Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Genauso verabscheuenswürdig“ Wagenknecht vergleicht US-Drohnenkrieg mit Terror von Paris

Die Links-Politikerin Sahra Wagenknecht vergleicht die Drohnenangriffe der USA mit den Terroranschlägen von Paris: Eine vom Westen gesteuerte Drohne sei ebenso für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich.
17.01.2015 Update: 17.01.2015 - 13:47 Uhr Kommentieren
Sahra Wagenknecht, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“: „Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich.“ Quelle: dpa

Sahra Wagenknecht, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“: „Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich.“

(Foto: dpa)

Berlin Die stellvertretende Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die Drohnenangriffe der USA in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen mit den Terroranschlägen von Paris verglichen. „Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen“, sagte Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. Man dürfe da nicht mit zweierlei Maß messen.

„Der US-Drohnenkrieg etwa, der auch von Deutschland aus geführt wird, hat schon tausende Unschuldige ermordet und erzeugt in den betroffenen Ländern Gefühle von Ohnmacht, Wut und Hass. Damit bereitet man den Boden für den Terror, den man offiziell bekämpfen will“, argumentierte Wagenknecht.

Das gelte auch für den Afghanistan-Krieg, der über viele Jahre mit deutscher Beteiligung geführt wurde. „Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen in Afghanistan verantwortlich.“ Als „wichtigste Konsequenz“ aus den Terroranschlägen von Paris forderte Wagenknecht das Ende aller Militäreinsätze des Westens im Nahen und Mittleren Osten.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann kritisierte die Aussagen der Linke-Politikerin scharf: „Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mit dem Terror-Angriff von Paris zu vergleichen ist eine unsägliche Entgleisung und Beleidigung für alle deutschen Soldaten“, erklärte der Sozialdemokrat am Samstag. Die Linkspartei scheine jegliche außenpolitische Orientierung verloren zu haben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die US-Drohnenangriffe sind völkerrechtlich umstritten. Bei den gezielten Angriffen auf Terrorverdächtige werden nach Angaben der örtlichen Sicherheitsbehörden auch immer wieder Zivilisten getötet, offizielle US-Angaben gibt es dazu aber nicht. Unbestätigten Medienberichten zufolge werden die Angriffe über eine Satelliten-Station im rheinland-pfälzischen US-Stützpunkt Ramstein gesteuert.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: „Genauso verabscheuenswürdig“ - Wagenknecht vergleicht US-Drohnenkrieg mit Terror von Paris
    0 Kommentare zu "„Genauso verabscheuenswürdig“: Wagenknecht vergleicht US-Drohnenkrieg mit Terror von Paris"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%