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Geplanter Stellenabbau bei VW FDP-Chef Lindner wirft Ministerpräsident Weil Untätigkeit vor

Angesichts des Stellenabbaus bei VW kritisiert Lindner Niedersachsens Landesregierung. Ministerpräsident Weil hatte bisher abwartend auf die Pläne des Autobauers reagiert.
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Der FDP-Chef fordert dazu auf, die Automobilwirtschaft nicht ständig schlecht reden. Quelle: Reuters
Christian Lindner

Der FDP-Chef fordert dazu auf, die Automobilwirtschaft nicht ständig schlecht reden.

(Foto: Reuters)

BerlinFDP-Chef Christian Lindner hat der niedersächsischen Landesregierung angesichts der geplanten Personaleinsparungen bei VW Untätigkeit vorgeworfen. „Von Ministerpräsident Weil und Wirtschaftsminister Althusmann erwarte ich, dass sie nicht die Hände in den Schoß legen, sondern um Arbeitsplätze kämpfen“, sagte Lindner dem Handelsblatt. Die Transformation hin zu klimafreundlicher Mobilität dürfe nicht zu neuen Strukturbrüchen führen.

VW hatte in dieser Woche angekündigt, mehr Geld in den anstehenden Umbau in Richtung Elektromobilität und Digitalisierung zu investieren. Die Marke VW kalkuliert damit, dass zwischen 5000 und 7000 Stellen abgebaut werden müssen – überwiegend in Deutschland und in der Verwaltung.

Die niedersächsische Landesregierung reagierte auf die VW-Pläne bisher abwartend. „Das Land erwartet die Vorlage und Diskussion substanzieller und abgestimmter Planungen des Vorstands im Aufsichtsrat und wird zuvor von einer Stellungnahme absehen“, sagte eine Sprecherin.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und dessen Wirtschaftsminister, Bernd Althusmann (CDU), sitzen im Aufsichtsrat von Volkswagen. Niedersachsen ist der zweitgrößte Volkswagen-Aktionär.

Lindner forderte angesichts dieser Entwicklungen, bei den Antrieben technologieoffen zu bleiben. „Die Politik darf nicht einseitig nur das E-Auto fördern. Sie muss sich in Brüssel dafür einsetzen, dass synthetische Kraftstoffe auf die Flottengrenzwerte angerechnet werden“, sagte er.

Der Stellenabbau bei VW zeige, Deutschland gerate wirtschaftlich zunehmend in den Schwitzkasten. „Der Wind auf den Weltmärkten wird rauer. Jetzt muss jedem klar werden: Unser Wohlstand ist kein Rohstoff, der einfach nachwächst. Wirtschaftliche Stärke muss immer wieder neu erarbeitet werden.“

Lindner fordert dazu auf, die Automobilwirtschaft nicht ständig schlecht zu reden. „Diese Schlüsselindustrie beschäftigt Hunderttausende Arbeitnehmer, sie zahlt Milliarden an Steuern und ist Garant für die Mobilität von Millionen Menschen.“

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