Gerichtsurteil Warum der Hambacher Forst den Braunkohleausstieg verkürzen könnte
Kerpen Als Benjamin Stephan am Freitagmorgen in den Zug von Berlin nach Köln steigt, war seine Welt noch eine andere. Der Greenpeace-Aktivist war eigentlich auf dem Weg zur Großdemo am Hambacher Forst. Dort wollten er und zehntausend Andere gegen die Rodung durch den Energiekonzern RWE protestieren. Als Stephan dann aber in Köln aussteigt, war das letzte Stückchen Wald bereits gerettet und RWE an der Börse plötzlich 8,5 Prozent weniger wert.
Dazwischen lag ein Eilverfahren des Oberverwaltungsgerichts Münster zugunsten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). RWE muss darin die verbliebenen 200 Hektar des Hambacher Forst unberührt lassen – zumindest bis zum Abschluss des regulären Verfahrens. Das ist ein großer Erfolg für Aktivisten wie Stephan.
Eigentlich ist mit dem Urteil vom Freitag nämlich eine längerfristige Zukunft des jahrtausendealten Waldes gesichert. Selbst wenn die Rodung schließlich erlaubt wird, ist der Abbau der darunterliegenden Braunkohle fraglich.
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