg (alle Bürger: EU-Ausweis, nicht "Reisepass der Republik..."!!) sind "Weltbürger" - ach wie toll!!...sie sind defacto: ENTRECHTET! Dann sollen ALLE bitte ein digitales Konto haben - damit Schäuble & Co zypriotisch, wie Schäuble auch bestätigte am besten an einem Freitag zum Wochenende, darauf zugreifen können! Vertrauenswürdig! So kann Wachstum entstehen. Aber das soll ja garnicht sein. 60% der Bevölkerung sollen 2030 verarmt sein und bangladeshi-sch leben, in Wellblechhütten, ohne Strom weil zu teuer...ausgehungert sein. Den Rest kann man sehr gut kontrollieren. Alternativlos wird dieser Weg an die Wand, diese durch die Wucht der Eliten nieder gefahren. Für den Einen ist die Wand Hartz-4, den anderen seine Dividenden, den Dritten sind es Renten...Europa braucht den EURO nicht sondern die USA, Brüssel, die INVESTOREN und die neue Weltregierung brauchen den EURO
    um ihn 1:1 zum USD zu inflationieren. Um Europa mürbe und arm zu machen

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